Kostenloses Tool

Girocode lesen und prüfen, bevor Sie bezahlen

Dieses Werkzeug liest den Girocode von einer Rechnung aus einem Foto, einem Screenshot, einem PDF oder über die Webcam und zeigt Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck als Klartext, bevor Sie in der Banking-App bestätigen. Es prüft die IBAN-Prüfziffer und jedes Feld gegen die EPC-Richtlinie und meldet, wenn der Code nicht zu der Rechnung passt, die Sie vor sich haben. Gelesen wird in Ihrem Browser, das Bild wird nicht hochgeladen.

1. Girocode laden

Foto, Screenshot oder PDF der Rechnung wählen, hierher ziehen oder mit Strg+V (Mac: Cmd+V) einfügen. Am Laptop geht es auch mit der Webcam.

2. Mit der Rechnung vergleichen freiwillig

Tippen Sie ab, was im Klartext auf der Rechnung steht, am besten von einem Schreiben oder einer früheren Rechnung, die Sie kennen. Das Werkzeug meldet jede Abweichung zum Code.

Das steht im Code

Laden Sie links einen Girocode. Hier erscheinen Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck als Klartext, dazu jede Auffälligkeit gegenüber der EPC-Richtlinie.

Hinweis

Das Werkzeug läuft in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen und Ihre Dateien bleiben auf Ihrem Gerät. Codes und Formulare enthalten genau das, was Sie eingetippt haben. Prüfen Sie deshalb vor dem Bestätigen in der Banking-App oder vor dem Unterschreiben Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Für Tippfehler in den Eingaben und für die Ausführung durch Ihre Bank übernehmen wir keine Gewähr. Grundlage sind die auf dieser Seite genannten Regelwerke, Stand siehe „Zuletzt geprüft“.

Warum der Girocode auf der Rechnung kontrolliert werden sollte

Der Girocode ist ein QR-Code, der Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck einer Überweisung enthält. Die Banking-App übernimmt die Daten mit einem Scan, Sie müssen nichts abtippen. Das spart Zeit und verhindert Zahlendreher. Der Preis dafür: Sie lesen die Daten nicht mehr selbst. Wer bei einer Rechnung nur scannt und bestätigt, zahlt an die Kontonummer, die im Code steht, und nicht unbedingt an die, die gedruckt dasteht.

Die Richtlinie des European Payments Council (EPC069-12) geht davon aus, dass die Daten zusätzlich im Klartext auf dem Dokument stehen, damit der Zahler sie vergleichen kann. Dieses Werkzeug nimmt Ihnen den Vergleich ab, wenn Sie ihn wollen, und zeigt ihn ausführlicher als die meisten Banking-Apps.

So lesen Sie einen Girocode aus Bild, PDF oder Kamera

  1. Girocode bereitstellen: als Foto der Papierrechnung, als Screenshot oder als PDF. Das Bild einfach mit Strg+V einfügen geht auch. Am Laptop startet „Kamera starten“ die Webcam.
  2. Das Werkzeug sucht den Code, entschlüsselt ihn und zeigt die Felder. Bei einem PDF mit mehreren Codes wählen Sie im Ergebnis den richtigen.
  3. Optional tragen Sie links ein, was auf der Rechnung im Klartext steht. Dann meldet das Werkzeug, ob IBAN, Betrag, Empfänger und Rechnungsnummer zum Code passen.
  4. Erst danach überweisen. Das Werkzeug zahlt nichts und öffnet nichts.

Welche Felder ein Girocode enthält

Ein Girocode besteht aus bis zu zwölf Zeilen. Die ersten vier sind Technik: die Kennung „BCD“, die Version (001 oder 002), der Zeichensatz und die Kennung „SCT“ für die SEPA-Überweisung. Danach folgen die BIC, der Name des Empfängers (bis 70 Zeichen), die IBAN, der Betrag, ein Purpose Code, die Referenz oder der Verwendungszweck und ein Hinweis an den Zahler. Die Referenz und der Verwendungszweck schließen einander aus, ein Code darf nur eines von beiden enthalten. Der gesamte Inhalt darf höchstens 331 Byte lang sein.

