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Zinseszins-Rechner

Der Rechner ermittelt aus Startkapital, monatlicher Sparrate, Zinssatz und Laufzeit das Endvermögen bei monatlicher Verzinsung und weist Einzahlungen, Zinsgewinn und effektiven Jahreszins getrennt aus. Mit Diagramm – Einmalanlage, Sparplan oder beides.

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Endvermögen
Einzahlungen–
Zinsgewinn–
Rendite auf Einzahlungen–
Effektiver Jahreszins–

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Was ist Zinseszins?

Zinseszins bedeutet: Sie verdienen Zinsen auf Ihre Zinsen. Über lange Zeiträume erzeugt das exponentielles Wachstum. Albert Einstein nannte den Zinseszins das "achte Weltwunder".

ETF-Sparplan-Beispiel

200 €/Monat in einen MSCI World ETF (historisch ~7 % p.a.) über 30 Jahre → rund 244.000 € Endvermögen bei nur 72.000 € Einzahlungen. Der Rest ist Zinseszins.

So rechnet der Rechner

Der Zins wird monatlich gutgeschrieben: Jeden Monat wächst das Kapital um ein Zwölftel des Jahreszinses, danach kommt die Sparrate dazu. Bei 10.000 € und 3 % über 10 Jahre ergibt das 13.494 €; eine Bank, die nur einmal jährlich verzinst, käme auf 13.439 € – der Unterschied ist klein, aber sichtbar. Als Formel für Einmalanlagen: Endkapital = Startkapital × (1 + Zins ÷ 12)Monate. Für Sparpläne summiert der Rechner Monat für Monat, weil jede Rate unterschiedlich lange verzinst wird.

Nominal oder effektiv – welchen Zins geben Sie ein?

Das Feld „Jährliche Rendite" erwartet den nominalen Jahreszins bei monatlicher Verzinsung – so rechnen Sparpläne, Tagesgeldkonten und die meisten Vergleichsportale. Weil die monatlichen Gutschriften selbst wieder mitverzinst werden, liegt der effektive Jahreszins darüber: aus 7 % nominal werden (1 + 7 % ÷ 12)12 − 1 = 7,23 % effektiv. Der Rechner weist diesen Wert im Ergebnisfeld „Effektiver Jahreszins" mit aus. Wer umgekehrt eine als effektiv angegebene Rendite eingeben will – etwa die geometrische Durchschnittsrendite eines ETF –, rechnet sie vorher um: 7 % effektiv entsprechen 12 × ((1 + 7 %)1/12 − 1) = 6,78 % nominal. Der Unterschied ist keine Rundung: 10.000 € Start und 200 €/Monat über 20 Jahre ergeben mit 7 % nominal 144.573 €, mit 7 % effektiv 140.204 € – rund 4.400 € oder 3,1 %.

Drei Beispiele, die die Zeit sichtbar machen

100 € im Monat bei 7 %: nach 10 Jahren 17.308 € (12.000 € eingezahlt), nach 20 Jahren 52.093 € (24.000 €), nach 30 Jahren 121.997 € (36.000 €), nach 40 Jahren 262.481 € (48.000 €). Die letzten zehn Jahre bringen mehr als die ersten dreißig zusammen – das ist der Zinseszins.

Doppelte Rate oder doppelte Zeit? 200 € über 20 Jahre ergeben 104.185 €; 100 € über 40 Jahre ergeben 262.481 €. Die halbe Rate über die doppelte Zeit bringt zweieinhalbmal so viel. Wer früh anfängt, muss weniger sparen.

Startkapital plus Sparplan: 5.000 € Start, 150 € monatlich, 5 % über 15 Jahre: 50.662 € bei 32.000 € Einzahlung – 18.662 € sind Ertrag.

Was zwischen Rechner und Realität liegt

Inflation: Bei 2 % Inflation haben 121.997 € in 30 Jahren die Kaufkraft von heute rund 67.000 €. Wer in heutigem Geld denken will, rechnet mit der Realrendite – also Zins minus Inflation, bei 7 % nominal etwa 5 %. Steuern: Auf Kursgewinne und Ausschüttungen fallen 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, abzüglich des Sparerpauschbetrags von 1.000 € pro Person und Jahr; Aktienfonds sind zu 30 % teilfreigestellt. Kosten: Ein ETF mit 0,2 % Gebühren kostet über 30 Jahre spürbar weniger als ein aktiver Fonds mit 1,5 % – bei 100 € monatlich und 7 % Bruttorendite liegen am Ende rund 25.000 € zwischen beiden. Schwankung: 7 % sind ein Durchschnitt über Jahrzehnte, kein Jahresversprechen; einzelne Jahre mit −30 % gehören dazu.

