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Stimmgerät online: Gitarre, Ukulele, Bass und Geige stimmen

Dieses Stimmgerät zeigt über das Mikrofon den gespielten Ton, die Frequenz in Hz und die Abweichung in Cent. Es läuft im Browser, ohne Upload: Der Ton wird nur ausgewertet und nie aufgezeichnet oder übertragen.

Zupfen Sie eine Saite an, die Anzeige zeigt zu tief, zu hoch oder gestimmt (±5 Cent). Bei 440 Hz Kammerton liegt die tiefe E-Saite der Gitarre bei 82,41 Hz. Zu jeder Saite gibt es einen Referenzton, auch ohne Mikrofon.

Von · · · Datenquelle: W3C Media Capture and Streams, Web Audio API · Methodik

Stimmgerät

Im Browser, ohne Upload. Nichts wird aufgezeichnet.

Anzeige

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−500+50 Cent
Noch kein Ton
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Saiten und Referenzton

Hinweis

Das Werkzeug läuft in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen. Die Auskunft folgt den genannten Quellen; regionale Ausnahmen, Vorgaben im Einzelfall oder Ihr Gerät können davon abweichen. Prüfen Sie Termine und Einstellungen an der Quelle, bevor Sie sich darauf verlassen oder etwas an Ihrem Gerät ändern. Für Vollständigkeit und Richtigkeit übernehmen wir keine Gewähr; Stand siehe „Zuletzt geprüft“.

So misst das Stimmgerät

Nach Ihrem Klick auf „Stimmgerät starten“ fragt der Browser nach der Mikrofonerlaubnis. Danach liest die Seite etwa 18-mal pro Sekunde ein kurzes Stück des Signals und schätzt dessen Grundfrequenz mit dem YIN-Verfahren, einer Autokorrelation mit Mittelwertnormierung. Die letzten fünf Messungen werden gemittelt (Median), damit die Anzeige ruhig bleibt. Gemessen wird nur, wenn der Pegel hoch genug und der Ton eindeutig ist. Bei Stille oder Rauschen steht dort „Kein Ton“.

Aus der Frequenz f und dem Kammerton a' berechnet die Seite die Halbtonnummer: n = 69 + 12 × log₂(f ÷ a'). Der nächste ganze Wert ist der erkannte Ton, die Abweichung in Cent ist 100 × (n − gerundetes n). Beispiel: 112 Hz bei a' = 440 Hz liegen 31 Cent über dem A2 (110 Hz), die Seite zeigt „Zu hoch: Saite lösen“.

Saitenfrequenzen bei 440 Hz

InstrumentSaiten (tief nach hoch)
GitarreE2 82,41 · A2 110,00 · D3 146,83 · G3 196,00 · H3 246,94 · E4 329,63 Hz
Bass (4 Saiten)E1 41,20 · A1 55,00 · D2 73,42 · G2 98,00 Hz
Ukulele (G C E A)G4 392,00 · C4 261,63 · E4 329,63 · A4 440,00 Hz
ViolineG3 196,00 · D4 293,66 · A4 440,00 · E5 659,26 Hz

Das sind die üblichen Stimmungen, berechnet aus gleichstufiger Temperierung. Die Seite rechnet sie bei jeder Änderung des Kammertons neu. Die Seite nutzt die deutschen Notennamen: Was englisch B heißt, ist hier H, und das deutsche B ist das englische Bb. Bei abweichenden Namen steht der englische Name daneben.

So stimmen Sie ein Instrument

  1. Wählen Sie das Instrument und starten Sie das Stimmgerät.
  2. Zupfen Sie nur eine Saite an und lassen Sie sie ausklingen. Zwei klingende Saiten verwirren die Messung.
  3. Stimmen Sie von unten an den Zielwert heran. Ist die Saite zu hoch, lösen Sie sie unter den Zielton und spannen Sie dann nach.
  4. Bei „Gestimmt“ (±5 Cent) gehen Sie zur nächsten Saite. Prüfen Sie am Ende alle Saiten noch einmal, denn der Hals verzieht sich beim Spannen.

Mit einem Klick auf eine Saite spielt die Seite drei Sekunden lang den Referenzton. Das funktioniert auch ohne Mikrofon, dann stimmen Sie nach Gehör.

Grenzen der Messung

Das Stimmgerät hört, was das Mikrofon aufnimmt. Raumgeräusche, andere Instrumente, ein laufender Fernseher und ein Brummen können den Ton verfälschen. Obertöne und das Anschlaggeräusch stören vor allem in den ersten Zehntelsekunden, die Anzeige beruhigt sich nach dem Ausklingen der ersten Schläge. Sehr tiefe Töne (Bass, H-Saite) braucht das Mikrofon lauter und näher, und in kleinen Notebook-Mikrofonen sind sie schwach. Nutzen Sie dann einen Klinken- oder Clip-Tuner oder prüfen Sie das Ergebnis mit einem zweiten Stimmgerät.

