So wird aus dem WhatsApp-Export ein PDF
WhatsApp selbst kann einen Chat nicht als PDF speichern. Die App bietet nur „Chat exportieren“, und heraus kommt eine Textdatei, beim iPhone als ZIP mit dem Namen „WhatsApp Chat - Name.zip“ und der Datei „_chat.txt“ darin, bei Android als „WhatsApp Chat mit Name.txt“. Wer diese Datei öffnet, sieht Zeile für Zeile Datum, Uhrzeit, Absender und Text, ohne Bilder und schwer lesbar. Diese Seite liest genau diese Datei und setzt daraus ein PDF im Format A4, das aussieht wie der Chat auf dem Handy: Sprechblasen links für die anderen, rechts für Sie, darüber das Datum jedes Tages.
Wählen Sie oben das ZIP oder die .txt-Datei aus. Bei Android-Exporten mit Medien wählen Sie die .txt-Datei und die Bilder gemeinsam aus, die Seite ordnet sie über die Dateinamen zu. Danach zeigt sie, was sie gefunden hat: Zahl der Nachrichten, Zeitraum, Teilnehmer, wie viele Bilder im Export stecken und wie viele WhatsApp beim Export weggelassen hat. Prüfen Sie den eigenen Namen, stellen Sie bei Bedarf Zeitraum oder Stichwort ein und tippen Sie auf „PDF erstellen“.
Chat exportieren auf iPhone und Android
iPhone: Chat öffnen, oben auf den Namen des Kontakts oder der Gruppe tippen, nach unten scrollen, „Chat exportieren“. WhatsApp fragt, ob Medien angehängt werden sollen. Mit „Medien anhängen“ landen Fotos im ZIP und können ins PDF, mit „Ohne Medien“ steht dort nur „Bild weggelassen“. Im Teilen-Menü „In Dateien sichern“ wählen; das ZIP liegt dann in der App „Dateien“, aus der Sie es hier auswählen.
Android: Chat öffnen, oben rechts die drei Punkte, „Mehr“, „Chat exportieren“, dann „Medien einbeziehen“ oder „Ohne Medien“. Android teilt die .txt-Datei und die Medien als einzelne Dateien; speichern Sie sie zum Beispiel in einem Ordner bei Google Drive oder in „Dateien“. Ohne Medien steht im Text „<Medien ausgeschlossen>“, im PDF dann der Vermerk „[Medien beim Export ausgeschlossen]“.
Die Menüs heißen je nach App-Version und Sprache etwas anders. Die Seite erkennt die Zeilenformate beider Systeme in Deutsch und Englisch, auch das amerikanische Datum mit „PM“ und das iPhone-Format mit Sekunden in eckigen Klammern. Ob ein Datum als Tag.Monat oder Monat/Tag gelesen wurde, steht nach dem Einlesen im blauen Kasten.
Was im PDF steht
Seite 1 beginnt mit einem Kopf: Ihre Überschrift, der Name der Quelldatei mit Größe und SHA-256-Prüfsumme, beim ZIP zusätzlich die Prüfsumme der Chat-Datei darin, der Zeitraum und die Zahl der Nachrichten samt gesetzten Filtern. Jede Seite trägt oben die Überschrift und das Erstellungsdatum, unten „Seite 3 von 120“. Die Uhrzeiten stammen aus der Exportdatei, also aus der Zeitzone des Handys, das exportiert hat.
Mit „Zeilennummern“ steht links neben jeder Nachricht „Z. 1234“, die Zeile, in der sie in der .txt-Datei beginnt. Wer später etwas nachprüfen will, findet die Stelle in der Originaldatei sofort. Systemmeldungen wie „Nachrichten und Anrufe sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt“ stehen klein und mittig; sie lassen sich ausblenden. Mehrzeilige Nachrichten behalten ihre Absätze, und eine Nachricht, die länger als eine Seite ist, läuft auf der nächsten Seite in derselben Blase weiter.
