Was ist eine IBAN?
Die IBAN (International Bank Account Number) ist die internationale Kontonummer für SEPA-Zahlungen. Deutsche IBANs haben 22 Stellen: Ländercode (DE), zwei Prüfziffern, 8-stellige BLZ und 10-stellige Kontonummer. Die Prüfung erfolgt über den MOD-97-Algorithmus (ISO 13616-1).
Der Rechenweg: was MOD-97 eigentlich macht
Klicken Sie im Ergebnis auf „Rechenweg anzeigen“, dann sehen Sie die Rechnung für genau die IBAN, die Sie eingegeben haben. Sie läuft in vier Schritten ab. Erst wandern die ersten vier Zeichen ans Ende, aus DE73250501800001234567 wird also 250501800001234567DE73. Dann werden die Buchstaben durch Zahlen ersetzt, A steht für 10 und Z für 35, aus D wird 13 und aus E wird 14. Übrig bleibt eine 24-stellige Zahl. Die wird durch 97 geteilt, und nur wenn dabei der Rest 1 herauskommt, passt die Prüfziffer.
Genau deshalb fallen Zahlendreher auf. Vertauschen Sie in der Bankleitzahl zwei Ziffern, kommt statt 1 zum Beispiel 26 heraus, und die IBAN wird abgelehnt. Was die Rechnung nicht leisten kann: Sie sagt nichts darüber, ob das Konto wirklich existiert.
Empfängerüberprüfung seit dem 09.10.2025
Seit dem 9. Oktober 2025 muss Ihre Bank vor jeder Euro-Überweisung im SEPA-Raum den eingetippten Empfängernamen mit dem Kontoinhaber vergleichen. Grundlage ist die EU-Verordnung 2024/886 über Echtzeitüberweisungen, der Abgleich heißt Empfängerüberprüfung oder Verification of Payee. Stimmt der Name nicht mit dem Konto überein, warnt das Online-Banking, bevor Sie freigeben; ausführen darf die Bank die Zahlung trotzdem, wenn Sie darauf bestehen.
Für Sie heißt das: Prüfziffer und Empfängername werden inzwischen an zwei verschiedenen Stellen kontrolliert. Der Prüfer hier findet den Tippfehler, bevor Sie die Überweisung überhaupt eingeben. Den Namensabgleich macht danach die Bank. Was beide nicht ersetzen, ist der Blick darauf, ob die Rechnung echt ist. Wie geänderte Bankverbindungen auf gefälschten Rechnungen auffallen, steht in IBAN-Betrug erkennen.
Kann ich prüfen, wem eine IBAN gehört?
Nein. Ein öffentliches Verzeichnis von Kontoinhabern gibt es nicht, und nach der DSGVO dürfte es das auch nicht geben: Wer eine solche Liste führt und veröffentlicht, verarbeitet personenbezogene Daten ohne Rechtsgrundlage. Wer Ihnen im Netz anbietet, den Namen zu einer IBAN zu nennen, kann das entweder nicht oder darf es nicht.
Was möglich ist, zeigt dieser Prüfer: Bank, BIC, Sitz der kontoführenden Stelle und die Kontoart hinter der Bankleitzahl. Das reicht für die Plausibilitätsfrage. Wenn eine Firma aus Hannover eine IBAN einer Bank in Malta angibt, heißt das nicht automatisch Betrug, ist aber einen Anruf wert. Den Namensabgleich selbst macht seit Oktober 2025 Ihre Bank.
Alte, fusionierte und gelöschte Bankleitzahlen
Sparkassen und Volksbanken fusionieren mehrmals im Jahr. Die Bundesbank führt die alte Bankleitzahl danach noch eine Weile weiter, markiert sie aber zur Löschung und trägt die Nachfolge-Bankleitzahl ein. Beides steht im Ergebnis: Taucht dort ein Hinweis auf eine Nachfolge-BLZ auf, funktioniert die IBAN meist noch, der Empfänger nutzt aber längst eine neue. Vor einem Dauerauftrag lohnt dann die Nachfrage. Im Bestand vom 07.09.2026 sind 75 Bankleitzahlen zur Löschung vorgemerkt, 34 davon mit hinterlegtem Nachfolger.
