Was kostet eine Firmen-Website 2026? Ehrliche Preise nach Umfang

„Was kostet eine Website?" ist die häufigste Frage die ich bekomme — und die ehrlichste Antwort ist zunächst unbefriedigend: Es kommt drauf an. Genau wie „was kostet ein Auto" von Kleinwagen bis Sportwagen alles bedeuten kann. Aber im Gegensatz zu vielen Anbietern nenne ich Ihnen hier konkrete Zahlen und erkläre, was den Preis treibt. Damit Sie nicht mit einem Angebot dastehen, das Sie nicht einordnen können.

Die Preisspannen 2026 im Überblick

Typ Preisspanne Für wen
Baukasten selbst (Wix, Jimdo)0–40 €/Mon.Selbermacher, Minimal-Budget
One-Pager (professionell)800–2.500 €Handwerker, Selbständige
Multi-Page mit CMS1.900–6.000 €KMU mit Blog/News
Online-Shop (klein)3.000–12.000 €Bis ~500 Produkte
Web-Anwendung (individuell)ab 5.000 €Buchung, Portal, Tool

Diese Zahlen gelten für den deutschen Markt 2026, für freiberufliche Entwickler und kleine Agenturen. Große Agenturen mit Account-Managern und mehrköpfigen Teams liegen oft beim 2–4-fachen — was für einen Handwerksbetrieb selten gerechtfertigt ist.

Die 5 Faktoren, die den Preis treiben

1. Seitenanzahl und Umfang

Eine Seite (One-Pager) ist deutlich günstiger als 15 Unterseiten. Jede Seite braucht Layout, Content-Integration, mobile Anpassung, interne Verlinkung. Faustregel: die ersten 5 Seiten sind der Hauptaufwand, danach wird jede zusätzliche günstiger.

2. Individualität des Designs

Ein fertiges Template anpassen (Logo, Farben, Texte) ist Stunden-Arbeit. Ein individuelles Design von Grund auf entwerfen ist Tage-Arbeit. Für die meisten kleinen Betriebe reicht ein gut angepasstes Template völlig — das spart 40–60 % der Kosten gegenüber Custom-Design.

3. Funktionen

Ein Kontaktformular ist Standard. Ein Buchungssystem mit Kalender-Synchronisation, Zahlungsabwicklung und E-Mail-Bestätigungen ist eine kleine Software — und kostet entsprechend. Fragen Sie sich ehrlich: brauche ich die Funktion wirklich, oder ist ein „Rufen Sie an"-Button genug? Oft ist weniger mehr.

4. Wer liefert den Content?

Das ist der am meisten unterschätzte Kostentreiber. Wenn Sie fertige Texte und Bilder liefern, spart das dem Entwickler viele Stunden. Wenn er Texte schreiben, Fotos organisieren oder Stockbilder kuratieren muss, steigt der Preis deutlich. Gute Fotos vom eigenen Betrieb (Handy reicht oft) sparen bares Geld — und wirken authentischer als Stockfotos.

5. Technologie

WordPress ist schnell aufgesetzt, aber teuer im Betrieb (Updates, Sicherheit). Statisch gebaute Sites (Astro, Hugo) sind etwas aufwändiger im Bau, aber praktisch kostenlos im Betrieb. Wir bauen bewusst kein WordPress mehr — die Gründe dazu im verlinkten Artikel.

Die versteckten Kosten, über die niemand spricht

  • Domain: 10–20 €/Jahr. Klein, aber muss auf Ihren Namen laufen — nicht auf den des Anbieters.
  • Hosting: 5–15 €/Monat für kleine Sites. Bei „kostenlosem Hosting" ist meist Werbung oder eine Falle dabei.
  • SSL-Zertifikat: heute kostenlos (Let's Encrypt). Wenn Ihnen jemand 50 €/Jahr dafür berechnet — Warnsignal.
  • Wartung: bei WordPress unvermeidbar (50–120 €/Monat), bei statischen Sites minimal.
  • Änderungen später: Fragen Sie VORHER was eine kleine Textänderung kostet. Manche Anbieter verlangen 80 € für das Ändern einer Telefonnummer.
  • DSGVO-Nachrüstung: Cookiebot-Lizenz (ab ~10 €/Monat bei viel Traffic), Datenschutzerklärung. Sollte im Angebot enthalten sein.

Woran Sie unseriöse Angebote erkennen

Der Website-Markt ist voll von fragwürdigen Modellen. Diese Warnsignale sollten Sie stutzig machen:

  • „Nur 49 €/Monat" ohne Eigentumsübergang. Sie zahlen ewig und besitzen am Ende nichts. Bei 48 Monaten Laufzeit sind das 2.352 € — für eine Site die Ihnen nie gehört.
  • Domain läuft auf den Anbieter. Damit sind Sie erpressbar. Die Domain muss auf Ihren Namen registriert sein.
  • Keine Angabe der Technologie. Ein seriöser Anbieter sagt Ihnen ob WordPress, Baukasten oder Custom.
  • Kein Festpreis, nur „ab". Bestehen Sie auf einem konkreten Angebot mit Leistungsumfang.
  • 24–48 Monate Mindestlaufzeit. Warum sollten Sie so lange gebunden sein? Gute Anbieter brauchen keine Knebelverträge.
  • Kein Impressum, keine Referenzen. Grundvertrauen fehlt.

Baukasten vs. Profi — wann lohnt sich was?

Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) lohnt sich, wenn: Sie technisch fit sind, Zeit haben es selbst zu machen, mit Standard-Design zufrieden sind, und die laufenden 10–40 €/Monat akzeptieren. Nachteil: SEO-Grenzen, Vendor-Lock-in (Sie können die Site nicht mitnehmen), und bei Wachstum stoßen Sie an Grenzen.

Professionelle Entwicklung lohnt sich, wenn: die Website geschäftskritisch ist (Kunden finden Sie darüber), Sie individuelle Anforderungen haben, SEO wichtig ist, oder Sie einfach keine Zeit für Bastelei haben. Einmalige höhere Investition, dafür minimale laufende Kosten und volle Kontrolle.

Meine Empfehlung: mit dem Zweck anfangen, nicht mit dem Budget

Bevor Sie über Preise reden, klären Sie: Was soll die Website leisten? Nur „online präsent sein" (dann reicht ein günstiger One-Pager)? Neukunden gewinnen (dann ist SEO-Qualität wichtig)? Termine/Buchungen abwickeln (dann brauchen Sie Funktionen)? Verkaufen (dann Shop)? Aus dem Zweck ergibt sich der nötige Umfang — und daraus der faire Preis.

Ein häufiger Fehler: zu viel bauen. Ich habe Kunden von einem 6.000-€-Projekt auf einen 1.200-€-One-Pager „heruntergeredet", weil sie schlicht nicht mehr brauchten. Ein guter Anbieter verkauft Ihnen nicht das Teuerste, sondern das Passende.

Unser Angebot — transparent und ohne Knebelvertrag

Wir bauen Firmen-Websites mit Festpreisen: One-Pager ab 890 €, Multi-Page mit CMS ab 1.990 €, individuelle Web-Anwendungen ab 4.900 €. Alles inkl. MwSt, alle Dateien gehören Ihnen, Domain auf Ihren Namen, kein Abo-Zwang. Details, Pakete und Prozess auf der Website-Entwicklung-Seite.

Unverbindliches Erstgespräch (kostenlos): 0171 2119261 oder [email protected]. Wir schauen uns Ihren Bedarf an und Sie bekommen einen ehrlichen Preis — bundesweit umsetzbar per Video-Call.

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