Die kurze Antwort
Inhalt wählen (URL, WLAN, vCard, E-Mail, Telefon oder SMS), Felder ausfüllen, Vorschau prüfen, als PNG oder SVG herunterladen. Alles passiert im Browser – der Inhalt verlässt Ihr Gerät nicht. Beide Dateien enthalten dasselbe Pixelbild; die SVG-Datei ist nur ein Rahmen darum und keine Vektorzeichnung. Wenn sich das Ziel später ändern soll, stattdessen einen Live-QR-Code anlegen.
Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Installation
Es gibt hier kein Konto, kein Anmeldeformular und keine Testphase, die irgendwann ausläuft. Seite öffnen, Inhalt eintippen, Code herunterladen – das ist der ganze Vorgang. Auch das Dateiformat ist nicht an eine Registrierung geknüpft: PNG und SVG stehen beide sofort zur Verfügung, ohne Wasserzeichen und ohne Zusatz auf dem Code.
Das ist kein Selbstverständnis der Branche. Bei mehreren bekannten Generatoren ist die Eingabe frei, der Download in Druckqualität aber an ein Konto gebunden, und die erzeugten Codes leiten über einen fremden Server, der eines Tages abgeschaltet oder kostenpflichtig werden kann. Deshalb im Klartext, was hier gilt:
- Statische QR-Codes und Barcodes: unbegrenzt viele, ohne Anmeldung. Sie entstehen im Browser; die Eingabe verlässt das Gerät nicht.
- Live-QR-Codes (Ziel später änderbar): ebenfalls kostenlos, ohne Konto. Statt eines Passworts bekommen Sie einen geheimen Edit-Token – wer ihn hat, ändert das Ziel, sonst niemand.
- Kommerzielle Nutzung: erlaubt, ohne Nachfrage und ohne Lizenzhinweis auf dem Material.
- Installation: keine. Der Generator läuft im Browser, auf dem Rechner genauso wie auf dem Handy.
Der einzige Punkt, an dem später etwas hinzukommt: Live-QR-Codes lassen sich auf höchstens 30 pro Stunde anlegen. Für eine Plakatserie reicht das; wer mehr braucht, verteilt es auf zwei Durchgänge.
Was in einem QR-Code stehen kann
Ein QR-Code speichert nur Text. Ob ein Smartphone daraus eine Website, einen WLAN-Zugang oder einen Kontakt macht, hängt vom Aufbau dieses Textes ab. Der Generator erzeugt die passenden Formate automatisch; zum Verständnis die gängigen Muster:
| Inhalt | Kodierter Text | Beim Scan |
|---|---|---|
| Website | https://www.beispiel.de/seite | Browser öffnet die Adresse |
| WLAN | WIFI:T:WPA;S:Netzname;P:Passwort;; | Telefon verbindet sich mit dem Netz |
| Kontakt | BEGIN:VCARD … END:VCARD (vCard 3.0) | „Kontakt hinzufügen“ mit Name, Telefon, E-Mail, Adresse |
mailto:info@beispiel.de?subject=Anfrage | Mail-App mit vorausgefülltem Empfänger | |
| Telefon | tel:+495110000000 | Wählbildschirm mit der Nummer |
| SMS | SMSTO:+491700000000:Text | SMS-App mit Nummer und Text |
Je länger der Text, desto dichter das Muster und desto größer muss der Code gedruckt werden. Eine vCard mit Adresse hat schnell 200 Zeichen; eine kurze URL kommt mit 30 aus. Deshalb: Links kürzen, in vCards nur das Nötige eintragen, und bei viel Inhalt lieber die Fehlerkorrektur auf M lassen statt H.
QR-Code, Code-128, EAN-13 – wann welcher Barcode?
QR-Code ist heute der Standard für Smartphone-Scans: hält viel Daten (URL, vCard, WiFi-Zugang) und ist fehlertolerant – funktioniert noch bei 30 % Beschädigung. Code-128 wird in Logistik und Versand eingesetzt (DHL-Paketlabel etc.). EAN-13 ist der Strichcode auf Produkten im Einzelhandel. Data Matrix sieht aus wie ein QR, hält aber Daten auf kleinerer Fläche – Standard für Elektronik-Komponenten.
Barcode erstellen: welcher Typ, und was er voraussetzt
Ein Barcode ist anders als ein QR-Code nicht frei befüllbar. Jeder Typ hat einen festen Zeichenvorrat und teilweise eine feste Länge – wer das übersieht, erzeugt einen Code, den die Kasse oder der Handscanner nicht annimmt.
| Typ | Zeichen | Länge | Typischer Einsatz | Registrierung nötig? |
|---|---|---|---|---|
| Code 128 | Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen | frei | Versand, Logistik, interne Etiketten | nein |
| Code 39 | Ziffern, Großbuchstaben, wenige Sonderzeichen | frei | Inventar, Werkstatt, ältere Scanner | nein |
| EAN-13 | nur Ziffern | genau 13 (12 + Prüfziffer) | Produkte im Einzelhandel | ja, Nummer von GS1 |
| EAN-8 | nur Ziffern | genau 8 | kleine Verpackungen | ja, Nummer von GS1 |
Für alles, was im eigenen Haus bleibt – Regalplätze, Werkzeugkisten, Ordner, Ersatzteile – ist Code 128 die unkomplizierteste Wahl: beliebige Zeichen, beliebige Länge, keine Anmeldung irgendwo. Nur wenn ältere Handscanner im Einsatz sind, ist Code 39 die sicherere Bank, dafür mit Großbuchstaben und kürzeren Inhalten.
