Wo läuft Ihre Website eigentlich?

Die meisten Betriebe wissen nicht, bei welchem Anbieter ihre Seite liegt, in welchem Land der Server steht und wann das Zertifikat abläuft — bis etwas kaputtgeht. Domain eingeben, und Sie sehen es in wenigen Sekunden. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Geprüft wird passiv: eine normale Anfrage an Ihre Startseite und öffentliche DNS-Einträge. Kein Portscan, kein Sicherheitstest, keine Anmeldedaten. Es werden keine Daten über Sie gespeichert.

Und die Seite selbst? Website-Check: mobilfähig, Google-Grundlagen, Ladezeit →

Der Hosting-Check betrachtet den Server hinter Ihrer Adresse, nicht den Inhalt Ihrer Seite: Anbieter, Land der Netzregistrierung, Restlaufzeit und Aussteller des SSL-Zertifikats, Antwortzeit des Servers, HTTP-Version, Komprimierung, preisgegebene Server-Version, IPv6, DNS-Verwaltung und Mail-Anbieter. Wie Ihre Seite auf dem Handy aussieht und ob Google sie mag, sagt Ihnen der Website-Check; ob Ihre E-Mails im Spam landen, der E-Mail-Check.

Warum es sich lohnt, das einmal zu wissen

Hosting ist die Sorte Technik, die niemanden interessiert, solange sie läuft — und die den Betrieb lahmlegt, sobald sie es nicht mehr tut. Drei Situationen, in denen die Antwort plötzlich wichtig wird: Die Agentur, die die Seite gebaut hat, ist nicht mehr erreichbar und niemand weiß, wo die Seite eigentlich liegt. Das SSL-Zertifikat läuft ab und jeder Besucher bekommt statt der Startseite eine rote Sicherheitswarnung. Oder ein Datenschutzhinweis fehlt, weil niemand wusste, dass der Server in den USA steht.

Alle drei Fälle lassen sich in zwei Minuten klären, wenn man weiß, wonach man schaut. Genau das macht dieser Check.

Was geprüft wird — und was die Antwort bedeutet

Anbieter und Standort

Anbieter: Aus der IP-Adresse Ihrer Domain lässt sich ablesen, in wessen Netz der Server steht — IONOS, STRATO, Hetzner, ALL-INKL, AWS, Azure und die übrigen großen Namen erkennt der Check direkt. Das ist die Information, die Ihnen fehlt, wenn Sie umziehen wollen oder jemanden brauchen, der etwas am Server ändert.

Standort: Steht der Server außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, verlassen Daten Ihrer Besucher — mindestens deren IP-Adresse — den europäischen Rechtsraum. Das ist erlaubt, gehört aber in die Datenschutzerklärung und braucht eine Rechtsgrundlage nach Art. 44 ff. DSGVO. Wichtig zur Einordnung: Der Check liest das Land aus der Registrierung des Netzes, nicht aus einer Messung. Registrierung und tatsächlicher Rechenzentrumsstandort können auseinanderfallen — verbindlich ist, was in Ihrem Vertrag und im Auftragsverarbeitungsvertrag steht.

Schutzdienst davor: Liegt ein Dienst wie Cloudflare vor der Seite, sieht man von außen nur diesen. Wo der eigentliche Server steht, weiß dann nur der Betreiber — das ist der Sinn der Sache und kein Fehler. Der Check sagt das offen, statt eine Zahl zu erfinden.

Zertifikat

Der Check nennt Aussteller und Restlaufzeit in Tagen. Bei automatischer Erneuerung (Let's Encrypt und die meisten Hoster) ist eine kurze Restlaufzeit völlig normal. Ist die Erneuerung dagegen manuell — etwa bei gekauften Zertifikaten —, ist dieser Wert der wichtigste auf der ganzen Seite: Läuft es ab, ist die Website für alle Besucher gesperrt, bis jemand handelt. Wir haben das selbst erlebt; seitdem steht diese Zahl bei uns auf einem Monitor.

Geschwindigkeit und Technik

Antwortzeit: Wie lange der Server braucht, bis das erste Byte kommt. Anders als die Ladezeit im Website-Check hängt dieser Wert nicht an Ihren Bildern, sondern am Server selbst. Über eine Sekunde heißt fast immer: günstiges Shared Hosting mit sehr vielen Kunden auf einer Maschine.

