Kostenloses Tool

SEPA-XML-Datei prüfen: Schema, Summen und IBANs

Prüft eine SEPA-XML-Datei (pain.001 für Überweisungen, pain.008 für Lastschriften) im Browser, ohne Upload, kostenlos: Schema-Prüfung gegen das Prüfschema der Deutschen Kreditwirtschaft, Kontrollsumme und Anzahl nachgerechnet, IBAN-Prüfziffern, Gläubiger-ID, doppelte Ende-zu-Ende-IDs und Zeichensatz, dazu alle Posten als lesbare Liste. Erkennt auch die ältere Version pain.001.001.03 und sagt, was die DK dazu aktuell vorgibt.

Von · · · Datenquelle: DK Format-Lifecycle und Anlage 3 V3.9 · Methodik

SEPA-Datei laden

Die Datei wird im Browser gelesen. Große Dateien mit einigen Tausend Posten dauern ein paar Sekunden.

Hinweis

Das Werkzeug läuft in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen und Ihre Dateien bleiben auf Ihrem Gerät. Codes und Formulare enthalten genau das, was Sie eingetippt haben. Prüfen Sie deshalb vor dem Bestätigen in der Banking-App oder vor dem Unterschreiben Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Für Tippfehler in den Eingaben und für die Ausführung durch Ihre Bank übernehmen wir keine Gewähr. Grundlage sind die auf dieser Seite genannten Regelwerke, Stand siehe „Zuletzt geprüft“.

Warum die Bank eine SEPA-Datei ablehnt

Eine abgelehnte SEPA-Datei meldet die Bank oft nur mit einem knappen Satz wie „Datei fehlerhaft“ oder einem Fehlercode. Dahinter stecken meist wenige Ursachen: Die Kontrollsumme im Kopf passt nicht zur Summe der Posten, eine IBAN hat einen Zahlendreher, ein Name enthält ein Zeichen, das SEPA nicht kennt, die Datei beginnt mit einem unsichtbaren Byte Order Mark, oder sie ist in einer Version geschrieben, die die Bank nicht mehr annimmt. Anlage 3 des DFÜ-Abkommens erlaubt der Bank ausdrücklich, bei falschem Format oder falschem Inhalt die ganze Datei abzuweisen.

Dieser Checker sucht genau diese Fehler und zeigt sie mit Block- und Postennummer, damit Sie die Stelle in Ihrer Software oder Liste finden. Die Datei bleibt dabei auf Ihrem Gerät: Im Netzwerkprotokoll des Browsers sehen Sie nur das Nachladen des Prüfprogramms und der Schemadateien von dieser Domain, keine Anfrage mit dem Inhalt Ihrer Datei.

Was der Checker prüft, und was nicht

Zuerst die Struktur: libxml2, das Programm hinter dem Befehl xmllint, läuft hier als WebAssembly (xmllint-wasm 5.3.0, MIT-Lizenz, rund 0,8 MB, auf dieser Domain abgelegt) und prüft die Datei gegen das passende Technical Validation Subset der Deutschen Kreditwirtschaft. Das sind die XSD-Dateien, die die DK für ihre Mitgliedsbanken veröffentlicht: GBIC_5 für die aktuellen Versionen, GBIC_3 für die älteren. Das Schema prüft Pflichtfelder, Reihenfolge, Längen, Datumsformat, die Form von IBAN und BIC und erlaubte Codes.

Was ein Schema nicht kann, rechnet der Checker selbst nach:

  • Anzahl (NbOfTxs) und Kontrollsumme (CtrlSum) im Kopf und in jedem Zahlungsblock, in ganzen Cent;
  • die Prüfziffer jeder IBAN nach MOD-97, auch die des Auftraggeberkontos;
  • die Prüfziffer der Gläubiger-ID nach der Regel aus Anlage 3 (Stellen 5 bis 7 zählen nicht mit);
  • doppelte Ende-zu-Ende-IDs und doppelte Blockkennungen;
  • Zeichen außerhalb des Zeichensatzes, den deutsche Banken annehmen müssen;
  • Ausführungs- oder Fälligkeitsdatum in der Vergangenheit, Mandatsdatum in der Zukunft, BOM am Dateianfang.

Nicht prüfen lässt sich, ob ein Konto existiert, ob ein Lastschriftmandat wirksam ist, ob Ihre Bank für Datei-Einreichungen ein Limit gesetzt hat und ob der Auftrag noch vor ihrem Annahmeschluss ankommt. Die elektronische Unterschrift (EBICS, TAN) gehört ebenfalls nicht zur Datei.

pain.001.001.03 oder pain.001.001.09: welche Version gilt?

