So finden Sie die richtigen Serverdaten
Tragen Sie oben Ihre E-Mail-Adresse oder nur die Domain hinter dem @ ein und klicken Sie auf „Nachschlagen“. Das Werkzeug zeigt dann für IMAP, POP3 und SMTP den Servernamen, den Port, die Verschlüsselung und den Benutzernamen, dazu die Anmeldeart und Hinweise des Anbieters. Die Tabelle liegt als Datei auf dieser Seite, Ihre Adresse wird nur in Ihrem Browser ausgewertet. Zu jedem Anbieter nennt die Ergebnisbox die Quellen und das Datum des Abgleichs.
Sie brauchen die Angaben immer dann, wenn ein Programm das Konto nicht von selbst einrichtet: bei Outlook, Thunderbird, Apple Mail oder einem älteren Gerät, nach einem Anbieterwechsel oder bei der Fehlermeldung „Server antwortet nicht“. Wer nur sehen will, ob die eigene Domain bei einem der Anbieter in der Tabelle liegt, findet unten die Übersicht aller Einträge. Die Übersicht ist bewusst auf die Hauptserver beschränkt, die Alternativen mit anderem Port zeigt die Ergebnisbox.
Die Werte stammen aus der Anbieterdatenbank von Mozilla (Thunderbird ISPDB) und den Hilfeseiten der Anbieter, abgerufen am 17.10.2026. Wo die Hilfeseite fehlte oder nicht erreichbar war, steht nur der Eintrag der Datenbank, und die Zeile sagt das. Nichts ist geschätzt oder aus Ratgeberseiten übernommen.
Übersicht der Anbieter in der Tabelle
| Anbieter | IMAP | POP3 | SMTP |
|---|---|---|---|
| WEB.DE web.de | imap. | pop3. | smtp. |
| GMX gmx.de, gmx.net, gmx.at | imap. | pop. | mail. |
| Telekom t-online.de, magenta.de | secureimap. | securepop. | securesmtp. |
| Gmail (Google) gmail.com, googlemail.com | imap. | pop. | smtp. |
| Outlook.com und Hotmail (Microsoft) outlook.com, outlook.de, outlook.at, hotmail.de, hotmail.com, live.de | outlook. | outlook. | smtp-mail. |
| Microsoft 365 (Exchange Online) nur über MX-Eintrag | outlook. | outlook. | smtp. |
| STRATO strato.de, rzone.de | imap. | pop3. | smtp. |
| Vodafone vodafonemail.de, arcor.de, kabelmail.de | imap. | pop3. | smtp. |
| Yahoo Mail yahoo.com, yahoo.de, ymail.com | imap. | pop. | smtp. |
| iCloud Mail (Apple) icloud.com, me.com, mac.com | imap. | nicht angeboten | smtp. |
| Posteo posteo.de, posteo.at, posteo.ch | posteo. | posteo. | posteo. |
| AOL Mail aol.com, aol.de | imap. | pop. | smtp. |
Jede Zeile nennt die empfohlene Variante. Alternative Ports und Benutzernamen stehen in der Ergebnisbox. Quellen:
- WEB.DE: Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag web.de, WEB.DE Hilfe: Serverdaten für IMAP und SMTP, WEB.DE Hilfe: POP3 und IMAP einschalten
- GMX: Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag gmx.net, GMX Hilfe: Serverdaten für IMAP und SMTP, GMX Hilfe: POP3 und IMAP einschalten
- Telekom: Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag t-online.de
- Gmail (Google): Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag gmail.com, Google-Workspace-Admin-Hilfe, smtp.gmail.com
- Outlook.com und Hotmail (Microsoft): Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag outlook.com, Microsoft: POP-, IMAP- und SMTP-Einstellungen für Outlook.com
- Microsoft 365 (Exchange Online): Microsoft Learn: POP3 und IMAP4 in Exchange Online
- STRATO: Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag strato.de, STRATO FAQ: E-Mail-Authentifizierung, Servereinstellungen
- Vodafone: Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag vodafonemail.de, Vodafone Hilfe: E-Mail & Cloud einrichten
- Yahoo Mail: Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag yahoo.com, Yahoo Hilfe: IMAP-Servereinstellungen
- iCloud Mail (Apple): Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag icloud.com, Apple Support: Mailserver-Einstellungen für iCloud Mail
- Posteo: Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag posteo.de, Posteo Hilfe (Übersicht)
- AOL Mail: Mozilla Thunderbird ISPDB, Eintrag aol.com
IMAP oder POP3: was Sie wählen sollten
IMAP lässt die Mails auf dem Server und zeigt auf jedem Gerät denselben Stand. Gelesen, gelöscht, verschoben: Alles gilt sofort überall. Das ist für Handy, Laptop und Webmail die richtige Wahl. POP3 holt die Mails auf ein einzelnes Gerät. Je nach Einstellung bleiben sie auf dem Server oder werden dort gelöscht, ein zweites Gerät sieht dann nur, was es selbst abgeholt hat.