Was die Prüfung meldet

Die Prüfung arbeitet in drei Stufen. Rot bedeutet, dass der Code gegen die Richtlinie verstößt oder ein typisches Betrugsmerkmal zeigt: eine IBAN mit falscher Prüfziffer, eine unbekannte Kennung, Betrag mit Komma statt Punkt oder in einer anderen Währung als Euro, eine RF-Referenz mit falscher Prüfziffer, eine fehlende BIC, wo sie Pflicht ist, kyrillische Buchstaben mitten in einem lateinischen Namen oder unsichtbare Steuerzeichen. Gelb bedeutet „prüfen“, etwa bei einer ausländischen IBAN auf einer deutschen Rechnung oder wenn die BIC zu einem anderen Land gehört als die IBAN. Hinweise ohne Wertung betreffen Kleinigkeiten, die Banking-Apps meist verzeihen.

Die IBAN-Prüfziffer fängt Tippfehler und Zahlendreher ab. Sie sagt aber nichts darüber, wem das Konto gehört. Die IBAN eines Betrügers besteht die Prüfung genauso wie die einer echten Firma. Deshalb ist der Abgleich mit der Rechnung der eigentliche Schutz.

Typische Betrugsmuster bei Rechnungen mit QR-Code

Bei manipulierten Rechnungen bleibt meist alles gleich, nur die IBAN ändert sich: im Klartext, im Code oder in beiden. Das passiert, wenn Rechnungs-PDFs unterwegs abgefangen und verändert werden oder wenn jemand eine Rechnung im Namen einer bekannten Firma verschickt. Am Briefkasten und am Schalter kommt der überklebte Code dazu. Achten Sie auf drei Dinge: Weicht die IBAN von früheren Rechnungen derselben Firma ab? Passt der Name im Code zum Absender? Und stimmt der Betrag mit der Bestellung überein? Bei einer geänderten Bankverbindung rufen Sie die Firma unter einer Nummer an, die Sie selbst herausgesucht haben, nicht unter der auf der Rechnung.

Seit Oktober 2025 bieten Banken im Euro-Raum eine Empfängerüberprüfung an (Verification of Payee, Verordnung (EU) 2024/886). Die Bank gleicht dabei den eingegebenen Empfängernamen mit dem Kontoinhaber ab und zeigt eine Ampel. Die Prüfung ergänzt dieses Werkzeug, ersetzt es nicht: Sie sieht nur den Namen, nicht den Rest der Rechnung. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen. Überweisen Sie bei einer Warnung nicht, bevor Sie den Grund kennen.

Was Sie bei einer Abweichung tun

Stimmt der Code nicht mit dem Klartext überein, zahlen Sie nicht. Fragen Sie beim Absender nach, und zwar über einen Weg, den Sie unabhängig von der Rechnung kennen: die Nummer aus dem Vertrag, die Website, die Sie selbst eingeben, oder eine frühere Rechnung. Antworten Sie nicht auf die E-Mail, mit der die Rechnung kam. Haben Sie schon überwiesen, rufen Sie sofort Ihre Bank an und bitten um einen Rückruf der Überweisung. Je früher das geschieht, desto größer ist die Chance, dass das Geld noch zurückgeholt werden kann.

Was das Werkzeug nicht kann

Es erkennt nicht, ob die Rechnung echt ist, ob die Firma existiert oder ob die Leistung erbracht wurde. Es liest nur QR-Codes, keine Strichcodes, und nur Girocodes im Format der EPC-Richtlinie. Schweizer QR-Rechnungen und andere Zahlcodes zeigt es nicht an. Zu einer deutschen IBAN nennt es die Bank laut Bundesbank-Datei, das ist aber nicht der Kontoinhaber. Bei verschwommenen Fotos oder sehr kleinen Codes in PDFs hilft ein Screenshot, auf den Code zugeschnitten.

