So entstehen die Ausweise
Ein Beispiel: Der Kassenwart eines Sportvereins hat 48 Mitglieder in einer Excel-Tabelle mit den Spalten Vorname, Nachname, Mitgliedsnummer und Abteilung. Er lädt die Datei, das Werkzeug erkennt die Spalten an ihren Namen und zeigt die Zuordnung zum Prüfen. Dazu kommen Vereinsname, Logo, die Vereinsfarbe und „gültig bis 31.12.2026“ für alle. Heraus kommt ein PDF mit fünf A4-Seiten, je zehn Ausweise im Scheckkartenformat, mit Schnittmarken am Rand. Auf festem Papier gedruckt, ausgeschnitten und laminiert ist das ein Ausweis, der in jedes Kartenfach passt.
Jede Karte hat oben ein Farbband mit Logo und Vereinsname, darunter die Überschrift, den Namen in 12 pt, die Mitgliedsnummer, das Ablaufdatum und auf Wunsch einen Zusatz wie die Abteilung. Rechts unten steht der QR-Code. Passt ein langer Name nicht, wird nur der Name kleiner oder zweizeilig gesetzt, nie unter 7 pt; alle anderen Angaben behalten ihre Größe. Die Grenze folgt der EU-Lebensmittel-Informationsverordnung, die für gedruckte Pflichtangaben eine x-Höhe von mindestens 1,2 mm verlangt (Art. 13 Abs. 2); das sind bei Helvetica 6,5 pt. Reicht auch das nicht oder ist der Vereinsname zu lang, nennt das Werkzeug die Zeichenzahl, die passt, und erzeugt kein PDF mit überstehendem Text. Unter der Vorschau steht der Rechenweg mit Maßen, Schriftgrößen und Größe des QR-Codes.
Das Scheckkartenformat ID-1
Personalausweis, Bankkarte und Krankenkassenkarte haben dasselbe Format: ID-1 nach ISO/IEC 7810. Die Norm selbst ist kostenpflichtig, ihre Maße stehen aber frei zugänglich im Dokument 9303 der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, das die maschinenlesbaren Ausweise beschreibt (Teil 5, Abschnitt 2.1, abgerufen am 04.10.2026).
| Maß | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Breite × Höhe ID-1 | 85,60 × 53,98 mm | ICAO Doc 9303 Teil 5, 2.1 |
| Eckenradius | 3,18 mm | ICAO Doc 9303 Teil 5, Figure 2 |
| A4 zum Ausschneiden | 2 × 5 Karten ohne Lücke, Raster 171,2 × 269,9 mm, Rand links 19,4 mm, oben 13,55 mm | gerechnet aus ID-1 und A4 |
| Avery Zweckform C32011 | 10 Karten 85 × 54 mm, erste Karte 15,17 mm von links, 13,49 mm von oben | Word-Vorlage des Herstellers |
| Bild fürs Handy | 1011 × 638 Pixel, 300 dpi im PNG hinterlegt, Ecken gerundet | gerechnet aus ID-1 |
Die Karten auf dem A4-Blatt liegen ohne Lücke nebeneinander. Ein Schnitt trennt also immer zwei Karten, und mit einem Hebelschneider oder Lineal und Cutter sind es neun gerade Schnitte für zehn Ausweise, die Ränder mitgezählt. Die Schnittmarken stehen außen am Raster, an jeder Schnittlinie. Die Etiketten des Bogens C32011 sind 0,6 mm schmaler als ID-1; das Werkzeug setzt den Inhalt dort auf 85 × 54 mm.
Was im QR-Code steht
Sie wählen den Inhalt selbst. „Ausweisdaten als Text“ schreibt Überschrift, Verein, Name, Mitgliedsnummer und
„Gültig bis“ als Klartext in den Code; wer ihn mit der Handykamera scannt, sieht genau diese Zeilen. „Kontakt (vCard)“
legt einen Kontakt nach vCard 3.0 (RFC 2426) an, mit dem Verein als Organisation und der Mitgliedsnummer als Notiz.
„nur Mitgliedsnummer“ passt zu einer Einlassliste oder einem Kassensystem, das Nummern scannt. Mit „eigener Text oder
Link“ tragen Sie zum Beispiel https://ihr-verein.de/mitglied/{nummer} ein; das Werkzeug setzt je Karte die
Nummer ein und hängt nichts an, keinen Zähler und keinen Kurzlink.
Der Code steht rechts unten, mit 4 Modulen Ruhezone rundherum, wie es DENSO WAVE, der Erfinder des QR-Codes, verlangt. Bei Klartext mit Vereinsname und Abteilung hat er etwa 49 × 49 Module und ist knapp 30 mm breit, ein Modul also rund 0,6 mm. DENSO WAVE nennt 0,17 mm als kleinstes Modul für einen Laserdrucker mit 600 dpi; das Werkzeug warnt unter 0,25 mm. Bedenken Sie beim Inhalt: Wer den Code scannt, liest alles, was drinsteht. Ein Geburtsdatum oder die Anschrift gehören deshalb nicht hinein.
