So läuft die Umwandlung in Ihrem Browser
Sie wählen ein oder mehrere HEIC-Fotos aus oder ziehen sie in das Feld. Kaum ein Browser kann HEIC selbst öffnen, Chrome und Firefox gar nicht. Deshalb lädt die Seite beim ersten Foto die Programmbibliothek libheif (Version 1.23.2 mit dem HEVC-Dekoder libde265, gut 1,4 MB) von dieser Domain nach und prüft vor dem Start ihre Prüfsumme. libheif entpackt das Foto in Ihrem Browser zu Bildpunkten. Daraus schreibt der Browser über eine unsichtbare Zeichenfläche (Canvas) eine JPG-Datei, in einem eigenen Hintergrund-Thread, damit die Seite bedienbar bleibt.
Die Fotos laufen nacheinander durch, das schont den Arbeitsspeicher. Fertige Dateien erscheinen mit alter und neuer Größe in der Liste, jede mit eigenem Knopf zum Herunterladen. Ab zwei fertigen Dateien packt „Alle als ZIP herunterladen“ alles in ein Archiv. Der Dateiname bleibt, nur die Endung wird .jpg: aus „IMG_4711.HEIC“ wird „IMG_4711.jpg“.
Kein Upload, und das können Sie selbst prüfen
Die Seite schickt keine Datei an einen Server, auch nicht an unseren. Prüfen lässt sich das in jedem Desktop-Browser: Entwicklerwerkzeuge öffnen (F12), Reiter „Netzwerk“, dann eine Datei umwandeln. Es erscheint keine Anfrage, die Ihre Datei enthält. Beim Öffnen holt die Seite einige Programmteile von dieser Domain, etwa den HEIC-Dekoder und den ZIP-Packer, danach nichts mehr. Wer es ganz genau wissen will, lädt die Seite, wählt einmal eine Testdatei, schaltet dann das WLAN ab und wandelt weiter um. Das funktioniert; wir haben es am 02.10.2026 in Chrome so getestet.
Warum das Foto aufrecht bleibt
Das iPhone speichert ein Hochkantfoto oft quer und vermerkt die Drehung dazu. In einer HEIC-Datei steht diese Drehung in einem eigenen Kasten der Datei (irot), meist zusätzlich als EXIF-Ausrichtung. libheif wendet die Drehung aus der Datei an, und zwar genau einmal. Das JPG enthält danach die Bildpunkte schon richtig herum und braucht keine Drehangabe mehr. Darum steht es auch in Programmen aufrecht, die EXIF-Angaben ignorieren, etwa in manchen Shop- und Behördenportalen. Geprüft haben wir das mit Testfotos der Ausrichtungen 1, 6 und 8.
Was mit Standort, Datum und Kamera passiert
Das JPG enthält keine Metadaten: kein GPS, kein Aufnahmedatum, kein Kameramodell, keine Seriennummer. Die Zeichenfläche des Browsers schreibt so etwas nicht, und den leeren EXIF-Block, den Safari dabei anlegt, entfernt das Werkzeug zusätzlich. Für Fotos, die Sie weitergeben oder hochladen, ist das ein Vorteil, denn der Aufnahmeort Ihres Zuhauses steckt sonst in jedem Bild. Wer das Aufnahmedatum später noch braucht, etwa zum Sortieren, hebt die HEIC-Originale auf.
Qualität und Dateigröße
HEIC speichert ein Foto mit dem Videoverfahren HEVC, JPG mit dem älteren JPEG-Verfahren. Apple beschreibt HEIF als besser komprimierend als JPEG bei gleicher Bildqualität (Apple Support). Das JPG wird deshalb meist größer als das HEIC, auch wenn es nicht besser aussieht. Unser Testbild mit 4.032 × 3.024 Pixeln (12 Megapixel, wie bei vielen iPhones) hatte als HEIC 740 KB und als JPG in Qualität 85 rund 1,0 MB; die Umwandlung dauerte in Chrome auf einem Mac 0,6 Sekunden (gemessen am 02.10.2026). Voreingestellt ist Qualität 85. Für E-Mail und Web reichen 75 bis 85, für den Druck nehmen Sie 90 oder mehr. Mit „Größe“ verkleinern Sie zusätzlich auf eine längste Seite von 3.840, 1.920 oder 1.280 Pixeln; das spart am meisten Platz.
Farben: Das iPhone nimmt im Farbraum Display P3 auf. Das Farbprofil übernimmt das Werkzeug nicht, die Farbwerte landen als sRGB im JPG. Sehr kräftige Rot- und Grüntöne können dadurch etwas matter wirken. HDR-Angaben und Tiefenkarten (Porträtmodus) gehen verloren, das JPG ist ein normales 8-Bit-Bild.
Grenzen der Umwandlung im Browser
Ein Foto darf bis 100 MB groß sein, die Liste nimmt bis 200 Fotos auf einmal. Enthält eine HEIC-Datei mehrere Bilder, etwa eine Serie, wird das Hauptbild umgewandelt. Von einem Live Photo bleibt das Standbild, der kurze Film liegt ohnehin als eigene MOV-Datei daneben. Videos wandeln Sie mit MOV in MP4 um.
Ein Foto mit 48 Megapixeln (8.064 × 6.048 Pixel) belegt entpackt rund 200 MB Arbeitsspeicher. Am Desktop ist das kein Problem. Im Browser auf iPhone und iPad ist eine Zeichenfläche höchstens 8.192 × 8.192 Pixel groß (WebKit-Quelltext, CanvasBase.cpp, Stand 02.10.2026), ein 48-MP-Foto passt also hinein. Auf älteren Geräten mit wenig Speicher kann der Tab bei sehr großen Fotos trotzdem neu laden; dann wählen Sie weniger Fotos auf einmal oder stellen „Größe“ auf 3.840 Pixel.
Am iPhone gleich JPG aufnehmen
Wer HEIC gar nicht erst haben will, stellt das iPhone um: „Einstellungen“, „Kamera“, „Formate“ und dort „Maximale Kompatibilität“. Neue Fotos speichert das iPhone dann als JPEG, so beschreibt es Apple. Die Fotos brauchen dann mehr Speicherplatz. Bereits aufgenommene Bilder bleiben HEIC; für die ist dieses Werkzeug da. Mehrere Fotos zu einem PDF zusammenfassen können Sie mit HEIC in PDF.