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Stundenlohn-Rechner

Jahresgehalt ↔ Monatsgehalt ↔ Stundenlohn sofort umrechnen. Mit deutschen Feiertagen und Urlaubstagen.

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So wird gerechnet

365 Kalendertage − 104 Wochenendtage − Feiertage − Urlaubstage = effektive Arbeitstage. Arbeitstage × tägliche Arbeitszeit = Jahresarbeitsstunden. Jahresgehalt ÷ Jahresarbeitsstunden = Stundenlohn.

Feiertage nach Bundesland

Bayern: 13, BaWü: 12, NRW/Hessen/Saarland: 11, Berlin/Hamburg/Bremen: 9-10. Standard: 11 Tage.

Rechenbeispiel: 4.000 € brutto bei 40 Stunden

365 Tage − 104 Wochenendtage − 11 Feiertage − 30 Urlaubstage = 220 Arbeitstage. Bei 40 Wochenstunden sind das 8 Stunden am Tag, also 1.760 Jahresarbeitsstunden. 48.000 € ÷ 1.760 = 27,27 € brutto pro Stunde. Die verbreitete Faustformel „Monatsgehalt ÷ (Wochenstunden × 4,33)" liefert dagegen 23,09 € – sie ignoriert, dass Urlaub und Feiertage bezahlt werden, obwohl nicht gearbeitet wird. Für den Vergleich mit einem Minijob oder einem Freelancer-Satz ist der Wert je tatsächlich gearbeiteter Stunde der ehrlichere.

Warum die Wochenstunden mehr wiegen als das Gehalt

4.000 € bei 50 Wochenstunden ergeben 21,82 €/Stunde; 3.000 € bei 38 Stunden ergeben 21,53 €/Stunde – praktisch dasselbe, obwohl ein Drittel Gehaltsunterschied dazwischenliegt. Wer eine 50-Stunden-Stelle mit „mehr Geld" annimmt, verkauft oft schlicht mehr Zeit zum gleichen Preis. Auch 10 Urlaubstage mehr sind bares Geld: Bei 50.000 € Jahresgehalt steigt der Stundenlohn von 27,17 € (20 Tage) auf 28,41 € (30 Tage).

Vom Stundenlohn zum Netto

Der Rechner arbeitet brutto. Was davon übrig bleibt, hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und Krankenkasse ab – als Größenordnung bleiben in Steuerklasse I bei 4.000 € brutto rund 2.600 € netto, also etwa 65 %. Den genauen Wert liefert der Brutto-Netto-Ratgeber 2026. Wer als Selbständiger den umgekehrten Weg geht und aus dem Wunsch-Netto einen Stundensatz ableiten will, findet die Rechnung beim Handwerker-Stundensatz: Dort kommen Sozialversicherung, unproduktive Zeiten und Betriebskosten obendrauf.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 2026 13,90 € brutto pro Stunde; zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 €. Für Minijobs ergibt sich daraus 2026 eine Verdienstgrenze von 603 € im Monat.

Was ist ein guter Stundenlohn?

Der Median in Deutschland liegt bei rund 22 € brutto pro Stunde. Ab etwa 30 € gehört man zum oberen Viertel, ab 50 € zu den Gutverdienern.

Warum sind die Arbeitstage wichtig?

Weil Urlaub und Feiertage bezahlt werden, aber keine Arbeitsstunden erzeugen. 30 statt 20 Urlaubstage machen bei 50.000 € Jahresgehalt und 40 Wochenstunden den Unterschied zwischen 28,41 € und 27,17 € pro Stunde.

Wie rechne ich vom Stundenlohn zurück aufs Monatsgehalt?

Stundenlohn × Wochenstunden × 52 ÷ 12. Bei 20 € und 40 Stunden: 20 × 40 × 52 ÷ 12 = 3.466,67 € brutto im Monat.

Zählen Überstunden im Stundenlohn mit?

Nur wenn sie bezahlt werden. Unbezahlte Überstunden senken den tatsächlichen Stundenlohn: 4.000 € bei vertraglich 40, faktisch 45 Wochenstunden sind statt 27,27 € nur noch 24,24 € je gearbeiteter Stunde.

Brutto-Berechnung. Netto-Werte hängen von Steuerklasse und Abzügen ab.

Stundenlohn als Vergleichsmaß

Der Brutto-Stundenlohn ist die ehrlichste Kennzahl, um Job-Angebote zu vergleichen. Ein 4.000 €-Monatsbrutto klingt erstmal nach mehr als 22 €/Stunde – aber 4.000 € bei 50-Stunden-Woche sind nur ~18 €/Stunde, also weniger als ein 3.000 €-Job mit 38-Stunden-Woche (~19 €/Stunde). Auch für Überstundenvergütung ist der Stundenlohn die Basis.

Typische Anwendungsfälle

Job-Vergleich: zwei Angebote gegeneinander stellen – nicht das Monatsbrutto, sondern Stundenlohn. Überstunden-Berechnung: für Mehrarbeit wird oft 25-50 % Aufschlag auf den Stundenlohn vereinbart. Tarifverträge prüfen: vom Stundenlohn lassen sich Mindestlöhne in Branchen-Tarifverträgen ableiten. Selbständige Stundensätze: was muss ein Solo-Selbständiger mindestens verlangen, um aufs gleiche Netto wie ein Angestellter zu kommen? Faustregel: Angestellten-Stundenlohn × 2.0.

Was im Stundenlohn nicht abgebildet ist

Urlaubs- und Krankheitstage sind im Vollzeit-Brutto enthalten – aber Selbständige tragen das selbst. 13./14. Monatsgehalt: aufs Jahr gerechnet ergibt das einen höheren Effektiv-Stundenlohn. Sachbezüge (Dienstwagen, Tankkarte, Essenszuschuss) sind oft 100-300 €/Monat wert – gehen in keinen Stundenlohn ein. Pensionszusagen: Bei Beamten und manchen Konzern-Verträgen ist die Altersvorsorge ein massiver geldwerter Vorteil.