Was Ihre IP-Adresse verrät und was nicht
Eine IP-Adresse ist die Anschrift Ihres Internetanschlusses. Jeder Server, den Sie aufrufen, sieht sie, sonst wüsste er nicht, wohin er die Antwort schicken soll. Aus der Adresse lässt sich das Land ablesen, dem Cloudflare sie zuordnet, und oft der Anbieter. Ihren Namen, Ihre Straße oder Ihren Wohnort verrät sie nicht. Eine Stadt kann nur eine Geo-Datenbank schätzen, und die liegt häufig daneben. Diese Seite zeigt deshalb nur das Land. Den Anschlussinhaber hinter einer Adresse zu ermitteln, ist Sache von Behörden, die dafür beim Anbieter Auskunft einholen.
Die Anzeige oben besteht aus diesen Angaben:
- Adresse: die öffentliche IP-Adresse, unter der Cloudflare Ihren Aufruf gesehen hat.
- Protokoll: IPv4 oder IPv6, je nachdem, wie Ihr Browser diese Seite abgerufen hat.
- Land: der Ländername zum Ländercode, den Cloudflare mitliefert.
- Verbindung: HTTP-Version und TLS-Version des Abrufs, zum Beispiel HTTP/2 und TLSv1.3.
- Rechenzentrum: der Cloudflare-Knoten, über den Sie diese Seite erreichen, als dreibuchstabiger Code. Er sagt nichts über Ihren Standort.
Nutzen Sie Cloudflare WARP oder Zero Trust, weist die Seite darauf hin. Die angezeigte Adresse gehört dann Cloudflare und nicht Ihrem Anschluss.
IPv4 oder IPv6: was die Anzeige bedeutet
Eine IPv4-Adresse besteht aus vier Zahlen von 0 bis 255, getrennt durch Punkte, zum Beispiel 203.0.113.7. Sie hat 32 Bit, daher sind die Adressen knapp. IPv6 hat 128 Bit und schreibt die Adresse als acht Gruppen aus Hexadezimalziffern, getrennt durch Doppelpunkte. Damit sie lesbar bleibt, gilt die Kurzschreibweise nach RFC 5952: Führende Nullen entfallen, die längste Folge aus Nullgruppen wird durch :: ersetzt, und alle Buchstaben sind klein. Aus 2001:0DB8:0000:0000:0000:0000:0000:0001 wird so 2001:db8::1. Diese Seite zeigt IPv6-Adressen in genau dieser Form.
Welches Protokoll Sie sehen, hängt vom Abruf ab. Die Domain www.moersbergerit.de hat A- und AAAA-Einträge. Browser probieren nach dem Verfahren Happy Eyeballs (RFC 8305) beide Wege und bevorzugen IPv6, wenn es funktioniert. Sehen Sie IPv4, ist IPv6 auf Ihrem Anschluss deshalb vermutlich nicht nutzbar oder nicht eingeschaltet. Sicher sagen kann das dieser Test nicht. Er hat keinen eigenen Endpunkt je Protokoll. Ob Ihr Anschluss zusätzlich IPv6 bzw. IPv4 kann, zeigt er also nicht.
Öffentliche und lokale IP-Adresse
Ihr Anschluss hat nach außen eine öffentliche Adresse, die der Anbieter vergibt. Bei IPv4 erscheinen alle Geräte im Heimnetz mit dieser einen Adresse, weil der Router die Anfragen umsetzt (NAT). Innen verteilt der Router lokale Adressen aus privaten Bereichen. Für IPv4 sind das nach RFC 1918 die Bereiche 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16. Bei Fritzboxen liegt das Heimnetz ab Werk meist bei 192.168.178.x. Private Adressen sind im Internet nicht erreichbar. Taucht eine hier auf, steht meist ein Proxy dazwischen.
Bei IPv6 gilt das nicht. Dort gibt es im Heimnetz normalerweise kein NAT, und jedes Gerät hat eine eigene, weltweit eindeutige Adresse. Eingehende Verbindungen blockt die Firewall des Routers, solange keine Freigabe eingerichtet ist. Der Anbieter vergibt Ihrem Anschluss nur den vorderen Teil, das Präfix, und Ihr Gerät hängt seine eigene Endung an. Aus Datenschutzgründen benutzen die meisten Geräte nach außen eine temporäre Adresse, die von Zeit zu Zeit wechselt (RFC 8981). Zeigt diese Seite IPv6, sehen Sie also die Adresse Ihres Geräts und nicht die Ihres Anschlusses. Sie unterscheidet sich oft von der Adresse in den Netzwerkeinstellungen. Im Online-Monitor zeigt der Router dort seine eigene IPv6-Adresse und das Präfix, nicht die Adresse Ihres Geräts.
Die lokale Adresse brauchen Sie, wenn Sie einen Drucker, ein NAS oder einen Router-Zugang im Heimnetz ansprechen. Die öffentliche brauchen Sie für Support, Fernwartung und Freigaben von außen. Wie Sie den Router selbst und das Standardgateway finden, erklärt die Seite Router-IP-Adresse finden. Wie sich Netze aufteilen und Adressbereiche berechnen lassen, zeigt der Subnetz-Rechner.