Für Internetadressen, WLAN-Zugänge und alles, was kein Girocode ist, ist QR-Code lesen und prüfen gedacht. Dieses Werkzeug hier kann mehr bei Zahlcodes: Es prüft jedes Feld der EPC-Richtlinie einzeln und vergleicht mit Ihren Angaben. Eine einzelne IBAN ohne Code kontrollieren Sie mit dem IBAN-Prüfer. Wenn Sie selbst einen Girocode für Ihre Rechnungen brauchen, erzeugt ihn der Girocode-Generator.

Datenschutz

Hochgeladen wird nichts. Bild oder PDF werden in Ihrem Browser geöffnet (PDFs mit pdf.js, das als Datei auf dieser Website liegt und erst beim ersten PDF geladen wird), zum Entschlüsseln dient die freie Bibliothek jsQR (Apache-Lizenz 2.0), in Chrome und Edge zusätzlich die eingebaute Barcode-Erkennung des Browsers. Die Seite meldet nach dem Lesen nur, dass das Werkzeug benutzt wurde, ohne Bild und ohne Inhalt. Wer einen Screenshot einer Rechnung an einen Chatbot schickt, lädt ihn dagegen auf dessen Server.

Häufige Fragen

Wie lese ich den Girocode auf einer Rechnung aus?

Machen Sie ein Foto oder einen Screenshot der Rechnung oder öffnen Sie das PDF, und laden Sie es auf dieser Seite. Das Werkzeug zeigt Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck als Klartext. Am Laptop geht es auch mit der Webcam.

Woran erkenne ich einen manipulierten Girocode?

Am sichersten am Abgleich: Tragen Sie IBAN, Betrag und Empfänger von der Rechnung oder einem früheren Schreiben ein. Weicht der Code ab, meldet das Werkzeug es. Weitere Merkmale sind eine ausländische IBAN bei einem deutschen Absender, ein Name mit gemischten Schriften und ein Betrag, der nicht zur Bestellung passt.

Was bedeutet es, wenn die IBAN-Prüfziffer nicht stimmt?

Die IBAN enthält zwei Prüfziffern, die sich aus dem Rest der Nummer berechnen. Stimmen sie nicht, ist die IBAN vertippt, verändert oder falsch erzeugt. Eine Überweisung würde von der Bank abgelehnt. Zahlen Sie nicht, bis Sie die richtige IBAN vom Absender haben.

Beweist ein gültiger Girocode, dass die Rechnung echt ist?

Nein. Eine gültige Prüfziffer zeigt nur, dass die IBAN formal stimmt. Die IBAN eines Betrügers besteht die Prüfung auch. Ob die Rechnung echt ist, klären der Abgleich mit Ihrer Bestellung oder ein Anruf beim Absender unter einer Nummer, die Sie selbst herausgesucht haben.

Kann ich einen Girocode direkt aus einem PDF lesen?

Ja. Wählen Sie das PDF aus oder ziehen Sie es in das Feld. Der Browser stellt jede Seite (bis 30) als Bild dar und sucht darauf alle QR-Codes. Bei mehreren Codes wählen Sie im Ergebnis den gewünschten.

Wird die Rechnung hochgeladen?

Nein. Das Bild oder PDF wird in Ihrem Browser geöffnet und dort entschlüsselt. Die Seite meldet nach dem Lesen nur anonym, dass das Werkzeug benutzt wurde, ohne Bild und ohne Inhalt.

Die Prüfung ist eine technische Einschätzung und keine Garantie. Grundlage ist die EPC-Richtlinie EPC069-12 v3.1 (19.03.2024). Das Werkzeug erkennt formale Fehler und Abweichungen von Ihren Angaben, aber nicht, wem ein Konto gehört. Ob Sie eine Überweisung ausführen, entscheiden Sie. Im Zweifel fragen Sie beim Absender unter einer bekannten Nummer nach.