So prüfen Sie, ob Ihr Passwort geleakt wurde
Geben Sie das Passwort oben in das Feld ein und klicken Sie auf „Prüfen“. Nach wenigen Sekunden steht dort, wie oft es in der Datenbank Pwned Passwords vorkommt. Sie sammelt Passwörter aus öffentlich gewordenen Datenlecks und wird vom Dienst Have I Been Pwned betrieben. Mit „Anzeigen“ blenden Sie die Eingabe ein, falls Sie sich vertippt haben. Nach dem Ergebnis leert sich das Feld von selbst, „Feld leeren“ setzt alles zurück. Die Seite speichert nichts und führt keinen Verlauf.
Ein Beispiel zum Nachvollziehen: Für das Passwort „password“ meldete der Dienst am 17.10.2026 52.372.427 Treffer. Sein Fingerabdruck beginnt mit 5BAA6. Genau diese fünf Zeichen sehen Sie nach der Prüfung im Kasten „Was gesendet wurde“. Im Netzwerk-Reiter der Entwicklerwerkzeuge (F12) erscheint dann die Anfrage an api.pwnedpasswords.com/range/5BAA6 ohne Inhalt. Beim ersten Mal steht davor eine OPTIONS-Vorabfrage des Browsers an dieselbe Adresse, auch sie enthält nur diese fünf Zeichen.
Wer einer fremden Seite kein Passwort anvertrauen will, hat recht damit. Geben Sie dann kein aktuelles Passwort ein. Prüfen Sie im Zweifel lieber direkt in Ihrem Passwort-Manager, viele haben diese Funktion eingebaut. Wie Sie einen einrichten, steht im Ratgeber Passwort-Manager einrichten.
Warum Ihr Passwort das Gerät nicht verlässt (k-Anonymität)
Der Browser rechnet Ihr Passwort in einen SHA-1-Fingerabdruck um, einen 40-stelligen Hexwert, und sendet nur dessen erste 5 Zeichen an den Dienst, der alle bekannten Endungen mit diesem Anfang samt Füllzeilen zurückschickt. Ob Ihre Endung darunter ist, prüft allein Ihr Browser. Weder das Passwort noch der volle Fingerabdruck werden übertragen.
Zum Datenschutz auf dieser Seite: Gezählt wird nur, dass eine Prüfung stattgefunden hat, ohne jeden Inhalt. Wie alle kostenlosen Werkzeuge dieser Website lädt die Seite je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog Google Analytics und Google AdSense. Ihr Passwort wird an keinen dieser Dienste übertragen: Das Feld liegt in einem abgeschotteten Rahmen, auf den deren Skripte keinen Zugriff haben. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Was ein Treffer bedeutet
Ein Treffer heißt: Genau diese Zeichenfolge stand schon einmal in einem Datenleck, bei irgendeinem Dienst und bei irgendjemandem. Es heißt nicht, dass Ihr Konto gehackt wurde. Es heißt, dass Angreifer das Passwort kennen und bei fremden Konten durchprobieren. Je höher die Zahl, desto häufiger wurde es benutzt und desto früher steht es auf solchen Listen. Die Datenbank enthält nur Passwörter und ihre Häufigkeit, keine Namen und keine E-Mail-Adressen. Sie verrät also nicht, wem ein Passwort gehörte oder bei welchem Dienst es erbeutet wurde.
Kein Treffer heißt nicht: sicher. Die Datenbank kennt nur Passwörter aus Lecks, die öffentlich wurden. Ein kurzes oder leicht zu erratendes Passwort bleibt auch ohne Treffer schwach, und ein Passwort, das ein Schadprogramm mitgelesen hat, muss in keiner Liste stehen. Dazu kommt die Wiederverwendung: Ein Passwort, das Sie bei drei Diensten nutzen, ist so sicher wie der schwächste davon. Eine Stärkebewertung gibt die Seite bewusst nicht ab.
Dass der Abgleich mit solchen Listen üblich ist, zeigt der Standard NIST SP 800-63B-4: Abschnitt 3.1.1.2 verlangt von Diensten, neue Passwörter gegen eine Sperrliste kompromittierter Passwörter zu prüfen. Ihre Prüfung hier ist dasselbe Verfahren, nur aus Nutzersicht.
Passwort geleakt: was jetzt zu tun ist
Die Schritte gehen von dem Passwort aus, das Sie eben geprüft haben. Arbeiten Sie sie in dieser Reihenfolge ab.
- Passwort ändern. Beginnen Sie bei dem Konto, dessen Passwort betroffen ist, und beim E-Mail-Konto, über das sich viele andere Zugänge zurücksetzen lassen.
- Überall ändern, wo es noch gilt. Gehen Sie Online-Banking, Zahlungsdienste, Shops mit gespeicherten Karten und soziale Netzwerke durch.
- Zweiten Faktor einschalten. Eine Authenticator-App oder ein Passkey schützt auch dann, wenn ein Passwort bekannt ist.
- Neues Passwort erzeugen. Ein Zufallspasswort aus dem Passwort-Generator oder aus Ihrem Passwort-Manager ist besser als jede Abwandlung des alten.
- Konto prüfen. Der Ratgeber E-Mail-Konto gehackt: was in der ersten Stunde zählt führt durch Anmeldeprotokoll, Weiterleitungen und Wiederherstellungsangaben.
Woran man ein gehacktes Konto erkennt
Die klaren Zeichen sind meist Hinweise von außen: eine Warnung über eine Anmeldung von einem unbekannten Gerät oder Ort, eine Mail zum Zurücksetzen des Passworts, die Sie nicht angefordert haben, oder Bekannte, die Spam von Ihrer Adresse bekommen. Im Postfach lohnt der Blick in den Ordner „Gesendet“ und in die Regeln und Weiterleitungen. Dort richten Angreifer gern stille Umleitungen ein. Bei Shops und Zahlungsdiensten fallen unbekannte Bestellungen und Abbuchungen auf.
Ob Ihr Computer selbst betroffen ist, zeigt der PC-Sicherheitscheck. Wie Betrugsmails aussehen, mit denen Passwörter überhaupt erst abgegriffen werden, üben Sie im Phishing-Quiz. Fehlen alle diese Zeichen, kann das Konto trotzdem betroffen sein. Ein bekanntes Passwort ist Grund genug, es zu ersetzen.
E-Mail-Adresse in Datenlecks prüfen
Dieses Werkzeug prüft Passwörter, keine E-Mail-Adressen und keine Konten. Für Adressen gibt es zwei etablierte Wege: den Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts und Have I Been Pwned, die Seite hinter der Passwort-Datenbank. Geben Sie eine Adresse nur dort ein, nicht hier. Die Passwort-Datenbank selbst und das Abfrageverfahren beschreibt die API-Dokumentation von Have I Been Pwned.
Gute Passwörter für die Zukunft
Lang schlägt kompliziert: Mehrere zufällige, nicht zusammenhängende Wörter sind leichter zu merken und schwerer zu knacken als ein kurzes Gebilde mit Sonderzeichen. Für Konten, bei denen Sie nichts merken müssen, nehmen Sie ein Zufallspasswort aus dem Passwort-Manager. Wichtiger als jede Regel ist, dass jedes Konto ein eigenes Passwort hat. Dann bleibt ein Leck auf einen Dienst begrenzt. Wo ein Dienst Passkeys anbietet, ersetzen sie das Passwort ganz: Es gibt dann kein geheimes Passwort mehr, das in einer Datenbank liegen und geleakt werden könnte. Prüfen Sie auch ein neues Passwort hier, bevor Sie es verwenden. Das Ergebnis sollte „Kein Treffer“ lauten.