Mitgliedsausweise drucken: zu Hause, auf dem Bogen oder bei der Druckerei
Für den Druck zu Hause nehmen Sie festes Papier oder Karton, so dick, wie Ihr Drucker laut Handbuch über die manuelle Zufuhr verarbeitet. Stellen Sie im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ oder 100 % ein, nicht „An Seite anpassen“. Danach schneiden und laminieren; Laminierfolien im Kartenformat gibt es fertig zu kaufen. Mit dem Bogen Avery Zweckform C32011 entfällt das Schneiden, die Karten sind vorgestanzt. Der Knopf „Probedruck C32011“ druckt die zehn Kartenrahmen und zwei Linien von genau 100 mm auf Normalpapier, damit Sie vor dem teuren Bogen nachmessen können.
Für Plastikkarten aus der Druckerei wählen Sie „Druckerei“. Dann bekommt jedes Mitglied eine eigene PDF-Seite im Endformat 85,6 × 53,98 mm, plus 2 oder 3 mm Beschnitt rundherum. Das Farbband läuft bis in den Beschnitt, damit nach dem Schneiden kein weißer Rand bleibt. Im PDF stehen TrimBox und BleedBox nach ISO 32000-1, Farbband und Text in CMYK, der Text als Pfade in Liberation Sans. Ein Logo bleibt so, wie Sie es laden, meist RGB; die Umrechnung nach CMYK übernimmt Ihre Druckerei. SAXOPRINT verlangt bei Visitenkarten 2 mm Beschnitt, andere Druckereien 3 mm; was Ihre verlangt, steht in deren Datenblatt. Die runden Ecken stanzt die Druckerei, sie stehen nicht im PDF.
Ausweis aufs Handy: als Bild
Der Knopf „Als Bilder fürs Handy“ legt jeden Ausweis als PNG mit 1011 × 638 Pixeln an, mehrere zusammen als ZIP. Das Bild schicken Sie dem Mitglied, es speichert es in seinen Fotos. Der QR-Code im Bild lässt sich vom Bildschirm scannen.
Eine echte Karte für Apple Wallet ist das nicht, und das Werkzeug kann sie auch nicht erzeugen. Apple Wallet nimmt nur Pässe an, die mit einem Zertifikat für eine Pass Type ID signiert sind. Dieses Zertifikat gibt es nur über das kostenpflichtige Apple Developer Program. Google Wallet verlangt ein Ausstellerkonto (Issuer Account) und einen Dienstkonto-Schlüssel, mit dem jede Karte signiert wird. Beides darf nicht in einer Webseite stecken, weil jeder den Schlüssel auslesen könnte. Dienste, die Wallet-Karten für Vereine anbieten, signieren deshalb auf ihrem Server, mit Ihrem Konto bei ihnen. Eine Karte für Apple Wallet oder Google Wallet bieten wir derzeit nicht an; Bild und gedruckte Karte sind hier die ehrliche Lösung.
Was das Werkzeug nicht kann
Es gibt ein festes Layout mit einer Farbe, einem Logo und Helvetica als Schrift (im Druckerei-PDF Liberation Sans, als Pfade). Ein Foto des Mitglieds, eine Rückseite, ein Barcode statt QR-Code oder frei verschiebbare Felder sind nicht vorgesehen. Pro Durchgang verarbeitet es bis zu 500 Mitglieder; größere Listen teilen Sie auf. Zeichen außerhalb des westeuropäischen Zeichensatzes (Windows-1252) schreibt es auf der Karte um, aus Ł wird L, und es nennt jede Ersetzung; im QR-Code bleiben sie erhalten. Umlaute und ß bleiben überall. Alte Excel-Dateien im Format .xls liest es nicht, speichern Sie sie als .xlsx oder CSV.
Ihre Mitgliederliste bleibt auf dem Gerät
Namen und Mitgliedsnummern sind personenbezogene Daten. Deshalb läuft alles ohne Upload im Browser: Liste lesen, QR-Codes rechnen, PDF und Bilder schreiben. Die PDF-Bibliothek pdf-lib, die Schrift Liberation Sans und das ZIP-Modul liegen auf dieser Domain und werden erst bei Bedarf geladen. Im Netzwerkprotokoll des Browsertests vom 04.10.2026 gingen beim Laden einer Excel-Liste, eines Logos und beim Erzeugen von PDF und Bildern keine Anfragen mit Namen, Nummern oder Bilddaten hinaus; gezählt wird nur der Seitenaufruf und, ohne Inhalt, dass das Werkzeug benutzt wurde. Google Analytics und AdSense lädt die Seite je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.