Werkzeuge nach Zweck
Ein QR-Code ist nur ein Behälter für Zeichen. Was nach dem Scannen passiert, entscheidet das Format dieser Zeichen: Beginnt der Inhalt mit BEGIN:VCARD, bietet das Handy an, einen Kontakt anzulegen; beginnt er mit tel:, landet die Nummer in der Telefon-App. Jede Kachel unten führt zu einem Formular, das genau ein solches Format korrekt zusammensetzt.
Welches Format in welchem Code steckt
Die Tabelle nennt für jeden Zweck den Anfang des Inhalts und die Regel, nach der die Werkzeuge ihn bauen. Stand: 28.09.2026.
| Zweck | Format im Code | Standard/Quelle |
|---|---|---|
| Visitenkarte | BEGIN:VCARD, VERSION:3.0, N, FN, TEL … | vCard 3.0, RFC 2426 |
| Link mit Logo | https://…, Fehlerkorrektur H | DENSO WAVE, H = 30 % |
| Google-Bewertung | Ihr Rezensionslink aus dem Unternehmensprofil, unverändert | Google-Unternehmensprofil-Hilfe |
https://…/datei.pdf, nur der Link, nie die Datei | Link auf eine öffentlich erreichbare Datei | |
mailto:info@beispiel.de?subject=… | RFC 6068 | |
| Telefonnummer | tel:+495111234567 | RFC 3966 |
https://wa.me/491701234567?text=… | WhatsApp-Hilfe, Click-to-Chat | |
| Standort | Google-Maps-Link oder geo:52.37439,9.73836 | Google Maps URLs, RFC 5870 |
| WLAN | WIFI:T:WPA;S:…;P:…;; | ZXing, Barcode Contents |
| Girocode | BCD, dann Zeile für Zeile Empfänger, IBAN, Betrag, Zweck | EPC069-12 des European Payments Council |
Die Norm für den QR-Code selbst, ISO/IEC 18004, regelt nur die Symbolik: wie Module angeordnet werden und wie die Fehlerkorrektur rechnet. Was die Zeichen bedeuten, legen die Standards in der rechten Spalte fest. Deshalb liefert ein Code mit falsch geschriebenem Inhalt einen einwandfreien Scan und trotzdem das falsche Ergebnis, etwa eine Telefonnummer, die im Ausland nicht wählbar ist.
Den Zweck nach der Handlung wählen
Überlegen Sie zuerst, was die Person nach dem Scannen tun soll, und erst danach, welche Angaben in den Code gehören. Soll sie Sie später wiederfinden, ist die Visitenkarte richtig, weil der Kontakt mit Name, Nummer und Adresse im Adressbuch bleibt. Soll sie sofort reagieren, passt ein Code mit genau einer Handlung: anrufen, eine vorbereitete Mail absenden, einen Chat öffnen. Ein Code, der zu Ihrer Startseite führt, verlangt vom Scanner, dort erst den nächsten Schritt zu suchen.
Zwei Fälle werden oft verwechselt. Wer um eine Google-Rezension bittet, braucht den Link, den Google im Unternehmensprofil selbst erzeugt, nicht die Adresse des Profils. Und ein Code für ein PDF enthält nie die Datei, sondern immer nur den Ort, an dem sie online liegt. Für alles, was in keine Kachel passt, also reinen Text, beliebige Links oder klassische Strichcodes, gibt es den QR-Code- und Barcode-Generator als Allzweck-Werkzeug.
Was jedes Werkzeug mitbringt
Die acht Formulare sehen verschieden aus, arbeiten aber gleich. Unter dem Code steht der Rohinhalt, also genau die Zeichen, die ein Handy beim Scannen liest, und daneben der Rechenweg: welche Nummer umgestellt, welcher Umlaut kodiert, welche Zeile ergänzt wurde. Den Code gibt es als PNG für Mails und Websites und als SVG für die Druckerei, weil sich eine Vektordatei ohne Qualitätsverlust vergrößern lässt. Für den Tresen oder die Pinnwand setzen die Werkzeuge den Code auf eine Karte im Visitenkartenformat 85 × 55 mm oder auf einen Aufsteller A6 mit Titel und einer Zeile Text.
Statischer Code: was drinsteht, bleibt
Alle Werkzeuge dieser Familie schreiben das Ziel direkt in den Code. Das hat eine angenehme Folge: Es gibt kein Konto, keinen Zähler und kein Ablaufdatum, und der Code funktioniert, solange das Ziel existiert. Die Nummer muss vergeben bleiben, der Link erreichbar, die Datei an ihrem Platz. Die Kehrseite ist ebenso klar. Ein gedruckter Code lässt sich nicht umschreiben, eine geänderte Adresse bedeutet einen neuen Druck.
Kommerzielle „dynamische“ QR-Codes lösen das über eine Kurzadresse des Anbieters, die weiterleitet und sich im Kundenkonto ändern lässt. Dafür hängt jeder gedruckte Code an diesem Dienst und häufig an einem laufenden Abo. Endet eines von beiden, führt der Aufkleber ins Leere. Wer eine Weiterleitung braucht, kann sie auch auf der eigenen Website einrichten und den Link dorthin statisch codieren.
Druckgröße und Ruhezone
DENSO WAVE, der Erfinder des QR-Codes, verlangt rund um das Symbol einen hellen Rand von vier Modulen, die Ruhezone. Wie viel Platz das kostet, zeigt das Rechenbeispiel des Herstellers: Bei 400 dpi und vier Punkten je Modul misst ein Modul 0,254 mm. Ein Code der Version 3 hat 29 Module Kantenlänge und wird damit 7,366 mm breit, mit Ruhezone 9,398 mm. Version 1 hat 21 × 21 Module, jede weitere Version vier mehr je Seite, bis 177 × 177 bei Version 40.
Daraus folgt die wichtigste Regel für den Druck: Je mehr Inhalt, desto höher die Version, desto kleiner jedes Modul bei gleicher Kantenlänge. Eine vollständige Visitenkarte braucht deshalb mehr Fläche als eine Telefonnummer. Die Werkzeuge rechnen für die gewählte Größe die Modulbreite aus und warnen unter 0,17 mm, dem Wert, den DENSO für Laserdrucker mit 600 dpi nennt. Wie groß der Code bei einem bestimmten Scanabstand sein sollte, ermittelt der Größenrechner. Einen fertigen Code, ob von hier oder von woanders, prüfen Sie mit QR-Code lesen direkt am Rechner.
Datenschutz
Alle Werkzeuge dieser Familie erzeugen, prüfen und exportieren den Code in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden nicht hochgeladen und nicht gespeichert.