Handwerker-Stundensätze 2026 nach Gewerk
Stundensätze lassen sich nur innerhalb des gleichen Gewerks sinnvoll vergleichen. Typische Spannen für den Verrechnungssatz eines Gesellen/Monteurs, brutto inkl. MwSt. (2026):
| Gewerk | Stundensatz (brutto) |
|---|---|
| Elektriker | ~75 – 95 €/h |
| Heizung / Sanitär (SHK) | ~65 – 95 €/h |
| Maler / Lackierer | ~55 – 80 €/h |
| Fliesenleger | ~50 – 70 €/h |
| Dachdecker | ~65 – 90 €/h |
| Zimmerer | ~60 – 85 €/h |
| Schreiner / Tischler | ~55 – 85 €/h |
| Garten- / Landschaftsbau | ~45 – 65 €/h |
| KFZ-Werkstatt | ~90 – 180 €/h |
Die Spannen entstehen durch Region, Betriebsgröße und Qualifikation (Geselle vs. Meister). Süddeutschland und Ballungsräume liegen spürbar über dem ländlichen Osten. Genau deshalb ist der Abgleich mit echten Sätzen aus deiner Region so hilfreich.
Warum der Stundensatz so hoch wirkt
Der Satz ist nicht der Lohn. Vom Verrechnungssatz gehen Sozialabgaben, Urlaub, Fahrzeug, Werkzeug, Werkstattmiete, Versicherung und Verwaltung ab. Dem Handwerker bleibt nur ein Bruchteil.
Anfahrt & Kleinmaterial kommen oft extra dazu — frag vorab, was im Satz enthalten ist.
Zuschläge: Notdienst, Wochenende und Nacht können 50–150 % aufschlagen. Diese gehören nicht in den Vergleich des regulären Satzes.
So prüfst du, ob dein Satz fair ist
1. Gleiches Gewerk vergleichen. Ein KFZ-Meister kostet anders als ein Maler — nie quer vergleichen.
2. Brutto gegen brutto. Achte auf „zzgl. MwSt." (netto) vs. „inkl. MwSt." (brutto), sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
3. Region berücksichtigen. Der faire Satz in München ist ein anderer als in Sachsen.
4. Mit echten Sätzen abgleichen. Der kostenlose Stundensatz-Check zeigt dir in 30 Sekunden deine Position zum regionalen Marktschnitt.