POP3 lohnt nur, wenn ein einziger Rechner alles archivieren soll oder der Speicherplatz des Postfachs knapp ist. Wählen Sie es, stellen Sie im Programm ein, wie lange Kopien auf dem Server bleiben, sonst fehlen Ihnen auf dem Handy später die Mails. Manche Anbieter bieten gar kein POP3 an. iCloud Mail ist so ein Fall, dort zeigt das Werkzeug „nicht angeboten“.
Ports und Verschlüsselung: 993, 465, 587 und STARTTLS
Für den Posteingang ist Port 993 mit SSL/TLS der Standard bei IMAP, Port 995 bei POP3. Beim Versand per SMTP sind es Port 465 mit SSL/TLS oder Port 587 mit STARTTLS. Der Unterschied: Bei SSL/TLS ist die Verbindung vom ersten Byte an verschlüsselt. Bei STARTTLS beginnt sie im Klartext und schaltet nach einem Befehl um. Beides schützt Ihr Passwort, wenn das Programm die Verschlüsselung verlangt und nicht nur anbietet.
Nehmen Sie den Port samt Verschlüsselung, den die Zeile des Anbieters nennt. Ein falsches Paar, etwa Port 587 mit SSL/TLS statt STARTTLS, endet in einer Zeitüberschreitung ohne klare Meldung. Port 25 dient dem Mailtransport zwischen Servern und ist für Ihr Programm keine gute Wahl. Unverschlüsselte Ports ohne SSL/TLS oder STARTTLS führt dieses Werkzeug nicht auf.
Benutzername und Passwort: volle Adresse, App-Passwort oder OAuth
Meist ist der Benutzername die volle E-Mail-Adresse. Abweichungen nennt die Tabelle: Bei iCloud ist der IMAP-Benutzername der Teil vor dem @, der Versand läuft mit der vollen Adresse. Bei web.de nennt die Mozilla-Datenbank ebenfalls den Teil vor dem @, die Zeile enthält dazu den Hinweis, bei Problemen die volle Adresse zu probieren.
Beim Passwort gibt es drei Fälle. Erstens das normale Postfachpasswort, wie bei GMX, web.de, Strato und Posteo. Zweitens ein eigenes Passwort nur für Programme: Vodafone verlangt ein IMAP/POP3-Passwort, Yahoo und iCloud ein App-Passwort. Ob die Telekom für Mail-Programme ein eigenes Passwort verlangt, belegt keine der Quellen dieser Seite, die Zeile sagt das. Schauen Sie im Kundencenter nach. Drittens die Anmeldung über ein Browserfenster (OAuth). Outlook.com und Microsoft 365 erlauben Programmen keine Anmeldung mit Passwort mehr, bei Gmail ist das Google-Fenster der empfohlene Weg. Das Werkzeug fragt nie nach einem Passwort und speichert keines.
