So erstellen Sie den Akkubericht unter Windows
Unter Windows erzeugen Sie mit powercfg /batteryreport einen Bericht; teilen Sie dort FULL CHARGE CAPACITY durch DESIGN CAPACITY (auf deutschem Windows deutsch beschriftet, siehe unten), dann haben Sie den Prozentwert. Am Mac zeigt macOS die Zyklenzahl selbst an (Systeminformationen › Stromversorgung). Das Werkzeug oben nimmt Ihnen das Teilen ab und ordnet das Ergebnis ein.
Öffnen Sie dazu das Startmenü, tippen Sie cmd und starten Sie die Eingabeaufforderung (cmd). Geben Sie powercfg /batteryreport ein und bestätigen Sie mit der Eingabetaste. Windows meldet, wohin es die Datei battery-report.html geschrieben hat. Laut Microsoft landet die HTML-Datei im aktuellen Pfad, also in dem Ordner, in dem die Eingabeaufforderung gerade steht. Wollen Sie den Ort selbst wählen, hängen Sie /output an, zum Beispiel powercfg /batteryreport /output "%USERPROFILE%\Desktop\akku.html". Das gilt für die Eingabeaufforderung (cmd); in PowerShell, das Windows Terminal unter Windows 11 meist öffnet, schreiben Sie $env:USERPROFILE statt %USERPROFILE%. Die Datei öffnen Sie per Doppelklick im Browser. Der Abschnitt „Installed batteries“ steht ziemlich weit oben, die Zahlen für die Berechnung finden Sie dort. Auf deutschem Windows ist der Bericht deutsch beschriftet, der Abschnitt heißt dann „Installierte Akkus“, und die ursprüngliche Kapazität steht in der Zeile „Auslegungskapazität“ (englisch DESIGN CAPACITY). Die Zeile für die heutige volle Ladung heißt englisch FULL CHARGE CAPACITY. Die genaue Schreibweise kann je nach Windows-Version abweichen; suchen Sie nach den beiden mWh-Werten für die ursprüngliche und die heutige Kapazität.
Design-Kapazität und Vollladekapazität: was die Werte bedeuten
Die Design-Kapazität (DESIGN CAPACITY) ist die Menge Energie, für die der Hersteller den Akku ausgelegt hat, angegeben in Milliwattstunden (mWh). Ein Akku mit 50.000 mWh hat 50 Wattstunden. Die Vollladekapazität (FULL CHARGE CAPACITY) ist das, was der Akku heute bei voller Ladung tatsächlich aufnimmt. Sie sinkt mit jedem Ladezyklus und mit der Zeit, auch wenn der Laptop kaum benutzt wird. Teilen Sie die zweite Zahl durch die erste, erhalten Sie die Restkapazität.
Ein Beispiel: Design 50.000 mWh, voll 45.000 mWh. 45.000 ÷ 50.000 = 0,90, also 90 Prozent. Der Akku hat 5.000 mWh verloren, bei einem Verbrauch von 10 Watt sind das eine halbe Stunde Laufzeit weniger. Das Ergebnis rundet das Werkzeug auf ganze Prozent, 58,47 Prozent werden also zu 58. Die Zahlen können Sie mit Punkt, Komma oder Leerzeichen als Tausendertrenner eintippen (50.000, 50,000 oder 50 000), das Werkzeug versteht alle drei. Auch Angaben wie „52,5 Wh“ mit ein oder zwei Nachkommastellen und die Einheit dahinter werden gelesen. Hat Ihr Laptop zwei Akkus, tragen Sie beide ein: Das Werkzeug zeigt jeden einzeln und die Summe.
Die Zyklenzahl (CYCLE COUNT) steht nicht in jedem Bericht mit einem Wert, manche Geräte melden dort 0 oder gar nichts. Sie ist deshalb ein freiwilliges Feld. Ein Zyklus ist nicht zwingend ein Tag: Zwei halbe Entladungen zählen zusammen als ein Zyklus.
Wie viel Prozent sind noch in Ordnung?
Das Werkzeug nutzt drei Stufen. Ab 80 Prozent gilt der Akku als gut, von 60 bis 79 Prozent als deutlich gealtert, darunter steht „Austausch erwägen“. Das sind eigene Faustregeln, keine Grenzwerte eines Herstellers. Einen belegten Wert gibt es nur für Apple: Laut Apple Support 102888 ist die Batterie eines Mac-Notebooks so ausgelegt, dass sie bei der maximalen Anzahl an Ladezyklen bis zu 80 Prozent ihrer ursprünglichen Ladekapazität beibehält. Für Windows-Laptops gibt es keine solche einheitliche Angabe.
Wichtiger als die Prozentzahl ist, ob die Laufzeit für Ihren Alltag reicht. Ein Büro-Laptop, der ohnehin am Netzteil hängt, kommt mit 55 Prozent gut zurecht. Wer unterwegs arbeitet, spürt 70 Prozent schon deutlich. Liegt die Vollladekapazität über der Design-Kapazität, ist das normal: Bei neuen Akkus misst die Elektronik oft etwas über dem Nennwert. Liegt sie mehr als doppelt so hoch, haben Sie vermutlich die Felder verwechselt oder eine andere Einheit eingetragen. Das Werkzeug meldet dann einen Fehler am Feld Vollladekapazität und gibt keine Prozentzahl aus.
