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PDF-Metadaten anzeigen und entfernen

Zeigt, welche versteckten Angaben ein PDF trägt (Autor, Firma, Erstellprogramm, Datumsangaben, XMP-Blöcke, Dateianhänge und alte Speicherstände), und speichert eine bereinigte Kopie, im Browser, ohne Upload, kostenlos. Das Werkzeug schreibt die Datei dafür komplett neu, statt nur die Eigenschaften zu leeren: Frühere Fassungen, die ein PDF-Programm beim Zwischenspeichern hinten angehängt hat, fallen mit heraus. Am Ende sucht es die neue Datei Byte für Byte nach den gefundenen Namen ab und zeigt die Trefferzahl.

Von · · · Datenquelle: ISO 32000-1:2008 (Adobe-Ausgabe), Abschnitte 7.5.6, 7.9.4 und 14.3; XMP nach ISO 16684-1 · Methodik

1. PDF laden und Metadaten ansehen

2. Metadaten entfernen

Hinweis

Das Werkzeug läuft in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen und Ihre Dateien bleiben auf Ihrem Gerät. Öffnen Sie das Ergebnis, bevor Sie es weitergeben, und prüfen Sie, ob alles Nötige drin ist und nichts mehr, was raus sollte. Behalten Sie das Original, bis Sie das wissen. Für Verluste an Qualität oder Inhalt übernehmen wir keine Gewähr; die technische Grundlage nennt die Seite, Stand siehe „Zuletzt geprüft“.

Was in einer PDF neben dem sichtbaren Text steht

Eine PDF-Datei trägt zwei Sorten von Beschreibungen mit sich. Die erste ist das Info-Dictionary am Dateiende. Die Norm ISO 32000-1 sieht dafür neun Einträge vor (Tabelle 317): Titel, Autor, Thema, Stichwörter, das Programm, in dem das Dokument entstand (Creator), das Programm, das daraus die PDF gemacht hat (Producer), Erstell- und Änderungsdatum sowie eine Angabe zur Druckvorstufe. Programme dürfen eigene Einträge ergänzen. Word und andere Büroprogramme übernehmen dabei, was in den Dateieigenschaften steht, oft den Namen aus dem Benutzerkonto und manchmal den Firmennamen.

Die zweite Sorte sind XMP-Blöcke, ein XML-Format nach ISO 16684-1. Laut Abschnitt 14.3.2 der PDF-Norm darf jedes Objekt in der Datei einen solchen Block tragen: das Dokument als Ganzes, jede Seite, jedes Bild und jede eingebettete Grafik. Darin steht oft mehr als im Info-Dictionary, etwa eine Dokumentkennung, die alle Fassungen eines Dokuments verbindet, oder ein Bearbeitungsverlauf mit Datum und Uhrzeit jeder Speicherung. Wer eine Grafik aus einer anderen Datei einfügt, schleppt deren XMP-Block mit, samt Namen des Grafikers.

Ein Beispiel aus den Testdateien dieser Seite: Ein zweiseitiges Angebot zeigt im Info-Dictionary „Erika Mustermann“ als Autor, „Muster GmbH“ als Firma und „Microsoft Word für Microsoft 365“ als Programm. Dazu kommen vier XMP-Blöcke (Dokument, Seite 1, ein Bild, eine eingebettete Grafik) und ein Block mit Zusatzdaten des Grafikprogramms (PieceInfo). Nichts davon sieht man beim Lesen. Jedes PDF-Programm zeigt es unter „Dokumenteigenschaften“ an.

Alte Fassungen in derselben Datei

Viele PDF-Programme speichern Änderungen, indem sie sie hinten an die Datei anhängen. Die Norm nennt das inkrementelles Update (Abschnitt 7.5.6) und schreibt ausdrücklich vor, dass gelöschte Objekte unverändert in der Datei bleiben und nur als gelöscht markiert werden. Jeder Nachtrag endet mit einer eigenen Endmarke %%EOF. Wer im Acrobat Reader ein Formular ausfüllt und speichert oder in einem Programm nur den Autor ändert, bekommt deshalb oft eine Datei, in der die alte Fassung vollständig weiter steckt. Ein Texteditor zeigt sie.

In der Testdatei mit zwei Speicherständen steht vorne „Max Altmann“ als Autor und „Entwurf intern“ als Titel, hinten im Nachtrag „Erika Neumann“ und „Angebot“. Ein PDF-Programm zeigt nur die hinteren Werte. Das Werkzeug zählt die Endmarken, liest die alten Werte aus den Rohdaten und listet sie unter „Frühere Speicherstände“ auf. Diese Anzeige hat eine Grenze: Steht eine alte Fassung in einem komprimierten Objektstrom (üblich ab PDF 1.5), zeigt die Liste sie nicht an. Entfernt wird sie beim Bereinigen trotzdem, weil die neue Datei nur aus den aktuellen Objekten entsteht. Eine Ausnahme sind linearisierte Dateien („schnelle Webansicht“): Sie haben schon beim ersten Speichern zwei Endmarken. Das Werkzeug erkennt das am Kennzeichen /Linearized im Dateikopf und zählt sie als einen Stand.