Seit dem 05.10.2025 gilt für SEPA die Anlage 3 in Version 3.9. Sie schreibt pain.001.001.09 für Überweisungen und pain.008.001.08 für Lastschriften vor, beide nach ISO 20022 in der Fassung von 2019. Die Vorgänger pain.001.001.03 und pain.008.001.02 (ISO-Fassung 2009) führt die DK in ihrer Übersicht der SEPA-Formatversionen vom 24.09.2026 als „vorübergehend weiter verwendbar“. Eigentlich sollten sie im November 2026 enden; die DK hat das ausgesetzt, weil SWIFT und das European Payments Council die alten Adressangaben länger dulden. Ein neues Enddatum wird dort bekannt gegeben. Noch ältere Varianten wie pain.001.003.03 oder pain.008.003.02 endeten laut derselben Übersicht im November 2022, die nimmt keine Bank mehr an. Der Checker liest alle vier gültigen Versionen und sagt Ihnen, welche Sie vor sich haben.

Fehlermeldungen des Schemas lesen

Die Meldungen von libxml2 sind englisch und technisch, sagen aber genau, wo es hakt. „Element 'CtrlSum': [facet 'fractionDigits'] … more fractional digits than allowed“ heißt: mehr als zwei Nachkommastellen. „This element is not expected. Expected is ( Cdtr )“ heißt: Ein Pflichtfeld fehlt oder steht an der falschen Stelle. „[facet 'pattern'] The value 'DE89…' is not accepted“ bei einer IBAN bedeutet meist ein Leerzeichen oder Kleinbuchstaben. „[facet 'maxLength']“ zeigt ein zu langes Feld, etwa einen Namen über 70 oder einen Verwendungszweck über 140 Zeichen. Die Zeilennummer vor jeder Meldung bezieht sich auf die Datei, die Sie geladen haben.

SEPA-Datei bearbeiten: über die CSV-Liste

Eine SEPA-Datei im Texteditor zu ändern, geht schnell schief, weil Summe und Anzahl im Kopf mitwandern müssen. Sicherer ist der Umweg über eine Tabelle: Laden Sie die Posten mit „Posten als CSV laden“ herunter, korrigieren Sie sie in Excel und bauen Sie daraus mit dem SEPA-XML-Generator eine neue Datei in der aktuellen Version. Dabei entstehen neue Kennungen für Nachricht und Blöcke, sodass die Bank die neue Datei nicht als Dublette der abgelehnten ansieht.

Häufige Fragen

Wie prüfe ich eine SEPA-XML-Datei online, ohne sie hochzuladen?

Datei auf dieser Seite wählen oder in das Feld ziehen. Lesen, Schema-Prüfung und Nachrechnen laufen im Browser. Vom Server geladen werden nur das Prüfprogramm und die Schemadateien der Deutschen Kreditwirtschaft, nicht Ihre Datei. Das zeigt das Netzwerkprotokoll Ihres Browsers.

Ist pain.001.001.03 noch gültig?

Laut der Übersicht der SEPA-Formatversionen der Deutschen Kreditwirtschaft vom 24.09.2026 ist pain.001.001.03 vorübergehend weiter verwendbar. Die für November 2026 geplante Abkündigung ist ausgesetzt, ein neues Enddatum steht noch nicht fest. Aktuell nach Anlage 3 Version 3.9 ist pain.001.001.09.

Was bedeuten CtrlSum und NbOfTxs?

NbOfTxs ist die Anzahl der Posten, CtrlSum die Summe aller Beträge. Beide stehen im Kopf der Datei und noch einmal in jedem Zahlungsblock. Anlage 3 schreibt beide vor, und die Bank darf die Datei ablehnen, wenn sie nicht zu den Posten passen.

Prüft der Checker auch, ob ein Konto existiert?

Nein. Er prüft die Prüfziffer jeder IBAN, damit fallen Tipp- und Zahlendreher auf. Ob es das Konto gibt und wem es gehört, weiß nur die Bank des Empfängers.

Kann ich eine SEPA-XML-Datei bearbeiten?

Am sichersten über eine Tabelle: Posten hier als CSV laden, in Excel ändern und mit dem SEPA-XML-Generator eine neue Datei erstellen. Summe, Anzahl und Kennungen werden dabei neu berechnet.

Ersetzt der Checker die Prüfung meiner Bank?

Nein. Die Bank prüft beim Einreichen erneut und kann eigene Regeln haben, etwa Limits oder Annahmeschlusszeiten. Der Checker findet vorher die Fehler, die Anlage 3 und das Schema der Deutschen Kreditwirtschaft beschreiben, damit die Datei nicht an diesen scheitert.

Der Checker prüft gegen die Prüfschemas der Deutschen Kreditwirtschaft (GBIC_5 und GBIC_3) und rechnet Summen und Prüfziffern nach. Er prüft nicht, ob Konten existieren, Mandate wirksam sind oder Ihre Bank den Auftrag annimmt. Keine Rechts- oder Steuerberatung.