Kammerton und Stimmung

Der Kammerton a' legt fest, wie hoch alle anderen Töne liegen. Üblich sind 440 Hz, Orchester stimmen teils auf 442 Hz, und Alte Musik wird oft tiefer gespielt, bei Barockstimmung etwa auf 415 Hz. Spielen Sie mit einem Klavier oder einer Begleit-CD, richten Sie sich nach deren Kammerton, sonst klingen Ihre Saiten trotz „Gestimmt“ schief. Ändern Sie den Wert im Feld über dem Start-Knopf, die Saitenfrequenzen werden sofort neu berechnet.

Die Seite nutzt die gleichstufige Temperierung: Jeder Halbton ist das 12. Wurzel aus 2 (etwa 1,0595) höher als der vorige. Bei Gitarren ist das die Grundlage der Bundeinteilung. Reine Intervalle, wie sie ein Chor oder eine Violine im Ensemble greift, weichen davon um einige Cent ab. Für das Stimmen leerer Saiten spielt das keine Rolle.

Wenn die Anzeige springt, hilft meist Abstand zum Lautsprecher, ein leiserer Raum und ein einzelner, klarer Anschlag. Bei der Ukulele und der Violine ist die Grundfrequenz hoch und leicht zu messen. Beim Bass liegt sie so tief, dass ein kleines Mikrofon sie schlecht aufnimmt. Halten Sie das Gerät dann nah an den Verstärker oder an den Korpus.

Quellen und Stand

  • W3C: Media Capture and Streams, Mikrofonzugriff und Einstellungen wie Echo- und Rauschunterdrückung. Abgerufen am 23.10.2026.
  • W3C: Web Audio API 1.0, AnalyserNode und Oszillator für den Referenzton. Abgerufen am 23.10.2026.
  • de Cheveigné, A. und Kawahara, H.: „YIN, a fundamental frequency estimator for speech and music“, Journal of the Acoustical Society of America 111(4), 2002. Das Paper ist nicht frei verlinkbar, die Seite nutzt das Verfahren.

Häufige Fragen

Wie funktioniert das Online-Stimmgerät?

Der Browser greift nach Ihrer Erlaubnis auf das Mikrofon zu. Ein Algorithmus (YIN, Autokorrelation) schätzt etwa 18-mal pro Sekunde die Grundfrequenz des Klangs. Daraus ermittelt die Seite den nächsten Ton, die Abweichung in Cent und zeigt, ob die Saite zu tief, zu hoch oder gestimmt ist.

Wird meine Aufnahme gespeichert oder hochgeladen?

Nein. Der Ton wird im Browser ausgewertet und nie aufgezeichnet, gespeichert oder übertragen. Beim Klick auf „Stopp“ oder beim Verlassen der Seite wird das Mikrofon freigegeben.

Welche Frequenzen haben die Gitarrensaiten?

Bei Kammerton a' = 440 Hz: E2 82,41 Hz, A2 110,00 Hz, D3 146,83 Hz, G3 196,00 Hz, H3 246,94 Hz, E4 329,63 Hz. Die Seite berechnet diese Werte aus dem eingestellten Kammerton, bei 442 Hz liegen sie entsprechend etwas höher.

Was bedeutet Cent beim Stimmen?

Ein Halbton hat 100 Cent. Ab etwa 5 Cent Abweichung hören geübte Ohren einen Unterschied, die Seite meldet innerhalb von ±5 Cent „Gestimmt“. Ein Minuszeichen heißt, die Saite ist zu tief, ein Pluszeichen zu hoch.

Warum erkennt das Stimmgerät mein Mikrofon nicht?

Meist wurde der Zugriff verweigert oder ein anderes Programm hält das Mikrofon fest. Erlauben Sie das Mikrofon in der Adressleiste, schließen Sie Teams oder Zoom und starten Sie neu. Die Referenztöne der Saiten laufen auch ohne Mikrofon.

Kann ich den Kammerton ändern?

Ja, von 415 bis 466 Hz. 440 Hz ist der übliche Wert, 442 Hz ist in manchen Orchestern gebräuchlich, 415 Hz entspricht der Barockstimmung etwa einen Halbton tiefer.

Das Stimmgerät liefert Messwerte aus dem Mikrofonsignal und kann bei Störgeräuschen abweichen. Es ersetzt kein Präzisionsgerät. Nichts wird aufgezeichnet oder übertragen.