E-Mail am iPhone mit Profil einrichten
Für Anbieter, die sich mit Passwort anmelden, erzeugt der Knopf „iPhone-Profil herunterladen“ eine Konfigurationsdatei (.mobileconfig) mit Servernamen, Ports, Verschlüsselung und Ihrer Adresse. Das Passwort tragen Sie am Gerät ein, es steht nicht in der Datei. Öffnen Sie die Datei am iPhone, bestätigen Sie den Download und installieren Sie das Profil unter Einstellungen, Allgemein, VPN & Geräteverwaltung. Danach erscheint das Konto in Mail.
Das Profil ist nicht signiert, iOS zeigt deshalb „Nicht verifiziert“. Das ist bei selbst erzeugten Profilen normal. Prüfen Sie vor dem Installieren die Angaben in der Ansicht des Profils und löschen Sie es, wenn etwas nicht stimmt. Für Outlook.com und Microsoft 365 gibt es kein Profil, weil die Anmeldung dort über Microsoft läuft und nicht über ein Passwort in der Datei. Dort richten Sie das Konto in Mail über „Konto hinzufügen“ ein.
Eigene Domain: Serverdaten über den MX-Eintrag finden
Bei einer eigenen Domain wie firma.example hängen die Serverdaten davon ab, wo das Postfach liegt. Das verrät der MX-Eintrag im DNS: Er nennt die Server, die Mail für die Domain annehmen. Zeigt er auf *.mail.protection.outlook.com, liegt das Postfach bei Microsoft 365, bei aspmx.l.google.com bei Google Workspace, bei smtpin.rzone.de bei Strato. Für diese Anbieter nennt das Werkzeug die Serverdaten. Hinter mx00.ionos.de erkennt es IONOS, hat dafür aber keine belegten Daten und sagt das.
Ihre Adresse verlässt den Browser nie. Nur wenn Sie „MX abfragen“ oder „In der Thunderbird-Datenbank nachsehen“ klicken, geht der Domainname an Cloudflare (DNS über HTTPS) bzw. an Mozilla, nie der Teil vor dem @. Die Mozilla-Abfrage ist ein zweiter Klick, den die Seite erst nach der MX-Abfrage anbietet. Kennt die Datenbank die Domain nicht, fragt das Werkzeug zusätzlich nach der Hauptdomain des MX-Servers, den letzten zwei Teilen des Hostnamens. Ohne diese Klicks geht Ihre Eingabe nirgendwohin. Findet auch die Datenbank nichts, fragen Sie Ihren Hoster. Moderne Programme suchen die Daten beim Einrichten selbst über eine Konfigurationsdatei (autoconfig) oder über DNS-Einträge nach RFC 6186.
Typische Fehler beim Einrichten
- Zugriff nicht eingeschaltet. Bei web.de und GMX muss POP3/IMAP im Webmailer erlaubt sein, sonst lehnt der Server jede Anmeldung ab. Werden die Programme länger nicht benutzt, schalten die Anbieter den Abruf wieder ab.
- Falsches Passwort. Wer ein App-Passwort oder E-Mail-Passwort braucht, scheitert mit dem normalen Anmeldepasswort. Die Meldung lautet oft nur „Anmeldung fehlgeschlagen“.
- Falscher Port oder falsche Verschlüsselung. 465 gehört zu SSL/TLS, 587 zu STARTTLS. Prüfen Sie beides.
- Benutzername falsch. Probieren Sie die volle Adresse oder den Teil vor dem @, je nachdem, was die Tabelle nennt.
- Server nur für den Versand vergessen. Empfangen klappt, Senden nicht: Der SMTP-Server braucht dieselben Anmeldedaten.
Kommen Ihre Mails trotz richtiger Einstellungen beim Empfänger nicht an, liegt das selten an diesen Werten. Dann prüft der E-Mail-Check SPF, DKIM und DMARC der Domain, und der Ratgeber SPF, DKIM und DMARC einrichten erklärt die Einträge. Zu den Portnummern allgemein hilft die Seite Portnummern. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Konto fremd benutzt wird, hilft der Ratgeber E-Mail-Konto gehackt: die erste Stunde.
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