Was ist der BMI?
Der Body-Mass-Index setzt Gewicht zur Körpergröße ins Verhältnis: BMI = Gewicht (kg) ÷ Größe (m)². Er ist ein grober Indikator, kein medizinisches Diagnose-Werkzeug.
So rechnet der BMI-Rechner
Der Rechner nimmt Ihre Körpergröße in Zentimetern, wandelt sie in Meter um, quadriert den Wert und teilt das Gewicht in Kilogramm dadurch. Das Ergebnis wird auf eine Nachkommastelle gerundet. Zusätzlich zeigt er den Gewichtsbereich, der bei Ihrer Größe als Normalgewicht gilt: Dafür werden die Grenzwerte 18,5 und 25 mit dem Quadrat der Körpergröße multipliziert. Alle Berechnungen laufen vollständig in Ihrem Browser; Größe, Gewicht und Alter werden nicht an einen Server übertragen.
Beispiel 1: 178 cm und 75 kg. Die Größe im Quadrat ist 1,78 × 1,78 = 3,17 m². 75 ÷ 3,17 = 23,7, also Normalgewicht. Der Normalbereich bei 178 cm liegt zwischen 18,5 × 3,17 = 59 kg und 25 × 3,17 = 79 kg.
Beispiel 2: 165 cm und 58 kg. 1,65² = 2,72 m². 58 ÷ 2,72 = 21,3, Normalgewicht mit deutlichem Abstand zu beiden Grenzen.
Beispiel 3: 190 cm und 100 kg. 1,90² = 3,61 m². 100 ÷ 3,61 = 27,7, rechnerisch Übergewicht. Wer wissen will, wie viel bis zur Grenze fehlt: Ein BMI von 25 entspricht bei 190 cm genau 25 × 3,61 = 90,3 kg, also rund 10 kg weniger. Ob diese 10 kg Fett oder Muskulatur sind, kann die Formel nicht unterscheiden.
Einstufung nach WHO
Der Rechner ordnet den Wert in sechs Klassen ein: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis 24,9 Normalgewicht, 25 bis 29,9 Übergewicht (Präadipositas), 30 bis 34,9 Adipositas Grad I, 35 bis 39,9 Adipositas Grad II und ab 40 Adipositas Grad III. Diese Grenzen gelten für Erwachsene unabhängig vom Geschlecht.
Ab 65 Jahren verschiebt der Rechner die Bewertung nach oben: Normalgewicht wird dann als 22 bis 26,9 gezählt, Untergewicht beginnt bereits unter 22. Hintergrund ist, dass im höheren Alter ein leicht höheres Gewicht als Reserve bei Krankheiten gilt und leichtes Untergewicht ein größeres Risiko darstellt als leichtes Übergewicht. Der angezeigte Normalgewicht-Bereich passt sich entsprechend an, im Beispiel mit 178 cm auf 70 bis 86 kg.
Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind diese festen Grenzen nicht geeignet. Dort wird der BMI mit alters- und geschlechtsspezifischen Perzentilkurven verglichen, weil sich das Verhältnis von Gewicht zu Größe im Wachstum ständig verändert. Nutzen Sie dafür die Kurven im Vorsorgeheft oder die Bewertung beim Kinderarzt.
Grenzen des BMI
Sehr muskulöse Menschen haben oft einen hohen BMI, ohne übergewichtig zu sein. Bei sehr großen oder kleinen Menschen verzerrt der BMI ebenfalls. Hüftumfang und Körperfettanteil sagen mehr aus.
Der BMI reagiert außerdem stark auf Rundungen bei der Größe: Wer 172 statt 175 cm eingibt, erhält bei 75 kg einen BMI von 25,4 statt 24,5 und rutscht damit über die Grenze. Messen Sie die Größe ohne Schuhe und wiegen Sie sich morgens unter gleichen Bedingungen, wenn Sie den Wert über Wochen vergleichen wollen. Gewichtsangaben in Pfund oder Größen in Fuß und Zoll rechnen Sie vorher mit dem Einheiten-Umrechner um; die prozentuale Gewichtsveränderung zwischen zwei Messungen liefert der Prozent-Rechner.