Übertragungstechnik: HTTP/2 ist seit 2015 Standard, HTTP/3 ist im Mobilfunk noch einmal spürbar schneller. Wer heute noch über HTTP/1.1 ausliefert, lädt jede Datei einzeln nacheinander — bei einer bildreichen Seite macht das Sekunden aus. Der Umstieg ist beim Hoster meist ein Schalter, keine Umbauarbeit.

Komprimierung: Texte und Quelltext schrumpfen komprimiert typischerweise auf ein Viertel. Fehlt sie, zahlen Ihre Besucher das mit Wartezeit und Datenvolumen.

Server-Software: Viele Server nennen nach außen ihre genaue Versionsnummer. Angreifer suchen automatisiert genau danach, weil sich zu jeder Version die bekannten Lücken nachschlagen lassen. Die Angabe abzuschalten ist eine Zeile in der Konfiguration und kostet nichts.

IPv6: Kein Drama, wenn es fehlt — aber in reinen IPv6-Mobilfunknetzen läuft der Zugriff dann über einen Übersetzer beim Provider.

DNS und E-Mail

DNS-Verwaltung: Wer die Nameserver stellt, verwaltet die Einträge Ihrer Domain. Das ist oft ein anderer Anbieter als der, bei dem die Seite liegt — und genau die Stelle, an der bei einem Umzug etwas geändert werden muss.

E-Mail: Der Check zeigt, über welchen Anbieter Ihre Mails laufen. Ob SPF, DKIM und DMARC korrekt gesetzt sind — also ob Ihre Mails ankommen und niemand in Ihrem Namen schreiben kann —, prüft der E-Mail-Check.

Was der Check nicht kann

Er sagt nichts darüber, ob Ihr Hosting-Vertrag preiswert ist, wie gut der Support Ihres Anbieters arbeitet oder ob Ihre Seite sicher programmiert ist. Er testet keine Schwachstellen und probiert keine Passwörter — er schaut nur auf das, was jeder Server jedem Besucher ohnehin verrät. Ein durchweg grünes Ergebnis heißt: Die Grundlagen stimmen. Ob Sie für diese Grundlagen zu viel bezahlen, ist eine andere Frage — die beantworte ich Ihnen gern am Telefon.

Häufige Fragen

Ist der Hosting-Check kostenlos?

Ja, komplett. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse, ohne versteckte Kosten. Sie können ihn für jede öffentlich erreichbare Domain nutzen.

Merkt mein Hoster, dass ich den Check nutze?

In seinem Zugriffslog steht eine einzelne Anfrage an Ihre Startseite — dasselbe, was jeder Besucher auslöst. Mehr passiert nicht: kein Portscan, kein Anmeldeversuch, kein Sicherheitstest.

Der Check sagt, mein Server steht in den USA. Ist das schlimm?

Nicht automatisch. Es heißt, dass Sie den Drittlandtransfer in Ihrer Datenschutzerklärung erwähnen und auf eine Rechtsgrundlage stützen müssen — bei den großen US-Anbietern in der Regel über deren Standardvertragsklauseln oder das EU-US Data Privacy Framework. Prüfen Sie zuerst, was in Ihrem Auftragsverarbeitungsvertrag steht.

Warum erkennt der Check meinen Anbieter nicht?

Erkannt werden die gängigen Hoster anhand ihrer Netzkennung. Bei kleinen regionalen Anbietern, eigenen Servern oder Wiederverkäufern zeigt der Check stattdessen den Namen des Netzbetreibers — das ist dann oft der Rechenzentrumsbetreiber, nicht die Firma auf Ihrer Rechnung.

Mein Zertifikat läuft in 20 Tagen ab. Muss ich etwas tun?

Wenn Ihr Hoster automatisch erneuert (Let's Encrypt und die meisten Standardpakete), nein — das ist der Normalzustand. Wenn Sie das Zertifikat einmal gekauft und manuell eingespielt haben: ja, und zwar jetzt. Im Zweifel fragen Sie Ihren Anbieter, ob die Erneuerung automatisch läuft.

Kann ich damit die Seite eines Wettbewerbers prüfen?

Technisch ja — alle abgefragten Angaben sind öffentlich. Interessanter ist meist die eigene Seite.