EAN-13 ist der einzige Fall mit einer Hürde davor. Der Strichcode auf einem Produkt im Handel ist keine frei gewählte Zahl, sondern eine Artikelnummer, die aus einem dem Unternehmen zugeteilten Nummernkreis stammt. Diese Nummernkreise vergibt GS1; ohne eigene Nummer erzeugt der Generator zwar ein gültig aussehendes Bild, die Nummer gehört aber jemand anderem oder niemandem. Für Testdrucke, Muster und interne Zwecke ist das egal – für ein Produkt, das durch eine fremde Kasse läuft, nicht.
Die letzte Ziffer eines EAN-13 ist keine Information, sondern eine Kontrolle: Sie wird aus den zwölf Ziffern davor berechnet und fällt beim Scannen sofort auf, wenn eine Ziffer verrutscht ist. Der Generator berechnet sie automatisch, wenn Sie nur die ersten zwölf Ziffern eingeben. Eine 13-stellige Nummer, deren letzte Ziffer nicht passt, nimmt er nicht an.
Typische Anwendungsfälle
WLAN-Aufkleber fürs Café oder die Ferienwohnung: QR-Code mit WPA-Passwort, Gast scannt und ist verbunden. Visitenkarte: vCard als QR auf der Rückseite – Kontakt landet sofort im Telefonbuch. Restaurant-Speisekarte: QR auf dem Tisch, Gast scannt → PDF-Karte. Eventticket: Code-128 zum Scannen am Einlass. Inventur: EAN-13 oder Code-39 auf Inventar-Aufklebern.
Tipps für robuste Codes
Mindestgröße bei QR-Codes: 2×2 cm bei nahem Scan, 5×5 cm bei Plakaten. Fehlerkorrektur-Level H (30 %) wählen, wenn der Code Wettereinflüssen ausgesetzt ist (Außenbereich). Kontrast wichtig: schwarz auf weiß ist optimal, bunte Codes nur mit hoher Sättigung. Vor Druck mit Smartphone testen – manche Generatoren liefern Codes, die unter ungünstigen Bedingungen schlecht erkannt werden.
Wenn der Code nicht gelesen wird
- Zu klein oder zu wenig Rand: Mindestens 2 × 2 cm plus vier Module heller Rand ringsum (Ruhezone). Der Größenrechner liefert den Wert für den jeweiligen Scanabstand.
- Invertiert oder zu wenig Kontrast: Dunkle Module auf hellem Grund. Weiß auf Schwarz lesen viele Kamera-Apps nicht.
- WLAN-Code funktioniert nicht: Sonderzeichen wie
;,:oder\im Passwort müssen maskiert werden – der Generator erledigt das; bei manuell getippten Codes ist das der häufigste Fehler. Bei versteckten Netzen das Häkchen „versteckt“ setzen. - vCard landet als Text im Browser: Ältere Android-Scanner zeigen vCards nur an. Mit der Kamera-App (iOS ab 11, Android ab 9) erscheint „Kontakt hinzufügen“.
- Gedruckter Code hat Artefakte: PNG hochskaliert? Für Druck immer die SVG-Version verwenden, die bleibt in jeder Größe scharf.
QR-Code scannen: eine App braucht heute fast niemand mehr
Die häufigste Rückfrage nach dem Druck kommt nicht vom Ersteller, sondern von den Leuten davor: Womit scanne ich das? Auf aktuellen Geräten genügt die eingebaute Kamera.
- iPhone und iPad: Kamera-App öffnen, auf den Code halten, oben erscheint eine Benachrichtigung zum Antippen. Das funktioniert seit iOS 11 ohne Zusatz-App. Alternativ der Code-Scanner im Kontrollzentrum.
- Android: Auf den meisten Geräten der letzten Jahre erkennt die Kamera-App QR-Codes direkt, teils muss die Funktion in den Kameraeinstellungen einmalig aktiviert werden. Wo das fehlt, übernimmt Google Lens, das auf vielen Geräten vorinstalliert ist.
- Notebook mit Webcam: Die Kamera-App von Windows liest QR-Codes; am Rechner ist es meist schneller, die Adresse abzutippen.
Praktisch heißt das für den Druck: Eine Zeile Klartext neben dem Code spart mehr Scans als jede Gestaltung. „Mit der Handy-Kamera scannen“ nimmt den Leuten die Unsicherheit, ob sie erst etwas installieren müssen. Und wer einen Code an ältere Zielgruppen richtet, druckt die Adresse zusätzlich aus – lesbar bleibt sie auch ohne Kamera.