So wird aus einem Foto ein Poster aus A4-Blättern
Ein normaler Drucker druckt höchstens A4, manche A3. Wer ein Foto größer an die Wand bringen will, teilt es deshalb in Kacheln auf, druckt jede Kachel auf ein eigenes Blatt und klebt die Blätter zusammen. Genau diese Aufteilung übernimmt das Werkzeug. Sie laden ein Bild, legen fest, wie viele Blätter nebeneinander und untereinander liegen sollen, oder geben die gewünschte Breite in Zentimetern an. Die Vorschau zeigt das Raster direkt über dem Bild, rechts daneben stehen Postergröße, Zahl der Blätter und die Auflösung, die beim Druck übrig bleibt.
Ein Klick auf „Poster-PDF erzeugen“ baut daraus ein PDF mit einer Seite pro Blatt. Jede Seite trägt oben ihren Namen, etwa „B2“ für zweite Zeile, zweite Spalte, und unten den Hinweis, welches Blatt rechts und unten anschließt. Das Bild steckt nur einmal in der Datei; jede Seite zeigt ihren Ausschnitt davon. Deshalb bleibt das PDF auch bei 36 Seiten ungefähr so groß wie das Foto selbst.
Wie viele Seiten für A2, A1 oder A0?
Die Papierformate der A-Reihe sind in DIN EN ISO 216 festgelegt. Jedes Format ist halb so groß wie das nächstgrößere, das Seitenverhältnis bleibt immer 1 : √2. Daraus folgt die Faustregel: Zwei A4-Blätter ergeben A3, vier ergeben A2, acht ergeben A1 und sechzehn ergeben A0. Diese Rechnung gilt allerdings nur ohne Rand und ohne Überlappung. Mit den Voreinstellungen des Werkzeugs, 10 mm Druckrand und 10 mm Überlappung, gehen an jedem Blatt 20 mm in der Breite und in der Höhe verloren, und das Poster wird kleiner.
| Wert | Maß | Quelle |
|---|---|---|
| A4 | 210 × 297 mm = 595,28 × 841,89 pt | DIN EN ISO 216; ISO 32000-1, 8.3.2.3 |
| A3 | 297 × 420 mm = 841,89 × 1.190,55 pt | DIN EN ISO 216 |
| A2 / A1 / A0 | 420 × 594 / 594 × 841 / 841 × 1.189 mm | DIN EN ISO 216 |
| 2 × 2 A4 hoch, ohne Rand | 420 × 594 mm (A2) | aus ISO 216 gerechnet |
| 2 × 2 A4 hoch, 10 mm Rand, 10 mm Überlappung | 370 × 544 mm | aus ISO 216 gerechnet |
| 3 × 3 A4 hoch, 10 mm Rand, 10 mm Überlappung | 550 × 811 mm | aus ISO 216 gerechnet |
| Pixel für eine Breite | px = mm ÷ 25,4 × dpi | 1 Zoll = 25,4 mm |
| Poster, empfohlene Auflösung | mindestens 200 dpi | Onlineprinters, abgerufen 27.09.2026 |
| Warnung im Werkzeug | unter 100 dpi | eigene Schwelle, keine Norm |
Die Norm gibt die Maße in ganzen Millimetern an. Deshalb ergeben 4 × 4 A4-Blätter 840 × 1.188 mm und nicht exakt A0 mit 841 × 1.189 mm. Der Millimeter fällt an der Wand nicht auf. Stand der Tabelle: 27.09.2026.
Welche Auflösung braucht das Bild?
Beim Vergrößern verteilen sich dieselben Pixel auf eine größere Fläche. Das Werkzeug rechnet aus, wie viele Bildpunkte am Ende auf einen Zoll (25,4 mm) Poster kommen, und nennt diesen Wert effektive Auflösung. Ein Handyfoto mit 12 Megapixeln hat meist 4.000 × 3.000 Pixel. Auf 100 cm Breite gedruckt ergibt das 4.000 ÷ (1.000 ÷ 25,4) = 101,6 dpi.
