Was im Code steht: eine vCard 3.0
Eine vCard ist ein reines Textformat für Kontaktdaten. Das Werkzeug schreibt Version 3.0 nach RFC 2426. Die Norm verlangt drei Zeilen: VERSION, den strukturierten Namen N und den Anzeigenamen FN. Alles andere ist freiwillig, und das Werkzeug schreibt nur die Felder, die Sie ausfüllen. Mit den Beispieldaten sieht der Inhalt so aus:
BEGIN:VCARD
VERSION:3.0
N:Beispiel;Anna;;;
FN:Anna Beispiel
ORG:Beispiel GmbH
TITLE:Inhaberin
TEL;TYPE=CELL:+491701234567
TEL;TYPE=WORK,VOICE:+49301234567
EMAIL;TYPE=INTERNET:anna@beispiel.de
URL:https://www.beispiel.de/
ADR;TYPE=WORK:;;Musterweg 1;Berlin;;10115;Deutschland
END:VCARD
Das Wiki des ZXing-Projekts nennt vCard das Format, mit dem Kontaktdaten in einen Barcode gehören. Es beschreibt auch MECARD, ein kürzeres Format von NTT DoCoMo. Dieses Werkzeug schreibt ausschließlich vCard, weil die Felder dort genormt und in RFC 2426 öffentlich nachlesbar sind. Die Tabelle zeigt, welche Eingabe in welcher Zeile landet. Stand: 28.09.2026.
| Feld | Format im Code | Quelle/Regel |
|---|---|---|
| Name | N:Beispiel;Anna;;; und FN:Anna Beispiel | RFC 2426: N und FN sind Pflicht, N in der Reihenfolge Nachname;Vorname;weitere;Präfix;Suffix |
| Version | VERSION:3.0 | RFC 2426: Pflichtzeile |
| Firma, Position | ORG:, TITLE: | RFC 2426, nur wenn ausgefüllt |
| Mobil | TEL;TYPE=CELL:+491701234567 | 0 am Anfang wird +49, 00 wird +, „(0)“ entfällt, höchstens 15 Ziffern (ITU-T E.164) |
| Telefon (Büro) | TEL;TYPE=WORK,VOICE:+49… | wie Mobil |
EMAIL;TYPE=INTERNET: | Adresse wird auf @ und Domain geprüft | |
| Website | URL:https://… | ohne https:// ergänzt das Werkzeug es |
| Adresse | ADR;TYPE=WORK:;;Straße;Ort;;PLZ;Land | RFC 2426: feste Reihenfolge Postfach;Zusatz;Straße;Ort;Region;PLZ;Land |
| Sonderzeichen | \, \; \\ | RFC 2426: Komma, Semikolon und Backslash im Text mit Backslash schützen |
| Zeilenende | CRLF | RFC 2426 |
Telefonnummern, Adresse und Kommas im Firmennamen
Auf gedruckten Karten steht die Nummer meist national, etwa 0170 1234567. Im Code steht sie international: Das Werkzeug ersetzt die führende 0 durch +49, eine 00 am Anfang durch das Pluszeichen und streicht das „(0)“ aus Schreibweisen wie +49 (0)30. Leerzeichen, Schrägstriche und Bindestriche fallen weg. Hat die Nummer danach mehr als 15 Ziffern, meldet das Formular einen Fehler, denn mehr erlaubt der Nummernplan E.164 der ITU nicht. Eine Nummer mit +49 ist auch aus dem Ausland wählbar, wenn der Kontakt dort gespeichert wird.
Die Adresse folgt einer Reihenfolge, die deutschen Lesern verdreht vorkommt: Nach RFC 2426 steht der Ort vor der Postleitzahl. Das Werkzeug sortiert Ihre Eingaben richtig ein, Sie tragen Straße, PLZ und Ort in die gewohnten Felder. Ein Firmenname wie „Müller, Schmidt & Partner“ enthält ein Komma, das in der vCard ein Trennzeichen wäre. Es wird deshalb als \, geschrieben. Umlaute stehen als UTF-8 im Code.