Lokale IP am PC, Mac und Handy finden
Browser verraten die lokale Adresse aus Datenschutzgründen nicht mehr. Deshalb gibt es hier eine Anleitung statt einer Messung:
- Windows: Eingabeaufforderung öffnen,
ipconfigeingeben und in der Zeile „IPv4-Adresse“ des aktiven Adapters nachsehen. - macOS: Systemeinstellungen › Netzwerk, die aktive Verbindung wählen und die Details öffnen.
- iPhone: Einstellungen › WLAN, beim verbundenen Netz auf das Info-Symbol tippen. Dort steht die IP-Adresse.
- Android: Einstellungen › WLAN, das verbundene Netz antippen. Die Menünamen unterscheiden sich je Hersteller und Version.
- Fritzbox: Unter
http://fritz.boxanmelden. Die öffentliche Adresse zeigt Internet › Online-Monitor, die Geräte im Heimnetz stehen unter Heimnetz › Netzwerk.
Warum ändert sich meine IP-Adresse?
Viele Anbieter vergeben öffentliche Adressen dynamisch aus einem Pool. Baut der Router die Verbindung neu auf, etwa nach einem Neustart oder einer Unterbrechung, kann eine andere Adresse herauskommen. Zahlen nennen wir nicht, weil uns keine Primärquelle vorliegt. Wer eine gleichbleibende Adresse braucht, fragt beim Anbieter nach einer festen Adresse oder nutzt dynamisches DNS. Ein VPN oder Cloudflare WARP ändert die sichtbare Adresse sofort, weil Ihr Verkehr dann über einen anderen Anschluss ins Internet geht.
DS-Lite und CGNAT: wenn Portfreigaben nicht gehen
IPv4-Adressen sind knapp. Deshalb teilen manche Anbieter eine öffentliche IPv4-Adresse unter vielen Kunden. Das heißt Carrier-Grade NAT, kurz CGNAT. Oft läuft es über DS-Lite: Der Anschluss bekommt IPv6 direkt, IPv4 nur durch einen Tunnel zu einer Anlage des Anbieters. Für Sie hat das eine Folge. Eine Portfreigabe im Router bringt nichts, weil Anfragen aus dem Internet schon beim Anbieter ankommen und sich keinem einzelnen Anschluss zuordnen lassen.
Diese Seite allein zeigt Ihnen CGNAT nicht. Adressen aus dem Bereich 100.64.0.0/10 (RFC 6598) setzt der Anbieter intern ein und leitet sie nicht ins Internet, deshalb sieht Cloudflare sie nie. Erkennen können Sie CGNAT auf drei Wegen:
- Der Router zeigt als Internetadresse (WAN) eine Adresse aus
100.64.0.0/10. Dann nutzt Ihr Anbieter CGNAT. - Die WAN-Adresse des Routers weicht von der IPv4-Adresse ab, die diese Seite zeigt. Das ist der wichtigste Test, denn eine geteilte Adresse kann auch öffentlich aussehen. Zeigt die Seite bei Ihnen IPv6, haben Sie nichts zu vergleichen. Dann hat der Browser die Seite über IPv6 abgerufen, und Sie vergleichen am besten mit der IPv4-Adresse eines Geräts oder Browsers, das nur IPv4 nutzt.
- Der Router zeigt für IPv4 nur einen Tunnel oder gar keine eigene IPv4-Adresse.
Hilft das nicht weiter, fragen Sie den Anbieter nach einer eigenen öffentlichen IPv4-Adresse und den Kosten. Alternativ erreichen Sie Ihr Gerät über IPv6 oder über einen Dienst, der die Verbindung von innen aufbaut. Welche Nummer zu welchem Dienst gehört, steht in der Übersicht der Portnummern. Wenn Sie den Fernzugriff nicht selbst einrichten möchten, hilft die Fernwartung.
VPN prüfen: Wird meine echte IP verborgen?
Mit dieser Seite prüfen Sie in drei Schritten, ob ein VPN wirkt. Rufen Sie die Seite zuerst ohne VPN auf und merken Sie sich Adresse und Land. Schalten Sie dann das VPN ein und wählen Sie „Erneut abfragen“. Jetzt müssen sich Adresse und meist auch das Land ändern. Bleibt die Anzeige gleich, läuft der Verkehr Ihres Browsers nicht durch das VPN.
Beachten Sie die Grenze des Tests. Er sieht nur das Protokoll, das Ihr Browser für diesen Abruf wählt. Ein VPN, das nur IPv4 umleitet, kann IPv6 an sich vorbeilassen. Sah der erste Abruf IPv6 und der zweite IPv4, fällt das auf. Ein Leck im anderen Protokoll schließt er sonst nicht aus. Bei IPv6 ändert sich die Adresse außerdem auch ohne VPN von Zeit zu Zeit, weil Geräte temporäre Adressen nutzen. Vergleichen Sie dann zusätzlich das Land und die vorderen Gruppen der Adresse, also das Präfix. DNS-Anfragen prüft er nicht.