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Subnetz-Rechner: Netzadresse, Broadcast und Hosts

IP-Adresse mit Präfix (192.168.1.100/26) oder Subnetzmaske eingeben. Sie bekommen Netzadresse, Broadcast, ersten und letzten Host, Anzahl der Hosts, Wildcard-Maske — und die Binärdarstellung, an der man sieht, warum.

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Eingabe

Ein Präfix in der IP-Adresse hat Vorrang vor der Auswahl. Auch 255.255.255.192 als Maske wird erkannt: 192.168.1.100 255.255.255.192.

Ergebnis

Die kurze Antwort

Die Zahl hinter dem Schrägstrich sagt, wie viele der 32 Bits einer IPv4-Adresse zum Netz gehören; der Rest gehört den Geräten. Bei /24 sind das 8 Host-Bits, also 28 = 256 Adressen — minus Netzadresse und Broadcast bleiben 254 für Geräte. Jedes Bit mehr im Präfix halbiert das Netz: /25 hat 126 Hosts, /26 hat 62, /27 hat 30, /30 hat 2.

Die Netzadresse findet man, indem man IP und Maske bitweise UND-verknüpft. Von Hand geht es schneller mit der Blockgröße: 256 minus der Wert des „interessanten“ Oktetts der Maske. Bei 255.255.255.192 ist die Blockgröße 64, die Netze beginnen also bei .0, .64, .128 und .192. Eine IP .100 liegt im Block .64 — Netzadresse .64, Broadcast .127, Hosts .65 bis .126.

Alle Präfixe auf einen Blick

PräfixSubnetzmaskeAdressenNutzbare HostsTypischer Einsatz

Merkhilfe für das letzte Oktett: 128, 192, 224, 240, 248, 252, 254, 255 — jede Zahl ist die vorherige plus die nächstkleinere Zweierpotenz. Für /16 bis /23 gilt dieselbe Reihe im dritten Oktett (255.255.128.0 = /17 usw.).

Private und besondere Bereiche

BereichBedeutungQuelle
10.0.0.0/8Privat, 16,7 Mio. Adressen — Firmennetze, VPN-AnbieterRFC 1918
172.16.0.0/12Privat, 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 — Docker, FirmenRFC 1918
192.168.0.0/16Privat — Heimrouter (FritzBox: 192.168.178.0/24)RFC 1918
100.64.0.0/10Carrier-Grade NAT — DS-Lite-Anschlüsse, TailscaleRFC 6598
169.254.0.0/16Link-local (APIPA) — Windows vergibt sie, wenn kein DHCP antwortetRFC 3927
127.0.0.0/8Loopback — der eigene RechnerRFC 1122
224.0.0.0/4Multicast — kein HostnetzRFC 5771
192.0.2.0/24, 198.51.100.0/24, 203.0.113.0/24Dokumentation — für Beispiele reserviert, nie im InternetRFC 5737

Eine 169.254.x.x-Adresse am eigenen PC heißt praktisch immer: Der Router (DHCP) war nicht erreichbar — Kabel, WLAN-Anmeldung oder Router prüfen. Welcher Dienst dann auf welchem Port lauscht, klärt das Portnummern-Nachschlagewerk.

Ein Netz aufteilen — die Reihenfolge, die funktioniert

  1. Bedarf pro Segment aufschreiben, mit Reserve: Büro 60 Geräte, Gäste-WLAN 30, Server 10, Drucker 5, Transfernetz zum Router 2.
  2. Kleinstes passendes Präfix wählen (Hosts + 2 ≤ Adressen): 60 → /26 (62), 30 → /27 (30, knapp — besser /26), 10 → /28 (14), 5 → /29 (6), 2 → /30 (2).
  3. Größtes Subnetz zuerst legen, und jedes Subnetz an einem Vielfachen seiner Blockgröße beginnen: Büro 192.168.1.0/26, Gäste 192.168.1.64/26, Server 192.168.1.128/28, Drucker 192.168.1.144/29, Transfer 192.168.1.152/30. Rest ab .156 bleibt frei.
  4. Prüfen mit dem Rechner oben: Jede Startadresse muss als Netzadresse herauskommen. Kommt etwas anderes, liegt sie nicht auf der Blockgrenze.

Wer im Heimnetz nur Gäste vom Rest trennen will, braucht keine Subnetze: FritzBox-Gastzugang und UniFi-VLANs erledigen das ohne Rechnerei. Subnetting braucht man, wenn Router oder Firewall zwischen den Segmenten Regeln durchsetzen sollen.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Netzadresse als Gerät vergeben: 192.168.1.64 mit /26 ist die Netzadresse, nicht der erste Host. Der Rechner oben zeigt es als „Netzadresse — nicht als Host vergeben“.
  2. Gateway außerhalb des Subnetzes: PC 192.168.1.200/26 mit Gateway 192.168.1.1 — das Gateway liegt im Block .0–.63, der PC im Block .192–.255. Kein Internet, obwohl alles „richtig aussieht“. Symptom: Ping auf den Router schlägt fehl, Ping auf Nachbarn im selben Block geht.
  3. Maske am Client anders als am Router: Router /24, ein Gerät mit statischer IP versehentlich /16 — es erreicht alles, wird aber von manchen Geräten nicht erreicht. Bei statischen Adressen immer Maske und Gateway vom Router abschreiben.

