Welcher Barcode für welchen Zweck
Die Wahl des Typs hängt davon ab, wer den Code später scannt. Die Kasse im Supermarkt erwartet eine EAN, das Lager des Großhändlers eine ITF-14 oder GS1-128, Ihr eigener Handscanner liest fast alles. Die Tabelle zeigt, wofür die sieben Typen dieses Generators gedacht sind.
| Typ | Inhalt | Einsatz |
|---|---|---|
| EAN-13 | 13 Ziffern (GTIN-13), auch ISBN | Handel, Kasse, Buchhandel |
| EAN-8 | 8 Ziffern (GTIN-8) | Handel, sehr kleine Packungen |
| UPC-A | 12 Ziffern (GTIN-12) | Handel in den USA und Kanada |
| ITF-14 | 14 Ziffern (GTIN-14) | Logistik: Kartons und Umverpackungen |
| GS1-128 | GTIN, Charge, Datum, NVE mit Anwendungskennzeichen | Logistik: Paletten, Lebensmittel, Medizinprodukte |
| Code 128 | beliebiger ASCII-Text | intern: Inventar, Lagerplätze, Belege |
| Code 39 | 0–9, A–Z, Leerzeichen und - . $ / + % | intern, ältere Industrie- und Behördensysteme |
Handel und Logistik laufen über das GS1-System, dort sind Nummer, Größe und Aufbau geregelt. Für alles, was Ihr Haus nicht verlässt, sind Code 128 und Code 39 die einfachere Wahl. Code 128 nimmt Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Satzzeichen und packt Ziffernfolgen paarweise, dadurch bleibt er schmal. Code 39 ist breiter, wird aber von sehr alten Scannern noch gelesen.
Die Prüfziffer: so rechnet GS1
Die letzte Ziffer jeder EAN, UPC, GTIN-14 und NVE ist eine Prüfziffer. Die GS1 General Specifications beschreiben die Rechnung in Abschnitt 7.9.1 für alle Längen gleich: Von rechts nach links wird jede Ziffer abwechselnd mit 3 und mit 1 malgenommen, die Produkte werden addiert, und die Prüfziffer ist der Abstand zum nächsten vollen Zehner. Beispiel mit der Nummer aus Abbildung 5-23: Für 501234567890 ergibt die Summe 90, das ist schon ein Zehner, die Prüfziffer ist also 0 und die vollständige EAN lautet 5012345678900.
Geben Sie zwölf Ziffern ein, ergänzt der Generator die dreizehnte. Geben Sie dreizehn ein, prüft er die letzte und meldet bei einem Tippfehler die richtige Ziffer samt Rechenweg. Die Rechnung erkennt jede einzelne falsche Ziffer und die meisten Zahlendreher. Bücher laufen über dasselbe Verfahren, denn eine ISBN-13 ist eine EAN-13 mit 978 oder 979 vorne. Eine alte zehnstellige ISBN rechnet der Generator selbst um: 978 davor, neue Prüfziffer dahinter. Code 128 hat eine eigene Prüfsumme (gewichtete Summe mod 103), die immer im Code steht; Code 39 kann ein Prüfzeichen mod 43 tragen, wenn Ihr Scanner es erwartet.
Druckgröße: 37,29 × 25,93 mm und die Grenzen
Eine EAN-13 hat bei der Nenngröße eine Modulbreite X von 0,330 mm. Das ergibt nach Abbildung 5-23 der GS1-Spezifikation 37,29 mm Breite mit Ruhezonen und 25,93 mm Höhe mit Klartextzeile; die Striche selbst sind 22,85 mm hoch. Tabelle 5-44 erlaubt für Codes, die an der Kasse gescannt werden, X von 0,264 bis 0,660 mm. Das sind die bekannten 80 bis 200 Prozent. Breite und Höhe wachsen dabei im selben Verhältnis. Die Höhe zu kürzen, weil das Etikett knapp ist, geht zulasten der Lesbarkeit an Kassenscannern, die den Code aus jeder Richtung erfassen sollen.
Für Kartons gelten andere Zahlen. Tabelle 5-47 verlangt für ITF-14 und GS1-128 in der Logistik ein X ab 0,495 mm und mindestens 31,75 mm Strichhöhe, weil Lagerscanner aus größerem Abstand lesen. Bei GS1-128 kommt eine feste Obergrenze dazu: höchstens 165,10 mm Länge mit Ruhezonen und höchstens 48 Datenzeichen. Der Generator rechnet alle Maße mit und warnt, sobald Sie eine Grenze überschreiten. Beim PNG rundet er X auf ganze Pixel, damit jeder Strich gleich breit wird; die tatsächliche Größe steht unter dem Code.
Ruhezonen und Klartextzeile
Links und rechts vom Code muss ein heller Rand frei bleiben, die Ruhezone. Fehlt sie, findet der Scanner Anfang und Ende nicht. Bei der EAN-13 sind es links 11 und rechts 7 Module, bei EAN-8 je 7, bei UPC-A je 9, bei ITF-14 und GS1-128 je 10. Der Generator zeichnet diese Flächen mit ins Bild, Sie müssen beim Platzieren also nichts dazurechnen. Die Klartextzeile unter dem Code ist bei GS1-Codes üblich und hilft, wenn ein Code einmal nicht scannt. Bei ITF-14 gehören Tragbalken dazu, die schräge Leseversuche abfangen. Oben und unten reichen laut Abschnitt 5.3.2.4 nur bei Druck ohne Druckplatte, also Laser, Thermo oder Digitaldruck. Wird der Karton im Plattendruck bedruckt (Flexodruck auf Wellpappe), verlangt GS1 einen Rahmen von 4,83 mm rundum samt Ruhezonen. Den zeichnet der Generator nicht, er gehört in die Druckvorlage.