Eine Warnung gehört dazu: Wölbt sich der Akku, drückt er das Gehäuse auseinander oder wird er ungewöhnlich heiß, hilft keine Prozentrechnung. Schalten Sie das Gerät aus, laden Sie es nicht mehr und lassen Sie den Akku von einem Fachbetrieb prüfen. Am Akku selbst sollten Sie nichts reparieren.
Akkuzustand am MacBook prüfen
Am Mac gibt es keinen powercfg-Bericht, dafür zeigt macOS die Zyklenzahl selbst an. Halten Sie die Wahltaste gedrückt, klicken Sie auf das Apple-Menü und wählen Sie „Systeminformationen“. Unter „Hardware“ öffnen Sie „Stromversorgung“, im Abschnitt „Batterie-Informationen“ steht unter anderem die Zyklenzahl (Quelle: Apple Support 102888, Stand der Seite 24.03.2026). Ab macOS 13 Ventura zeigt Apple den Batteriezustand unter Systemeinstellungen › Batterie über die Info-Taste neben „Aufladen“ (bzw. „Batteriezustand“) an (Apple Support 102338, Stand der Seite 08.04.2026). Diesen Wert zeigt der Mac selbst an, das Werkzeug berechnet ihn nicht.
Dieses Werkzeug ist für Windows-Werte gedacht: Die Apple-Seite nennt am Mac die Zyklenzahl, aber keine Kapazität in mWh. Vergleichen Sie die Zyklenzahl mit dem Höchstwert Ihres Modells. Apple nennt dafür auf der genannten Seite eine Tabelle, bei neueren MacBook Air und MacBook Pro sind es 1.000 Zyklen. Schauen Sie den Wert für Ihr Modell dort nach.
Ladezyklen: wie lange ein Akku hält
Lithium-Ionen-Akkus verlieren mit jedem Zyklus ein wenig Kapazität. Wie schnell, hängt von Zellqualität, Temperatur und Ladeverhalten ab. Dauerhaft hohe Wärme, etwa ein Laptop auf dem Bett oder im Auto, schadet mehr als viele Zyklen. Viele Geräte bieten im BIOS oder in einer Hersteller-App eine Ladegrenze an, zum Beispiel 80 Prozent, wenn der Laptop meist am Netz hängt. Was Ihr Gerät kann, steht in der Hersteller-Software.
Die Zyklenzahl allein sagt wenig über den Zustand. Ein Akku mit 300 Zyklen kann durch Hitze stärker gealtert sein als einer mit 700. Verlassen Sie sich deshalb auf die berechnete Restkapazität und nutzen Sie die Zyklen nur als Zusatz.
powercfg funktioniert nicht: häufige Fehler
Meldet powercfg /batteryreport, dass kein Akku erkannt wurde (häufig mit dem Fehlercode 0x10d2), sitzt entweder kein Akku im Gerät, wie bei einem Desktop-PC, oder Windows erkennt ihn nicht. Prüfen Sie dann im Geräte-Manager, ob unter „Akkus“ ein Eintrag steht, und starten Sie den Rechner neu. Eine verbindliche Bedeutung des Codes behaupten wir nicht, die Fehlersuche bleibt die übliche Reihenfolge: Neustart, Windows-Updates, Akku-Treiber. Hilft das nicht, entschlüsselt der Windows-Fehlercode-Entschlüssler andere Meldungen.
Findet sich die Datei nicht, steht sie im Ordner, in dem die Eingabeaufforderung lief, meist unter C:\Users\Ihr-Name. Mit /output legen Sie den Ort selbst fest. Meldet powercfg, dass die Datei nicht gespeichert werden kann, ist der Desktop womöglich per OneDrive umgeleitet und der Ordner C:\Users\Ihr-Name\Desktop existiert nicht; geben Sie dann einen vorhandenen Ordner an, zum Beispiel /output "%USERPROFILE%\Downloads\akku.html". Der Befehl powercfg läuft in der Eingabeaufforderung wie in PowerShell; anders ist dort nur die Schreibweise der Variablen ($env:USERPROFILE statt %USERPROFILE%). Läuft er nicht, hilft ein Blick auf die Schreibweise: ein Leerzeichen nach powercfg, dann ein Schrägstrich. Läuft Ihr Rechner insgesamt unrund, zeigt der PC-Sicherheitscheck den Stand von Windows und Browser. Wer vor dem Wechsel auf Windows 11 steht, prüft mit dem Windows-11-Kompatibilitätscheck, ob der Laptop mitmacht, bevor sich ein neuer Akku lohnt.
So schonen Sie den Akku im Alltag
Vermeiden Sie Hitze: Lüftungsschlitze frei halten, den Laptop nicht auf Kissen betreiben. Vermeiden Sie dauerhaft volle oder ganz leere Ladung, wenn das Gerät lange liegt; etwa die Hälfte Ladung ist für die Lagerung günstiger. Aktivieren Sie, wo vorhanden, die Ladegrenze des Herstellers. Reduzieren Sie die Display-Helligkeit und schließen Sie Programme, die im Hintergrund rechnen. Und wenn der Akku wirklich am Ende ist: Ein Austausch ist bei vielen Modellen günstiger als ein neuer Laptop. Bei Geräten mit verklebtem Akku übernimmt das besser ein Fachbetrieb. Wenn Sie dabei Unterstützung wollen, kann ich per Fernwartung mitschauen, ob Treiber und Energieeinstellungen stimmen. Weitere Prüfungen finden Sie im Bereich IT & Sicherheit.