WhatsApp-Chat als PDF mit Bildern
Bilder kommen nur ins PDF, wenn sie im Export enthalten sind. JPEG-Fotos bis 1.600 Pixel und 700 KB bettet die Seite unverändert ein; größere, PNG, WebP, HEIC und Sticker wandelt sie im Browser in JPEG mit höchstens 1.280 Pixeln an der längsten Seite. Im PDF steht ein Bild höchstens 8 cm breit und 9 cm hoch, mit dem Dateinamen darunter. Je PDF sind es höchstens 400 Bilder, damit Handys nicht am Arbeitsspeicher scheitern; darüber hinaus steht der Dateiname im Text, und die Seite sagt, wie viele das waren.
Sprachnachrichten (.opus), Videos, Kontaktkarten und Dokumente lassen sich in einem PDF nicht abspielen. Sie erscheinen als Vermerk wie „[Sprachnachricht: PTT-20260102-WA0002.opus, nur als Dateiname]“. Brauchen Sie den Inhalt einer Sprachnachricht als Text, ist das eine eigene Aufgabe.
Emojis und fremde Schriften
Das PDF nutzt die freie Schrift Liberation Sans (SIL Open Font License 1.1) mit dem westeuropäischen Zeichensatz Windows-1252. Deutsche Umlaute, ß, € und französische oder spanische Akzente stimmen. Emojis enthält diese Schrift nicht. Statt leerer Kästchen setzt die Seite ein Textkürzel: 😂 wird zu „[Tränen lachen]“, 👍 zu „[Daumen hoch]“, Flaggen zu „[Flagge DE]“, seltene Emojis zu „[Emoji]“. 77 häufige Emojis haben einen Namen. Kyrillische, arabische oder chinesische Zeichen kann die Schrift nicht darstellen; sie erscheinen als Fragezeichen. Für solche Chats ist dieses Werkzeug nicht geeignet.
WhatsApp-Chat als Beweis: was das PDF leistet
Viele brauchen den Verlauf für den Anwalt, das Jobcenter, die Hausverwaltung oder die Versicherung. Ein PDF ist dafür lesbarer als die Textdatei und lässt sich drucken. Ein Beweis im strengen Sinn ist es nicht: Die Exportdatei ist eine gewöhnliche Textdatei, die man vor dem Umwandeln ändern könnte, und das sieht man ihr nicht an. Die SHA-256-Prüfsumme auf Seite 1 belegt nur, dass das PDF aus genau dieser Datei entstanden ist. Wird dieselbe Datei später noch einmal geprüft und ergibt dieselbe Prüfsumme, ist sie seitdem unverändert.
Was ein Gericht anerkennt, entscheidet es im Einzelfall; diese Seite gibt keinen Rechtsrat. Allgemein gilt: Handy und Original-Exportdatei aufbewahren, nichts löschen, und mit dem Anwalt absprechen, ob er das PDF, die Exportdatei oder Bildschirmfotos braucht.
Große Chats: bis 100.000 Nachrichten
Lange Gruppenchats haben schnell zehntausende Zeilen. Die Seite liest sie in Stücken von 20.000 Zeilen und setzt die Seiten in Abschnitten, dazwischen zeigt ein Balken den Fortschritt. Unser Test am 02.10.2026 mit 100.000 Nachrichten ergab 6.670 Seiten und ein PDF von 27 MB, gesetzt in unter zwei Sekunden am Mac; ein Handy braucht länger. Wer nur einen Streit im März braucht, setzt den Zeitraum und spart Papier.
Kein Upload, und so prüfen Sie das selbst
Der Chat verlässt Ihr Gerät nicht. Den ZIP-Leser, den PDF-Schreiber und das Bildmodul hat die Seite beim Laden von dieser Domain geholt; danach braucht sie kein Netz mehr. Einzige Ausnahme sind HEIC-Fotos: Für sie lädt die Seite beim ersten Mal einen Decoder nach, ebenfalls von dieser Domain und ohne Ihre Datei. Zum Prüfen: Seite laden, WLAN und mobile Daten ausschalten, Export wählen, PDF erstellen. Es klappt. Wer mag, öffnet in Chrome mit F12 den Reiter „Netzwerk“ und sieht, dass beim Erstellen keine Anfrage hinausgeht. Anbieter, die den Chat auf ihren Server laden, lesen dagegen jede Nachricht mit, auch die der anderen Teilnehmer.