VCF-Datei in Excel öffnen, ohne Upload
Wer eine .vcf-Datei direkt in Excel öffnet, sieht oft alles in Spalte A: BEGIN:VCARD, N:Müller;Anna;;;, TEL;TYPE=CELL und so weiter. Eine vCard ist keine Tabelle. Jede Zeile ist eine Eigenschaft mit Namen, Parametern und Wert, und ein Kontakt erstreckt sich über viele Zeilen (RFC 6350, Abschnitt 3.3). Excel kennt dieses Format nicht und zeigt den Text roh an.
Diese Seite liest die vCards Eigenschaft für Eigenschaft und baut daraus eine Tabelle mit einer Zeile je Kontakt. Ziehen Sie eine oder mehrere .vcf-Dateien in das Feld oder fügen Sie den Text ein, wählen Sie Umfang und Trennzeichen und laden Sie die Datei kontakte.csv herunter. Gelesen und umgewandelt wird im Browser, ohne Upload.
Die Seite versteht die vCard-Versionen 2.1, 3.0 und 4.0. Lange Zeilen, die beim Export umbrochen wurden, setzt
sie nach RFC 6350, Abschnitt 3.2 wieder zusammen. Maskierte Zeichen wie \, oder \n
(Abschnitt 3.4) werden zu Komma und Zeilenumbruch. Ältere Exporte in Version 2.1 schreiben Umlaute oft als
Quoted-Printable, etwa M=C3=BCller für Müller. Auch das wird dekodiert, einschließlich der weichen Zeilenumbrüche
mit „=“ am Zeilenende nach RFC 2045.
Kontakte vom iPhone exportieren
Am einfachsten geht es über iCloud am Computer. Apple beschreibt den Weg so: icloud.com/contacts öffnen, die gewünschten Kontakte markieren (für alle über die Aktionstaste und „Alle Kontakte“), danach rechts auf „Teilen“ und „vCard exportieren“. Bei mehreren Kontakten entsteht eine einzige Datei mit allen Einträgen. Diese Datei ziehen Sie hier in das Feld. Auf iCloud.com erscheinen nur Kontakte, die mit iCloud abgeglichen werden. Liegen Ihre Kontakte in einem Google- oder Firmenkonto, exportieren Sie dort.
Das iPhone schreibt manche Angaben als Gruppe, zum Beispiel item1.EMAIL mit einer eigenen
Beschriftung in item1.X-ABLabel. Die Seite übernimmt die Adresse, die frei vergebene Beschriftung
nicht. Geburtstage ohne Jahr erscheinen als „15.03. (ohne Jahr)“.
Kontakte von Android und Google exportieren
Auf den meisten Android-Telefonen liegen die Kontakte im Google-Konto. Laut Google-Hilfe exportieren Sie sie auf contacts.google.com: Kontakte auswählen (für alle über „Aktionen für Auswahl“ und „Alle“), dann das Dreipunkt-Menü und „Exportieren“. Google bietet dort neben vCard eine eigene CSV an. Wenn Ihnen deren Spalten reichen, brauchen Sie diese Seite nicht. Die vCard lohnt sich, wenn die Datei aus einer anderen App stammt oder Sie deutsche Spaltennamen und nach Typ getrennte Nummern möchten.
Hinweis: Viele Kontakte-Apps der Hersteller können Kontakte auch direkt auf dem Gerät als .vcf-Datei speichern. Wo der Menüpunkt sitzt, unterscheidet sich je nach Hersteller und Version. Wir haben das nicht für jedes Gerät geprüft.
Was in welcher Spalte landet
In der vollständigen Tabelle bekommt jede Angabe eine eigene Spalte, sobald mindestens ein Kontakt sie hat. Leere Spalten lässt die Seite weg.
- Name aus FN, dazu Nachname, Vorname, weitere Vornamen, Titel und Namenszusatz aus N (RFC 6350, 6.2.2)
- Firma und Abteilung aus ORG, Position aus TITLE
- Telefon nach Typ: Mobil, Telefon privat, Telefon geschäftlich, Telefon ohne Typ, Fax, Pager
- E-Mail privat, geschäftlich oder ohne Typ
- Adresse zerlegt in Straße, PLZ, Ort, Region, Land, Postfach und Adresszusatz, jeweils privat oder geschäftlich (6.3.1)
- Geburtstag als TT.MM.JJJJ, Webseite, Kategorien und Notiz
Hat ein Kontakt zwei geschäftliche Nummern, heißt die zweite Spalte „Telefon geschäftlich 2“. Felder ohne feste Zuordnung, etwa IMPP oder herstellereigene X-Felder, erscheinen unter ihrem Originalnamen.
