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Girocode erstellen: QR-Code für SEPA-Überweisungen

Dieser Generator erzeugt aus Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck einen Girocode (EPC-QR-Code nach Richtlinie EPC069-12), den Banking-Apps abfotografieren und als fertig ausgefüllte Überweisung übernehmen; er prüft dabei die IBAN nach MOD-97 und jede Grenze der Richtlinie, von 70 Zeichen im Namen bis 331 Byte im ganzen Code. Das Ergebnis laden Sie als PNG oder SVG herunter oder drucken es als Zahlungsblock neben den Bankdaten. Der Code entsteht in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nirgendwohin übertragen.

Von · · · Datenquelle: EPC069-12 v3.1 (European Payments Council)

Überweisungsdaten

Pflicht sind nur Empfänger und IBAN. Alles andere darf leer bleiben; dann trägt der Zahler es in seiner App selbst ein.

Verwendung

Ihr Girocode

Füllen Sie links mindestens Empfänger und IBAN aus. Hier erscheinen der Code, die Downloads und der Inhalt Zeile für Zeile. Nach dem ersten Erzeugen aktualisiert sich der Code bei jeder Änderung.

Was im Girocode steht

Ein Girocode ist ein gewöhnlicher QR-Code mit einem genormten Inhalt. Die Regeln dafür schreibt der European Payments Council in der Richtlinie EPC069-12 fest; „Girocode“ ist der Name, unter dem die deutsche Kreditwirtschaft den Code bekannt gemacht hat. International heißt er EPC-QR-Code. Im Code stehen bis zu zwölf Zeilen Text, jede mit einer festen Bedeutung und in fester Reihenfolge:

  1. BCD als Kennung, dann die Version 002 und der Zeichensatz 1 für UTF-8,
  2. SCT für SEPA Credit Transfer, also eine normale SEPA-Überweisung,
  3. die BIC (seit Version 002 für Konten im Europäischen Wirtschaftsraum freiwillig), der Name des Empfängers und seine IBAN,
  4. der Betrag im Format EUR49.9, ein optionaler Purpose Code, dann entweder eine strukturierte Referenz oder ein Verwendungszweck,
  5. zuletzt ein Hinweis an den Zahler, den die App anzeigt, aber nicht mitüberweist.

Leere Felder in der Mitte bleiben als leere Zeile stehen, damit die Zuordnung stimmt. Leere Felder am Ende entfallen ganz: Die Richtlinie verlangt, dass nach dem letzten befüllten Element kein Zeilenumbruch mehr folgt. Der Generator zeigt Ihnen unter „So ist der Code aufgebaut“ genau diese Zeilen, damit Sie sehen, was die Bank später liest.

So scannen Zahler den Code in der Banking-App

Der Zahler öffnet in seiner Banking-App das Überweisungsformular und wählt dort die Kamera- oder QR-Funktion. Die Apps der Sparkassen und der Volks- und Raiffeisenbanken lesen den Code, viele andere Banken bieten die Funktion ebenfalls an, meist als Kamera-Symbol oder unter „Scannen“. Die App füllt Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck aus. Freigeben muss der Zahler die Überweisung weiterhin selbst, mit TAN oder Freigabe in der App. Der Code löst also keine Zahlung aus, er erspart nur das Abtippen einer 22-stelligen IBAN.

Die normale Kamera-App eines Smartphones erkennt den Code zwar, zeigt aber nur den Text an. Einen Nutzen hat er erst in der Banking-App. Wer testen will, ob sein Code funktioniert, scannt ihn am besten selbst mit der eigenen Banking-App und bricht vor der Freigabe ab.

Die Grenzen: 331 Byte, 140 Zeichen, 999.999.999,99 Euro

Die Richtlinie begrenzt den gesamten Inhalt auf 331 Byte. Das entspricht QR-Version 13 mit Fehlerkorrektur M, einem Code aus 69 × 69 Modulen, der gedruckt noch sicher lesbar bleibt. Innerhalb dieser Summe gelten Grenzen je Feld: höchstens 70 Zeichen für den Namen, 34 für die IBAN, 140 für den Verwendungszweck, 35 für eine strukturierte Referenz und 70 für den Hinweis. Der Betrag muss zwischen 0,01 und 999.999.999,99 Euro liegen und wird mit Punkt als Dezimaltrenner geschrieben. Das Beispiel in der Richtlinie selbst schreibt 12,30 Euro als EUR12.3; der Generator folgt dieser Schreibweise.