Der Zusatz „-alt-“ im Banknamen stammt ebenfalls aus der Bundesbank-Datei und meint dasselbe Thema: Das Institut ist in einem anderen aufgegangen, die Bankleitzahl lebt weiter. Feldinhalte geben wir dabei unverändert wieder, auch wenn ein Name auf den ersten Blick merkwürdig aussieht.
Unterstützte Länder und Datenstand
Prüfziffer und Länge prüfen wir für 48 Länder. Dazu gehören alle SEPA-Teilnehmer, seit dem 18.09.2026 auch die acht kleineren Länder, die vorher fehlten: Andorra, Albanien, Liechtenstein, Monaco, Montenegro, Nordmazedonien, San Marino und der Vatikan. Außerhalb des SEPA-Raums sind Marokko, Algerien, Mauritius und Brasilien hinterlegt. Die Längen stammen aus dem IBAN-Register nach ISO 13616.
Datenstand: Die Bankdaten stammen aus der Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank, gültig ab 07.09.2026 (3.507 bankleitzahlführende Institute). Die Bundesbank stellt viermal jährlich eine neue Ausgabe bereit, jeweils zum Montag nach dem ersten Samstag im März, Juni, September und Dezember. Die nächste gilt ab dem 07.12.2026. Quelle: Deutsche Bundesbank.
Bankname und BIC weisen wir bewusst nur für deutsche IBANs aus. Der Bankcode sitzt in jedem Land an einer anderen Stelle und hat eine andere Länge; ohne Verzeichnis für das jeweilige Land wäre jede Angabe geraten. Bei einer Zahlung ist eine falsche Bankangabe schlimmer als gar keine, deshalb sagen wir in dem Fall klar, dass wir es nicht wissen.
BIC finden: aus der IBAN ermitteln und prüfen
Den BIC müssen Sie nicht separat suchen. Prüfen Sie eine deutsche IBAN, steht er im Ergebnis direkt unter dem Banknamen in der Zeile „BIC/SWIFT“. Das Tool nimmt dafür die Bankleitzahl aus der IBAN und schlägt sie im Bundesbank-Verzeichnis nach. Fehlt zu einer Bank der BIC im Verzeichnis, zeigt es „nicht hinterlegt“ an. Der Generator liefert den BIC ebenfalls mit, wenn Sie Bankleitzahl und Kontonummer eingeben.
Wenn Sie die IBAN gar nicht haben, sondern nur den Namen der Bank, sind Sie im BIC-Finder besser aufgehoben: Dort können Sie den BIC über den Banknamen suchen, etwa nach „Sparkasse Hannover“. Wer noch alte Unterlagen mit Kontonummer und Bankleitzahl vor sich hat, kann im IBAN-Rechner Kontonummer und BLZ in eine IBAN umwandeln. Wie Sie den BIC Zeichen für Zeichen aus einer IBAN herauslesen und wann Sie ihn 2026 überhaupt noch brauchen, erklärt die Anleitung BIC aus IBAN ermitteln und prüfen.
Einen BIC, den Sie schon haben, prüfen Sie im Tab „BIC & Gläubiger-ID“. Dort sehen Sie, ob er nach ISO 9362 gültig aufgebaut ist, und bekommen ihn zerlegt in Institut, Land, Ort und Filiale (XXX steht für die Hauptstelle). Gehört er zu einer deutschen Bank, nennen wir zusätzlich Institut, Bankleitzahl und Sitz aus dem Bundesbank-Verzeichnis. Ob der Code tatsächlich vergeben ist, verrät der Aufbau allein nicht. Im SEPA-Raum reicht für eine Überweisung ohnehin die IBAN.