Die kompakte Tabelle hat immer elf Spalten: Name, Vorname, Nachname, Firma, Mobil, Telefon, E-Mail, Straße, PLZ, Ort, Land. Je Kontakt nimmt sie die bevorzugte Angabe (Typ PREF), sonst die erste. Wie viele Angaben dabei wegfallen, steht im Rechenweg.
Nicht übernommen werden Fotos und andere eingebettete Binärdaten wie Logo, Ton oder Schlüssel, außerdem technische Felder wie UID, REV und PRODID.
Umlaute und Sonderzeichen richtig darstellen
Voreingestellt ist eine CSV mit Semikolon als Trennzeichen und den drei Bytes EF BB BF am Anfang, dem UTF-8-BOM. Daran erkennt Excel beim Doppelklick die Kodierung und zeigt Müller statt Müller. Das Semikolon passt zu Excel mit deutschen Regionseinstellungen, wo das Komma als Dezimalzeichen dient. Für Google Tabellen, Numbers oder ein englisches Excel wählen Sie das Komma.
Steht in einer Zelle das Trennzeichen, ein Anführungszeichen oder ein Zeilenumbruch, setzt die Seite das Feld in Anführungszeichen (RFC 4180). Mehrzeilige Notizen bleiben so in einer Zelle.
Zwei Fälle sollten Sie kennen. Excel entfernt beim Öffnen führende Nullen aus Zellen, die nur aus Ziffern bestehen: Aus 0170123 wird 170123. Nummern mit Leerzeichen betrifft das nicht. Findet die Seite solche Werte, warnt sie. Abhilfe laut Microsoft-Hilfe: die Datei in Excel über Daten und „Aus Text/CSV“ laden und die Spalte als Text festlegen.
Der zweite Fall betrifft Zellen, die mit =, +, - oder @ beginnen. Excel könnte sie als Formel ausführen, und
eine präparierte Notiz wie =HYPERLINK(…) würde zum anklickbaren Link. Die Seite stellt solchen Zellen
deshalb ein Apostroph voran. Das gilt auch für internationale Nummern wie +49 170 1234567, die Excel sonst als
Rechnung liest. Je nach Excel-Version ist das Apostroph in der Zelle sichtbar.
Zurück von Excel ins Telefon
Haben Sie die Liste in Excel bereinigt und möchten sie wieder auf das Telefon bringen, hilft das Gegenstück Kontakte aus CSV in VCF umwandeln. Es liest die Tabelle, ordnet die Spalten Kontaktfeldern zu und schreibt eine vCard 3.0 oder 4.0. Prüfen Sie dort die Zuordnung, bevor Sie die Datei erzeugen.
Für Outlook beschreibt Microsoft den Import einer Kontaktliste über eine CSV-Datei: im klassischen Outlook über Datei, Öffnen und exportieren, Importieren/Exportieren, „Aus anderen Programmen oder Dateien importieren“ und „Kommagetrennte Werte“. Die Datei soll laut Microsoft in UTF-8 vorliegen. Feste Spaltennamen nennt diese Anleitung nicht, deshalb bietet die Seite keine eigene Outlook-Vorlage an. Testen Sie den Import zuerst mit wenigen Kontakten.
Grenzen der Umwandlung
Die Seite liest vCards und schreibt CSV. Eine Excel-Arbeitsmappe (.xlsx) erzeugt sie nicht. Excel öffnet die CSV aber direkt, und Sie speichern sie dort als Arbeitsmappe. Kontakte aus einem Adressbuch abrufen kann die Seite ebenfalls nicht, die .vcf-Datei exportieren Sie vorher selbst.
Hinweis zu vCard 2.1: Für diese Version gibt es keine frei abrufbare Primärquelle. Die Seite liest die Schreibweise älterer Exporte, also Typen ohne TYPE= (TEL;CELL) und Quoted-Printable mit Zeichensatzangabe. Bei ungewöhnlichen Exporten prüfen Sie die Vorschau, bevor Sie mit der Tabelle weiterarbeiten.