Wer alle Felder bis zum Anschlag füllt, landet bei 353 Byte und damit über der Grenze. Das Werkzeug rechnet deshalb die Bytes mit und nennt die Zahl unter dem Code. Das Beispiel aus der Richtlinie mit BIC, Name, IBAN, Betrag, Purpose Code und Referenz braucht 96 Byte und ergibt einen Code der Version 6 mit 41 × 41 Modulen, also deutlich kleiner.

Umlaute, Sonderzeichen und der Schalter „Nur ASCII“

Der Zeichensatz 1 steht für UTF-8, und darin sind Umlaute erlaubt. „Bäckerei Müller“ ist ein zulässiger Empfängername. Zwei Dinge sollten Sie trotzdem wissen. Erstens zählt ein Umlaut in UTF-8 als zwei Byte; 70 Zeichen Name können also bis zu 140 Byte belegen. Zweitens rechnen nicht alle Apps sauber mit UTF-8. Ältere Anwendungen, die intern mit ISO 8859-1 arbeiten, zeigen aus einem „ü“ dann zwei fremde Zeichen. Die Überweisung selbst scheitert daran selten, weil der Empfänger über die IBAN bestimmt wird, aber der Zahler sieht einen verstümmelten Namen und wird misstrauisch.

Wenn Sie den Code an viele unterschiedliche Leute verteilen, etwa auf einem Vereinsplakat, schalten Sie unter „Erweiterte Einstellungen“ den Schalter „Nur ASCII“ ein. Aus „Müller & Söhne“ wird dann „Mueller & Soehne“, aus „François“ wird „Francois“. Zeichen ohne Entsprechung entfallen, und das Werkzeug sagt Ihnen, welche.

Girocode auf Rechnungen, für Vereine und für Spenden

Der typische Einsatz ist die Rechnung. Handwerker, Vermieter und Selbstständige drucken den Code in den Fußbereich, und der Kunde zahlt, ohne eine Zahl abzutippen. Das senkt die Zahl der Überweisungen, die wegen eines Zahlendrehers zurückkommen. Die Richtlinie ist für genau diesen Fall gedacht: Die Daten im Code sollen zusätzlich im Klartext daneben stehen, damit der Zahler vergleichen kann. Dafür gibt es den Knopf „Zahlungsblock drucken“, der Code, Empfänger, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck nebeneinander druckt. Für ein Rechnungsprogramm oder Word nehmen Sie die SVG-Datei, sie bleibt in jeder Größe scharf.

Für Vereine und Spenden lassen Sie den Betrag leer. Dann entscheidet der Zahler selbst, wie viel er gibt, und Sie brauchen nur einen Code für alle. Ein Verwendungszweck wie „Spende Jugendarbeit“ hilft Ihnen später beim Zuordnen. Wollen Sie eine Zuwendungsbestätigung ausstellen, bitten Sie im Hinweisfeld um die Anschrift. Für Zahlungen an der Ladenkasse oder im Online-Shop, bei denen nur ein Code ohne Klartext gezeigt wird, verweist der EPC auf ein anderes Dokument (EPC024-22); dafür ist dieses Werkzeug nicht gebaut.

Verwendungszweck oder strukturierte Referenz

Die Richtlinie erlaubt entweder einen freien Verwendungszweck mit bis zu 140 Zeichen oder eine strukturierte Referenz mit bis zu 35 Zeichen, nie beides. Für fast alle Fälle ist der freie Text die richtige Wahl: Rechnungsnummer und Kundennummer, fertig. Die strukturierte Referenz nach ISO 11649 beginnt mit „RF“ und zwei Prüfziffern, etwa RF18539007547034 aus dem Beispiel der Richtlinie. Sie lohnt sich für Betriebe, deren Buchhaltung Zahlungen automatisch zuordnet. Der Generator prüft die Prüfziffern der RF-Referenz nach demselben MOD-97-Verfahren wie bei der IBAN.