Wenn das nicht hilft

Stimmen Netzadresse, Maske und Gateway, aber die Verbindung fehlt trotzdem: ipconfig /all (Windows) bzw. ip a (Linux) zeigt, was das Gerät wirklich verwendet — oft weicht die Anzeige vom Gedachten ab, weil DHCP doch aktiv war. tracert 8.8.8.8 zeigt, an welchem Hop es endet. Blockiert ein Dienst, hilft die Port-Übersicht; bei Problemen im WLAN der WLAN-Kanal-Planer. Für Firmen, die Segmente sauber trennen wollen, gibt es die IT-Hilfe vor Ort.

Häufige Fragen

Was bedeutet /24 hinter einer IP-Adresse?

Die Zahl hinter dem Schrägstrich ist die Präfixlänge: wie viele der 32 Bits einer IPv4-Adresse den Netzanteil bilden. Bei /24 sind das die ersten drei Oktette (24 Bit), das letzte Oktett ist der Hostanteil. 192.168.1.0/24 umfasst also 192.168.1.0 bis 192.168.1.255 — 256 Adressen, davon 254 für Geräte nutzbar. /24 entspricht der Subnetzmaske 255.255.255.0.

Wie viele Hosts passen in ein Subnetz?

2 hoch (32 minus Präfixlänge) minus 2. Bei /24: 28 − 2 = 254. Bei /25: 126, bei /26: 62, bei /27: 30, bei /28: 14, bei /29: 6, bei /30: 2. Die zwei abgezogenen Adressen sind die Netzadresse (alle Hostbits 0) und die Broadcast-Adresse (alle Hostbits 1). Ausnahmen: /31 hat nach RFC 3021 zwei nutzbare Adressen für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, /32 ist genau ein Host.

Wie berechne ich die Netzadresse von Hand?

IP-Adresse und Subnetzmaske in Binär schreiben und Bit für Bit UND-verknüpfen: Wo die Maske 1 ist, bleibt das IP-Bit, wo sie 0 ist, wird es 0. Praktischer Kurzweg: Nur das Oktett anschauen, in dem die Maske nicht 255 und nicht 0 ist. Blockgröße = 256 minus Maskenwert (bei 255.255.255.192: 256 − 192 = 64). Die Netzadresse ist das nächste Vielfache der Blockgröße unterhalb der IP: 192.168.1.100 liegt im Block 64–127, Netzadresse 192.168.1.64, Broadcast 192.168.1.127.

Welche IP-Bereiche sind privat?

Nach RFC 1918 drei Bereiche: 10.0.0.0/8 (10.0.0.0–10.255.255.255, 16,7 Millionen Adressen), 172.16.0.0/12 (172.16.0.0–172.31.255.255) und 192.168.0.0/16 (192.168.0.0–192.168.255.255). Sie werden im Internet nicht geroutet; der Router übersetzt sie per NAT auf die öffentliche Adresse. Dazu kommen 100.64.0.0/10 (Carrier-Grade NAT, RFC 6598) und 169.254.0.0/16 (Link-local, wenn kein DHCP antwortet).

Was ist der Unterschied zwischen Subnetzmaske und Wildcard-Maske?

Die Wildcard-Maske ist die bitweise Umkehrung der Subnetzmaske: 255.255.255.0 wird zu 0.0.0.255. Cisco-Geräte nutzen sie in Access-Listen und OSPF-Konfigurationen; eine 0 bedeutet „dieses Bit muss übereinstimmen“, eine 1 „egal“. Inhaltlich beschreiben beide Masken dasselbe Netz.

Wie teile ich ein Netz in mehrere Subnetze auf?

Jedes zusätzliche Präfix-Bit halbiert das Netz: Aus 192.168.1.0/24 werden zwei /25 (0–127 und 128–255), vier /26 (Blöcke zu 64), acht /27 (Blöcke zu 32). Vorgehen: Größtes benötigtes Subnetz zuerst, den kleinsten Präfix wählen, der die Hostzahl plus zwei aufnimmt, und Subnetze immer an Vielfachen ihrer Blockgröße beginnen lassen. Für 50 Geräte reicht ein /26 (62 Hosts), für 100 ein /25 (126), für 500 ein /23 (510).

Der Rechner behandelt IPv4. Für IPv6 gilt dasselbe Prinzip mit 128 Bit; dort ist /64 der Standard für jedes Endnetz und Hostzählungen spielen keine Rolle. Eingaben bleiben im Browser.