Wer die andere Seite des Zinseszinses kennenlernen will, rechnet einen Kredit durch: Beim Kreditrechner arbeitet derselbe Mechanismus gegen Sie. Für Zinsen ohne Zeitfaktor genügt der Prozent-Rechner.

Der Zinseszins-Effekt – das achte Weltwunder

Compound interest is the eighth wonder of the world. He who understands it, earns it. He who doesn't, pays it. – angeblich Einstein. Bei 7 % p.a. verdoppelt sich Kapital alle 10 Jahre. 10.000 € werden in 30 Jahren zu rund 81.000 € – ohne dass man einen Cent draufgelegt hat. Der Effekt ist exponentiell: Die letzten zehn Jahre bringen mehr Wachstum als die ersten zwanzig zusammen.

Realistische Renditen

Tagesgeld: derzeit 2-3 % – über Inflation knapp aber okay. Festgeld 5 Jahre: 3-4 % bei Direktbanken. Welt-ETF (z.B. MSCI World, FTSE All-World): langfristig rund 7 % p. a. nominal, also vor Inflation. Anleihen-ETFs: 4-5 %, weniger Schwankung. Einzelaktien: höhere Rendite möglich, höheres Risiko. Immobilien-Mietrendite: 3-5 % netto je nach Lage. Krypto: extrem volatil, langfristige Rendite schwer prognostizierbar.

Strategien

Sparplan starten ist wichtiger als perfekte Strategie: 100 €/Monat über 30 Jahre bei 7 % = 121.000 € (eigene Sparleistung 36.000 €). Frühstart ist König: 10 Jahre früher anfangen verdoppelt das Endkapital. Steuerbegünstigt: Riester, Rürup, ETF-Sparplan im Sparerpauschbetrag-Rahmen (1.000 € steuerfrei pro Jahr). Reinvestition: thesaurierende ETFs nutzen – Zinseszins-Effekt automatisch.

Häufige Fragen

Welche Rendite ist realistisch?

MSCI World: historisch etwa 7–8 % pro Jahr im langjährigen Durchschnitt. Tagesgeld: 2–3 %. Festgeld: 3–4 %. Anleihen: 3–5 %. Für Aktien gilt das nur über lange Zeiträume; einzelne Jahre schwanken stark.

Wird die Steuer berücksichtigt?

Nein, der Rechner zeigt das Brutto-Endvermögen. In Deutschland fallen auf Erträge 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, nach Abzug des Sparerpauschbetrags von 1.000 € pro Jahr und bei Aktienfonds nach 30 % Teilfreistellung.

Was bringt ein früher Start?

Bei 100 € monatlich und 7 % ergeben 30 Jahre rund 122.000 €, 40 Jahre rund 262.000 €. Zehn Jahre mehr Laufzeit verdoppeln das Endvermögen – das ist die Wirkung des Zinseszinses.

Monatliche oder jährliche Verzinsung – macht das einen Unterschied?

Einen kleinen. 10.000 € bei 3 % über 10 Jahre: monatlich verzinst 13.494 €, jährlich verzinst 13.439 €. Der Rechner verzinst monatlich, wie Sparpläne und die meisten Tagesgeldkonten.

Nominaler oder effektiver Zins – was gebe ich ein?

Den nominalen Jahreszins bei monatlicher Verzinsung – der Rechner teilt ihn durch zwölf. Den daraus folgenden effektiven Jahreszins weist er separat aus: 7 % nominal ergeben 7,23 % effektiv. Haben Sie umgekehrt eine effektive Rendite vorliegen, rechnen Sie sie vorher um: 7 % effektiv entsprechen 6,78 % nominal.

Wie lange dauert es, bis sich Geld verdoppelt?

Faustformel 72 geteilt durch den Zinssatz: bei 3 % etwa 24 Jahre, bei 7 % etwa 10 Jahre, bei 10 % etwa 7 Jahre.

Historische Renditen garantieren keine zukünftigen Ergebnisse. Keine Anlageberatung.