So entsteht die bereinigte Kopie

Das Werkzeug liest die PDF mit der Bibliothek pdf-lib 1.17.1 in den Arbeitsspeicher und verändert dort Folgendes: Das Info-Dictionary fällt weg (auf Wunsch bleibt nur der Titel). Jeder Eintrag /Metadata wird an jedem Objekt gelöscht, also auch an Seiten, Bildern und Grafiken, ebenso /PieceInfo. Dateianhänge, JavaScript im Dokument und Autornamen an Kommentaren werden entfernt, solange die Häkchen gesetzt sind. Ebenso fallen die Info-Angaben an Artikeln (Threads) und der Programmname an Ebenen weg. Die Dokument-ID im Dateiende wird durch einen neuen Zufallswert ersetzt.

Danach geht es vom Dokumentkatalog aus durch alle Verweise. Was dabei nicht erreicht wird, kommt nicht in die neue Datei: alte Fassungen von Objekten, gelöschte Objekte, abgehängte XMP-Blöcke und interne Verwaltungsdaten. Die neue Datei hat genau eine Querverweistabelle und genau ein %%EOF. Objektströme schreibt das Werkzeug bewusst nicht, damit alle Verwaltungsdaten unkomprimiert stehen und die anschließende Byte-Suche sie auch erfasst. Die Datei wird dadurch manchmal ein paar Kilobyte größer. Seiteninhalte, Schriften und Bilder werden Byte für Byte übernommen und nicht neu komprimiert.

Zum Schluss sucht das Werkzeug in der neuen Datei nach allen Namen und Programmangaben, die es vorher gefunden hat, in drei Schreibweisen (Latin-1, UTF-8, UTF-16) und jeweils auch als Hexadezimaltext. Steht dort 0 Treffer, kommt der Wert in den unkomprimierten Teilen der Datei nicht mehr vor. Getestet ist das an acht Testdateien mit 73 Einzelprüfungen. Das unabhängige Prüfprogramm pikepdf findet in allen bereinigten Dateien weder ein Info-Dictionary noch einen XMP-Block, und der mit pypdf ausgelesene Seitentext ist mit dem Original identisch.

Was in der Datei bleibt

BestandteilNach dem Bereinigen
Sichtbarer Text, Kopfzeilen, Briefkopfbleibt unverändert, auch ein Name im Text
EXIF-Daten in eingebetteten Fotosbleiben, weil sie in den Bilddaten selbst stecken
Formularfelder und ihre Namenbleiben, damit das Formular funktioniert; die Namen werden angezeigt
Digitale Signaturbleibt als Feld, ist danach aber ungültig; der Name des Unterzeichners bleibt
Dokument-ID im Dateiendewird neu vergeben; die alte ist meist ein Prüfwert, der die Kopie mit dem Original verbinden würde (ISO 32000-1, 14.4)
JavaScript an einzelnen Feldern oder Linksbleibt; die Seite zählt diese Stellen
Dateinameneu: „…-bereinigt.pdf“; benennen Sie die Datei bei Bedarf um

Fotos in einer PDF tragen oft eigene EXIF-Daten mit Kamera und manchmal GPS-Standort. Diese stecken in den komprimierten Bilddaten. Das Werkzeug fasst die Bilder nicht an, damit keine Qualität verloren geht. Wer ein Foto aus einer PDF weitergeben will, holt es mit Bilder aus PDF extrahieren heraus und prüft es danach mit EXIF-Daten anzeigen und entfernen.

Verschlüsselte und signierte PDFs

Verschlüsselte Dateien lehnt das Werkzeug ab. Das gilt auch für PDFs, die sich ohne Passwort öffnen lassen, aber Drucken oder Kopieren sperren; auch sie sind technisch verschlüsselt. Kennen Sie das Passwort, entfernen Sie es zuerst mit PDF-Passwort entfernen, ebenfalls im Browser ohne Upload, und laden Sie die entsperrte Datei hier.

Bei einer digital signierten PDF warnt das Werkzeug vor dem Bereinigen. Eine Signatur sichert die Datei Byte für Byte; jede Änderung macht sie ungültig, und ein vollständiges Neuschreiben erst recht. Den Namen des Unterzeichners zeigt die Seite an, und die Byte-Suche meldet ihn als Treffer. Signierte Verträge oder Bescheide geben Sie deshalb im Original weiter.