EAN-Nummern gibt es nur von GS1
Der Generator zeichnet jede gültige Nummer, er vergibt aber keine. Wer Ware im Handel oder auf großen Marktplätzen verkaufen will, braucht Nummern aus einem eigenen GS1-Nummernkreis, in Deutschland von GS1 Germany. Eine ausgedachte Nummer kann längst einem fremden Produkt gehören. Laut Preisübersicht von GS1 Germany (gültig ab 01.01.2025, abgerufen am 30.09.2026, alle Preise zuzüglich Mehrwertsteuer) kostet das Paket SmartStarter10 mit 10 GTIN und einer GLN 60 Euro im Jahr, für Unternehmen bis 250.000 Euro Jahresumsatz. Eine 9-stellige Basisnummer mit 1.000 GTIN kostet 250 Euro einmalig und bei unter 5 Millionen Euro Umsatz 160 Euro im Jahr.
Für den internen Gebrauch hat GS1 Nummern mit einer 2 am Anfang reserviert, etwa für Waagenetiketten. Solche Nummern sind nicht weltweit eindeutig und gehören nicht auf Ware, die das Haus verlässt. Wer nur Inventar oder Lagerplätze kennzeichnet, nimmt am besten gleich Code 128.
GS1-128 mit GTIN, Charge und Verfalldatum
GS1-128 ist ein Code 128 mit festen Regeln. Jede Angabe beginnt mit einem Anwendungskennzeichen in Klammern: (01) für die GTIN, (17) für das Verfalldatum im Format JJMMTT, (10) für die Charge. Die Klammern stehen nur in der Klartextzeile, im Code selbst steht direkt nach dem Start das Sonderzeichen FNC1. Angaben mit fester Länge wie GTIN und Datum brauchen kein Trennzeichen. Nach einer Charge oder Seriennummer mit variabler Länge folgt ein weiteres FNC1, wenn danach noch etwas kommt. Der Generator stellt deshalb Felder fester Länge nach vorn; die Reihenfolge ist laut GS1 frei. Er prüft die Prüfziffer von GTIN und NVE, ob ein Datum existiert und ob Charge und Seriennummer nur Zeichen aus dem GS1-Zeichensatz 82 enthalten, also keine Umlaute und keine Leerzeichen. Tag 00 im Datum steht für den letzten Tag des Monats. Bei Herstell- und Verfalldatum, (11) und (17), ist das für regulierte Gesundheitsprodukte wie Arzneimittel und Medizinprodukte seit 01.01.2025 nicht mehr erlaubt (Abschnitte 3.4.2 und 3.4.7), dort steht der echte Tag.
Etiketten drucken und in Word oder Excel einfügen
Für Word, Excel, InDesign oder ein Etikettenprogramm nehmen Sie die SVG-Datei. Sie ist in Millimetern angelegt und bleibt in jeder Größe scharf; Word und Excel fügen sie über „Einfügen, Bilder“ ein. Achten Sie darauf, dass das Programm die Grafik nicht verzerrt, nur proportional skalieren. Das PNG mit 300 oder 600 dpi passt für Programme ohne SVG-Unterstützung und für Etikettendrucker. Die Auflösung steht in der Datei, damit das Bild in der richtigen Größe ankommt. Die Klartextzeile ist im SVG echte Schrift (OCR-B, ersatzweise Courier); fehlt die Schrift, läuft der Text etwas breiter, die Striche bleiben exakt. Laden Sie mehrere Dateien kurz hintereinander, legt die Seite eine halbe Sekunde zwischen zwei Downloads, weil Chrome bei schneller Folge einzelne Dateien verwirft.
Für viele Codes auf einmal schreiben Sie je Zeile eine Nummer in das Feld „Mehrere Codes“ und laden einen Etikettenbogen als PDF, etwa 24 Etiketten mit 70 × 37 mm auf A4. Drucken Sie das PDF in tatsächlicher Größe, nicht „an Seite anpassen“. ITF-14 und GS1-128 passen nur auf große Etiketten: Würde der Bogen sie unter 0,495 mm Modulbreite oder 31,75 mm Strichhöhe verkleinern, warnt der Generator vorher und nennt ein passendes Format. Einen Probedruck auf Normalpapier legen Sie gegen das Licht auf den Etikettenbogen.
Rücklesetest und Datenschutz
Nach dem Zeichnen rastert die Seite den Code mit 300 dpi und liest ihn mit ZXing wieder ein, einer verbreiteten freien Lesebibliothek (Apache-Lizenz), die hier als lokale Kopie liegt. Stimmt der gelesene Inhalt nicht Zeichen für Zeichen mit Ihrer Eingabe überein, sehen Sie eine Warnung. Der Test ersetzt keinen Probedruck: Papier, Druckerauflösung und Farbe prüft nur ein echter Scan. Der Code entsteht vollständig in Ihrem Browser. Beim Erzeugen, Rücklesen und Herunterladen verlässt keine Eingabe Ihr Gerät, das haben wir am 30.09.2026 im Netzwerkprotokoll des Browsers geprüft. Die Seite zählt nur anonym, dass ein Code erzeugt wurde. Google Analytics und Google AdSense laufen wie auf allen kostenlosen Tools dieser Website je nach Ihrer Einwilligung und erhalten Ihre Eingaben nicht. Einen QR-Code statt eines Strichcodes erstellen Sie mit QR-Code für …, die passende Druckgröße dafür rechnet der QR-Code-Größenrechner.