Ihre Daten bleiben im Browser

Name, IBAN und Betrag sind Daten, die Sie nicht an einen fremden Server schicken sollten. Hier geschieht das auch nicht. Die Seite lädt einmalig eine kleine QR-Bibliothek (qrcode-generator 1.4.4), danach rechnet Ihr eigenes Gerät: Payload bauen, IBAN prüfen, Code zeichnen, PNG und SVG erzeugen. Nichts davon wird hochgeladen oder gespeichert. Zählen lassen wir nur, dass ein Code erzeugt wurde, ohne jeden Inhalt. Nach dem Laden funktioniert der Generator auch ohne Internetverbindung.

Prüfen Sie die IBAN vor dem Drucken trotzdem mit einem zweiten Blick. Die MOD-97-Prüfung erkennt Tippfehler und Zahlendreher zuverlässig, aber nicht, ob die IBAN zum richtigen Konto gehört. Mehr zur Bank hinter einer deutschen IBAN zeigt der IBAN-Prüfer, und für andere QR-Codes, etwa für WLAN oder eine Visitenkarte, gibt es den QR-Code-Generator.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Girocode und EPC-QR-Code?

Keiner im Inhalt. EPC-QR-Code ist der Name aus der Richtlinie EPC069-12 des European Payments Council, Girocode der Name, unter dem die deutsche Kreditwirtschaft denselben Code bekannt gemacht hat. Ein Code aus diesem Generator ist beides.

Welche Banking-Apps können einen Girocode lesen?

Die Apps der Sparkassen und der Volks- und Raiffeisenbanken lesen ihn, viele weitere Banken ebenfalls. Die Funktion steckt meist im Überweisungsformular hinter einem Kamera-Symbol. Die EPC-Richtlinie ist für Banken freiwillig, deshalb scannen Sie einen neuen Code am besten einmal selbst, bevor Sie ihn drucken.

Muss ich einen Betrag angeben?

Nein. Pflicht sind nur Empfänger und IBAN. Ohne Betrag trägt der Zahler die Summe selbst ein, das ist bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen in unterschiedlicher Höhe praktisch. Wenn Sie einen Betrag angeben, muss er zwischen 0,01 und 999.999.999,99 Euro liegen.

Brauche ich die BIC?

Für IBANs aus dem Europäischen Wirtschaftsraum nicht, seit Version 002 der Richtlinie ist sie dort freiwillig. Für SEPA-Konten außerhalb des EWR, etwa in der Schweiz oder im Vereinigten Königreich, verlangt die Richtlinie die BIC weiterhin. Der Generator meldet das, wenn es nötig ist.

Warum steht im Code EUR12.3 statt 12,30 €?

Die Richtlinie schreibt den Betrag mit vorangestelltem EUR und Punkt als Dezimaltrenner. Ihr eigenes Beispiel schreibt 12,30 Euro als EUR12.3, ohne die Null am Ende. Die Banking-App zeigt dem Zahler den Betrag trotzdem als 12,30 Euro an.

Werden meine IBAN und meine Daten hochgeladen?

Nein. Der Code wird vollständig in Ihrem Browser erzeugt, einschließlich IBAN-Prüfung und PNG- oder SVG-Datei. Die Seite lädt nur einmal eine QR-Bibliothek nach und zählt anonym, dass ein Code erzeugt wurde, ohne jeden Inhalt. Nach dem Laden funktioniert der Generator auch offline.

Der Generator baut den Code nach der Richtlinie EPC069-12 in der Fassung 3.1 vom 19.03.2024 und prüft Form und Prüfziffern der Eingaben, nicht aber, ob das Konto existiert oder dem genannten Empfänger gehört. Ob und wie eine Banking-App den Code liest, entscheidet die jeweilige Bank; die EPC-Richtlinie ist für Banken freiwillig. Scannen Sie einen Code vor dem Druck einmal selbst und vergleichen Sie die übernommenen Daten. Keine Rechts- oder Steuerberatung.