Im Code steht der Link, nicht die Datei
Die häufigste Suchanfrage lautet „PDF in QR-Code umwandeln“. Umwandeln lässt sich eine PDF aber nicht. Ein QR-Code speichert eine Zeichenkette, und bei einer Speisekarte, einer Bedienungsanleitung oder einem Anmeldeformular ist das die Adresse, unter der die Datei im Netz liegt. Wer scannt, bekommt diese Adresse angezeigt und lädt die PDF von dort herunter. Die Datei muss also zuerst online liegen, erst dann gibt es etwas zu verschlüsseln.
Ein Beispiel für den Inhalt, den das Werkzeug erzeugt: https://www.beispiel.de/speisekarte.pdf. Das sind 39 Byte. Mehr steht nicht im Code, egal ob die PDF zwei oder zweihundert Seiten hat. Die Seite verwendet dafür die Fehlerkorrektur M, bei der sich laut DENSO WAVE bis zu 15 % der Codewörter wiederherstellen lassen; nach Angabe des Erfinders ist das die am häufigsten gewählte Stufe.
Wo die PDF liegen sollte
Am verlässlichsten ist die eigene Website. Dort bestimmen Sie Dateiname und Ort, und der Link endet sauber auf .pdf. Eine Freigabe aus einem Cloud-Speicher geht auch, wenn sie auf „Jeder mit dem Link“ steht. Solche Links enden meist nicht auf .pdf, sondern auf einer langen Kennung. Das Werkzeug erkennt die Adressen der verbreiteten Speicherdienste und erinnert daran, die Freigabe zu prüfen.
Der einfachste Test dafür: Öffnen Sie den Link in einem privaten Browserfenster, in dem Sie nirgends angemeldet sind. Erscheint die Datei, erscheint sie auch nach dem Scannen. Fragt der Dienst nach einem Konto, stehen Ihre Gäste später vor derselben Anmeldemaske.
Was die Prüfung am Link meldet
Bevor ein Code entsteht, läuft der eingegebene Link durch dieselben Regeln, die in der Programmdatei des Werkzeugs stehen. Stand: 28.09.2026.
| Eingabe | Format im Code | Quelle/Regel |
|---|---|---|
| Link mit https:// | unverändert, z. B. https://www.beispiel.de/speisekarte.pdf | Webadresse, Byte-Modus |
Link ohne Schema (www.beispiel.de/…) | https:// wird vorangestellt | Werkzeug, Anzeige im Rechenweg |
| Link mit http:// | bleibt so, mit Warnung | Browser kennzeichnen unverschlüsselte Seiten als „nicht sicher“ |
C:\…, file:, /Users/… | kein Code, Fehlermeldung | Pfad auf dem eigenen Rechner, von außen nicht erreichbar |
| Link endet nicht auf .pdf | Code entsteht, mit Hinweis | bei Freigabelinks normal, Test im privaten Fenster |
| Cloud-Speicher erkannt | Code entsteht, mit Hinweis | Freigabe „Jeder mit dem Link“ nötig |
| Fehlerkorrektur | Stufe M | 15 % der Codewörter (DENSO WAVE: Fehlerkorrektur) |
Neue Fassung, gleicher Code
Ein statischer Code enthält den Link selbst und keine Umleitung über einen fremden Server. Der Link lässt sich nach dem Druck nicht mehr ändern. Die Datei dahinter schon: Laden Sie die neue Speisekarte unter demselben Namen an dieselbe Stelle Ihrer Website, zeigt der alte Aufkleber sofort die neue Fassung. Bei Cloud-Speichern sollten Sie nach dem Ersetzen prüfen, ob der Freigabelink gleich geblieben ist.
Wird die Datei gelöscht oder in einen anderen Ordner verschoben, führt jeder gedruckte Code ins Leere. Anbieter sogenannter dynamischer QR-Codes lösen das über eine eigene Kurzadresse, die sie auf Ihr Ziel weiterleiten. Das funktioniert, solange der Anbieter besteht und das Abo bezahlt ist; endet eines von beiden, ist auch der Code tot. Hier gibt es keine Zwischenstation, dafür aber auch keine Scan-Statistik.
Druckgröße für Aushang und Tischkarte
Der Beispiel-Link mit 39 Byte ergibt Version 3 mit 29 × 29 Modulen, dazu kommen auf jeder Seite 4 Module Ruhezone (DENSO WAVE: Codegröße und Ruhezone). Auf 30 mm Kantenlänge gedruckt ist ein Modul damit 0,81 mm groß, auf 20 mm noch 0,54 mm. Die Untergrenze für einen Laserdrucker mit 600 dpi liegt nach DENSO WAVE bei 0,17 mm je Modul. Ein langer Cloud-Link mit vielen Zeichen braucht eine höhere Version und damit kleinere Module; das Werkzeug zeigt die Modulgröße für die gewählte Druckgröße an und warnt unter 0,17 mm. Wie groß ein Code für einen bestimmten Leseabstand sein sollte, etwa am Schaufenster, rechnet der Größenrechner für QR-Codes.
Für Tisch und Tresen gibt es zwei fertige Druckformate: eine Karte im Visitenkartenformat 85 × 55 mm und einen Aufsteller in A6 (105 × 148 mm), beide mit Ihrer Beschriftung, etwa „Speisekarte als PDF“. Gedruckt wird über den Druckdialog des Browsers. Für eine Druckerei laden Sie die SVG-Datei, die sich ohne Qualitätsverlust auf jede Größe ziehen lässt.
Kontrolle, bevor gedruckt wird
Nach dem Zeichnen liest die Seite den fertigen Code mit der Bibliothek jsQR selbst wieder ein und vergleicht Byte für Byte, ob der Link unverändert herauskommt. Damit ist der Code geprüft, nicht aber das Ziel. Scannen Sie ihn deshalb einmal mit dem Handy, am besten über das Mobilnetz statt über das heimische WLAN, und öffnen Sie die PDF bis zur letzten Seite. Wer einen Code aus einer Datei oder einem Foto am Rechner prüfen möchte, nimmt QR-Code lesen. Für reinen Text, andere Links oder klassische Strichcodes ist der Barcode- und QR-Generator gedacht.
Was mit Ihren Angaben passiert
Ihr Link wird nur in Ihrem Browser zu einem Code verarbeitet; die PDF selbst lädt die Seite nie. Code, Lesetest, PNG und SVG entstehen in Ihrem Browser; die QR-Bibliothek und der Leser liegen als Dateien auf dieser Website. Im Browsertest vom 28.09.2026 ging beim Erzeugen, Herunterladen und Drucken genau eine Anfrage hinaus: die anonyme Zählung, dass das Werkzeug benutzt wurde, mit dem Namen der Seite und ohne Ihre Eingaben. Gespeichert wird nichts. Google Analytics und AdSense lädt die Seite je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog; Ihre Eingaben erhalten auch sie nicht. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.