Metadaten schon in Word oder Acrobat vermeiden

Am einfachsten ist es, die Angaben gar nicht erst in die PDF zu bringen. In Word unter Windows prüft „Datei › Informationen › Auf Probleme überprüfen › Dokument prüfen“ die Datei auf Dokumenteigenschaften und persönliche Angaben und entfernt sie. Wer danach als PDF exportiert, hat weniger in der Datei. Acrobat Pro bietet eine eigene Funktion zum Entfernen ausgeblendeter Informationen. Die Menüwege beschreiben den Stand vom 02.10.2026 (Microsoft 365, Windows 11); Microsoft und Adobe benennen Menüpunkte gelegentlich um. Prüfen lässt sich das Ergebnis in beiden Fällen hier: PDF laden und die Tabelle lesen.

Was die Seite mit Ihrer PDF macht

Nichts außerhalb Ihres Geräts. Der Browser liest die Datei, das Programm auf dieser Seite zerlegt sie und baut die neue Datei im Arbeitsspeicher. Nachgeladen wird nur die Bibliothek pdf-lib (513 KB) von dieser Domain, beim ersten Öffnen einer Datei. Im Netzwerkprotokoll des Browsers ist beim Laden und Bereinigen keine Anfrage zu sehen, die Dateiinhalt enthält. Gemeldet wird nur anonym, dass das Werkzeug benutzt wurde, ohne Dateiname und ohne Inhalt. Nach dem Schließen des Tabs ist nichts gespeichert. Ab etwa 50 MB kann ein Handy am Arbeitsspeicher scheitern; am Computer klappt es meist.

Häufige Fragen

Werden meine PDFs hochgeladen?

Nein. Die PDF wird in Ihrem Browser gelesen und bereinigt, die neue Datei entsteht ebenfalls dort. Es gibt keinen Upload und kein Nutzerkonto. Im Netzwerkprotokoll der Seite taucht beim Laden und Bereinigen keine Anfrage mit Dateiinhalt auf; gemeldet wird nur anonym, dass das Werkzeug benutzt wurde.

Wie kann ich PDF-Metadaten online auslesen?

PDF oben auswählen. Die Seite listet sofort das Info-Dictionary (Titel, Autor, Programm, Datumsangaben, eigene Einträge wie Firma), alle XMP-Blöcke mit Fundort, Dateianhänge, JavaScript, Formularfeldnamen, Kommentar-Autoren und frühere Speicherstände auf. Das kostet nichts und funktioniert ohne Anmeldung.

Wie entferne ich den Autor aus einer PDF?

PDF laden und „Bereinigte Kopie erstellen“ wählen. Der Autor verschwindet dabei aus dem Info-Dictionary, aus allen XMP-Blöcken und aus früheren Speicherständen, an Kommentaren ebenfalls, solange das Häkchen gesetzt ist. Die Byte-Suche am Ende zeigt, ob der Name noch irgendwo in den unkomprimierten Teilen der Datei steht.

Kann ich Metadaten ändern, etwa das Erstelldatum?

Nein. Das Werkzeug entfernt Angaben, es schreibt keine neuen hinein. Behalten lässt sich nur der Titel. Ein neues Datum oder einen anderen Autor setzen Sie im Programm, mit dem Sie die PDF erstellen, und prüfen das Ergebnis danach hier.

Bleibt eine digitale Signatur gültig?

Nein. Eine Signatur sichert die Datei Byte für Byte, und das Werkzeug schreibt die Datei vollständig neu. Die Seite warnt deshalb, sobald sie eine Signatur findet. Signierte Dokumente geben Sie im Original weiter.

Warum stehen alte Angaben noch in meiner PDF?

Viele Programme hängen Änderungen hinten an die Datei an, statt sie neu zu schreiben (inkrementelles Speichern, ISO 32000-1 Abschnitt 7.5.6). Der alte Autor oder Titel steht dann weiter im vorderen Teil. Das Werkzeug zeigt diese Werte unter „Frühere Speicherstände“ und lässt sie beim Neuschreiben weg; die neue Datei hat nur noch eine Endmarke %%EOF.

Das Werkzeug entfernt Metadaten aus der Dateistruktur, nicht aus dem sichtbaren Inhalt. Namen im Text, in Kopfzeilen oder in Bildern bleiben stehen, ebenso EXIF-Daten in eingebetteten Fotos. Die Byte-Suche erfasst die unkomprimierten Teile der Datei; komprimierte Seiteninhalte durchsucht sie nicht. Prüfen Sie die bereinigte Datei vor dem Versand. Stand der Formatangaben: 02.10.2026 (ISO 32000-1:2008, pdf-lib 1.17.1).