Weniger Felder, größere Punkte
Jedes Feld macht den Inhalt länger, und ein längerer Inhalt braucht eine höhere Version mit mehr Modulen. Laut DENSO WAVE hat Version 1 21 × 21 Module, jede weitere Version vier Module mehr je Seite. Das Beispiel oben mit allen zwölf Feldern ergibt 295 Byte und 69 Module je Seite (Version 13). Nur Name, Mobilnummer und E-Mail ergeben 140 Byte und 49 Module (Version 8). Auf 25 mm Kantenlänge samt Ruhezone ist ein Modul im ersten Fall 0,32 mm groß, im zweiten 0,44 mm.
DENSO WAVE nennt für einen Laserdrucker mit 600 dpi 0,17 mm als kleinstes Modul und rät, so groß zu drucken, wie der Platz erlaubt. Das Werkzeug rechnet die Modulgröße für Ihre gewählte Druckgröße aus und warnt unter 0,17 mm. Auf einer Visitenkarte mit 85 × 55 mm ist der Platz knapp, deshalb lohnt es, die Postanschrift wegzulassen, wenn sie ohnehin auf der Website steht. Aus welcher Entfernung ein Code welcher Größe noch gescannt wird, rechnet der QR-Code-Größenrechner.
Druckkarte 85 × 55 mm und Dateien für die Druckerei
Für einen schnellen Probedruck gibt es die Druckkarte im Visitenkartenformat: Code, Ihr Name und die Firma, gedruckt über den Druckdialog des Browsers. Für die Druckerei laden Sie die SVG-Datei. Sie ist eine Vektorgrafik und bleibt in jeder Größe scharf. Die PNG passt in Word, Präsentationen und Online-Gestaltungsprogramme. In beiden Dateien ist der weiße Rand von vier Modulen schon enthalten. Legen Sie in der Gestaltung weder Text noch Linien in diesen Rand.
Nach dem Erzeugen liest die Seite den fertigen Code mit der Bibliothek jsQR selbst wieder ein und vergleicht ihn Byte für Byte mit der vCard. Damit ist gesichert, dass der Code auf dem Bildschirm genau Ihre Daten enthält. Den Druck prüft dieser Test nicht. Scannen Sie einen Probedruck mit zwei, drei Handys, bevor Sie 500 Karten bestellen.
vCard im Code oder Link zur Online-Visitenkarte
Viele Angebote für „digitale Visitenkarten“ drucken keinen Kontakt in den Code, sondern einen Link auf eine Profilseite beim Anbieter. Die Seite lässt sich später ändern, der Code funktioniert aber nur, solange der Dienst läuft und oft auch nur, solange das Abo bezahlt ist. Der Code von dieser Seite ist statisch: Die Kontaktdaten stehen selbst darin, es gibt keine Weiterleitung, kein Konto und kein Ablaufdatum. Zum Auslesen braucht das Handy keine Internetverbindung.
Der Preis dafür: Was im Code steht, lässt sich nicht mehr ändern. Wechselt Ihre Mobilnummer, brauchen Sie einen neuen Code und neue Karten. Wer eine eigene Kontaktseite auf der Firmenwebsite pflegt, kann stattdessen einen reinen Link-Code darauf setzen, etwa mit dem allgemeinen QR-Code-Generator. Dann bleiben die Daten änderbar, und der Code hängt nur an Ihrer eigenen Domain.
Logo, Telefonnummer und andere Zwecke
Eine vCard mit Logo in der Mitte baut diese Seite nicht. Ein Logo verlangt die Fehlerkorrekturstufe H, die den ohnehin langen Inhalt noch einmal deutlich größer macht. Für einen Link zu Ihrer Website mit Logo gibt es den QR-Code mit Logo. Soll ein Code nur eine Nummer zum Anrufen enthalten, etwa auf einem Praxisschild, nehmen Sie den QR-Code für eine Telefonnummer. Alle Zwecke dieser Reihe stehen in der Übersicht.
Was mit Ihren Angaben passiert
Ihre Kontaktdaten bleiben auf Ihrem Gerät. Code, Lesetest, PNG und SVG entstehen in Ihrem Browser; die QR-Bibliothek und der Leser liegen als Dateien auf dieser Website. Im Browsertest vom 28.09.2026 ging beim Erzeugen, Herunterladen und Drucken genau eine Anfrage hinaus: die anonyme Zählung, dass das Werkzeug benutzt wurde, mit dem Namen der Seite und ohne Ihre Eingaben. Gespeichert wird nichts. Google Analytics und AdSense lädt die Seite je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog; Ihre Eingaben erhalten auch sie nicht. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.