Die Online-Druckerei Onlineprinters verlangt für Plakate und Poster mindestens 200 dpi, für Banner und andere Formate, die man aus größerer Entfernung ansieht, 150 dpi. Für ein Poster, vor dem man im Kinderzimmer mit einem Meter Abstand steht, ist 200 dpi ein guter Zielwert. Unter 100 dpi warnt das Werkzeug: Dann sind Pixelstufen und Kompressionsflecken aus der Nähe deutlich zu sehen. Hilft nur ein kleineres Poster oder ein größeres Ausgangsbild. Ein Bild, das hochgerechnet wird, bekommt dadurch keine neuen Details, wirkt gedruckt aber oft weicher und weniger treppig.
Überlappung, Druckrand und Schnittlinien
Kaum ein Heimdrucker druckt bis an die Papierkante. Je nach Modell bleiben 3 bis 5 mm weiß. Der Druckrand im Werkzeug legt fest, wie viel Abstand das Bild zur Blattkante hält; 10 mm sind bei jedem Drucker sicher. Die Überlappung ist der Streifen, den zwei benachbarte Blätter gemeinsam haben. Auf ihm wird geklebt, und kleine Ungenauigkeiten beim Anlegen verschwinden darin.
Mit eingeschalteten Marken druckt das Werkzeug zwei Arten von Linien. Die gestrichelte Linie liegt an der linken und oberen Kante des Bildbereichs, überall dort, wo ein Nachbarblatt anschließt; an ihr schneiden Sie den weißen Rand ab. Die gepunktete Linie markiert rechts und unten den Beginn der Überlappung. Dort legen Sie das nächste Blatt mit seiner abgeschnittenen Kante an.
Richtig drucken: 100 % statt „An Seite anpassen“
Der häufigste Fehler passiert im Druckdialog. Viele PDF-Programme stehen auf „An Seite anpassen“ oder „Übergroße Seiten verkleinern“. Dann schrumpft jedes Blatt um einige Prozent, die Kanten passen nicht mehr aufeinander und das Poster bekommt Stufen. Wählen Sie „Tatsächliche Größe“ oder 100 %, ohne Randlos-Druck, und drucken Sie zuerst ein einzelnes Blatt. Mit dem Lineal prüfen Sie dann, ob der Abstand zwischen gestrichelter und gepunkteter Linie so groß ist wie erwartet: bei A4 hoch mit den Voreinstellungen 180 mm in der Breite.
Für ein Poster aus A4 eignet sich normales Papier mit 80 g/m², für Fotos besser mattes Papier ab 120 g/m². Glänzendes Fotopapier zeigt die Klebekanten stärker, weil das Licht an ihnen anders spiegelt.
Blätter zusammenkleben ohne sichtbare Kanten
Legen Sie alle Blätter in der Reihenfolge der Namen aus: A1, A2, A3 in der ersten Zeile, B1, B2, B3 in der zweiten. Schneiden Sie an jedem Blatt, das links oder oben einen Nachbarn hat, den Rand an der gestrichelten Linie ab. Kleben Sie zuerst jede Zeile von links nach rechts: Das rechte Blatt liegt oben, seine Schnittkante trifft die gepunktete Linie des linken Blatts. Danach verbinden Sie die fertigen Zeilen von oben nach unten. Ein Klebestift wellt dünnes Papier weniger als flüssiger Kleber; von hinten angebrachtes Klebeband hält die Nähte zusätzlich.
Ihr Bild bleibt auf Ihrem Gerät
Das Werkzeug lädt Ihr Foto nicht hoch. Bild lesen, Raster rechnen, verkleinern und das PDF schreiben passiert im Browser, mit einem eigenen kleinen PDF-Modul ohne fremde Bibliothek. Gezählt wird nur, dass ein PDF erzeugt wurde, ohne Bild und ohne Einstellungen. Nach dem Laden der Seite funktioniert das Werkzeug auch ohne Internetverbindung.