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SEPA-XML-Datei erstellen: Sammelüberweisung und Lastschrift

Erzeugt eine SEPA-XML-Datei für Sammelüberweisungen (pain.001.001.09) oder Lastschriften (pain.008.001.08) aus einer Tabelle oder einer Excel- bzw. CSV-Liste, im Browser, ohne Upload, kostenlos; jede IBAN wird nach MOD-97 geprüft und die fertige Datei gegen das Prüfschema der Deutschen Kreditwirtschaft (DK-TVS GBIC_5) validiert. Die Datei laden Sie danach selbst im Online-Banking oder in Ihrer Banking-Software hoch. Dieses Werkzeug schickt nichts an eine Bank.

Von · · · Datenquelle: DFÜ-Abkommen Anlage 3, Version 3.9 (Deutsche Kreditwirtschaft) · Methodik

1. Auftrag

Buchung auf Ihrem Kontoauszug
Umlaute und ß

2. Posten

Tippen Sie die Posten ein oder laden Sie eine Liste aus Excel (.xlsx) oder eine CSV-Datei. Die erste Zeile darf Spaltenköpfe wie „Name“, „IBAN“, „Betrag“, „Verwendungszweck“ tragen. Ohne Kopfzeile gilt die Reihenfolge der Tabelle unten.

Hinweis

Das Werkzeug läuft in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen und Ihre Dateien bleiben auf Ihrem Gerät. Codes und Formulare enthalten genau das, was Sie eingetippt haben. Prüfen Sie deshalb vor dem Bestätigen in der Banking-App oder vor dem Unterschreiben Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Für Tippfehler in den Eingaben und für die Ausführung durch Ihre Bank übernehmen wir keine Gewähr. Grundlage sind die auf dieser Seite genannten Regelwerke, Stand siehe „Zuletzt geprüft“.

SEPA-Datei für 40 Vereinsmitglieder ohne Banking-Software

Der Kassenwart hat eine Excel-Liste mit 40 Mitgliedern, IBAN und Beitrag. Die Bank möchte für den Einzug eine SEPA-XML-Datei, und die Banking-Software, die so etwas kann, kostet Geld oder läuft nur unter Windows. Genau dafür ist diese Seite gebaut: Liste laden, Gläubiger-ID und Fälligkeitsdatum eintragen, Datei herunterladen und im Online-Banking unter „Datei hochladen“ oder „SEPA-Datei einreichen“ übergeben. Dasselbe gilt für Kleinunternehmer, die zwölf Lieferantenrechnungen in einem Rutsch überweisen wollen, und für kleine Hausverwaltungen, die das Hausgeld per Lastschrift einziehen.

Die IBANs Ihrer Mitglieder oder Kunden verlassen dabei Ihr Gerät nicht. Die Seite liest die Liste im Browser, baut das XML im Browser und prüft es im Browser. Im Netzwerkprotokoll des Browsers (Entwicklerwerkzeuge, Reiter „Netzwerk“) sehen Sie beim Erstellen nur das Nachladen des Prüfprogramms und des Schemas von dieser Domain, keine Anfrage mit Ihren Daten.

So erstellen Sie die Datei in vier Schritten

  1. Wählen Sie oben Überweisung oder Lastschrift und tragen Sie Ihren Namen, Ihre IBAN und das Datum ein. Bei Lastschriften kommt Ihre Gläubiger-ID dazu.
  2. Laden Sie die Liste als .xlsx oder .csv oder tippen Sie die Posten in die Tabelle.
  3. Klicken Sie auf „SEPA-XML erstellen“. Fehler stehen mit Zeilennummer da; ersetzte Zeichen sehen Sie vorher und nachher.
  4. Laden Sie die Datei herunter und reichen Sie sie bei Ihrer Bank ein. Die Freigabe erfolgt dort, meist mit TAN.

Excel- oder CSV-Liste übernehmen: diese Spalten werden erkannt

Die Spaltenköpfe dürfen deutsch oder englisch sein, Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle. Semikolon, Komma und Tabulator als Trennzeichen erkennt das Werkzeug selbst, ebenso UTF-8 und das Windows-Format, in dem Excel CSV-Dateien speichert. Aus .xlsx wird das erste Tabellenblatt gelesen.

SpalteGrenze laut DK-Anlage 3
NamePflicht, höchstens 70 Zeichen
IBANPflicht, Prüfziffer nach MOD-97; Konten im EWR
BICfreiwillig
Betrag0,01 bis 999.999.999,99 €, höchstens zwei Nachkommastellen; 1.234,56 und 1234.56 werden beide verstanden
Verwendungszweckhöchstens 140 Zeichen
Ende-zu-Ende-IDhöchstens 35 Zeichen, leer = NOTPROVIDED
Mandatsreferenz (Lastschrift)Pflicht, höchstens 35 Zeichen
Mandatsdatum (Lastschrift)Pflicht, Tag der Unterschrift, nicht in der Zukunft
Sequenz (Lastschrift)FRST, RCUR, OOFF oder FNAL; leer = Auswahl oben

Die Schaltfläche „CSV-Vorlage laden“ liefert eine leere Datei mit genau diesen Köpfen, die Excel direkt öffnet. Bei Lastschriften verteilt das Werkzeug die Posten nach Sequenz auf eigene Blöcke, denn die Sequenz steht in der Datei einmal je Block und nicht je Posten. Jeder Block bekommt eigene Summen und eine eigene, eindeutige Kennung.

Was das Werkzeug prüft, bevor es die Datei schreibt

Anlage 3 des DFÜ-Abkommens verlangt, dass IBAN, Kontrollsumme (CtrlSum) und Anzahl (NbOfTxs) maschinell geprüft werden, bevor eine Datei zur Bank geht; bei Verstößen darf die Bank die ganze Datei abweisen. Das Werkzeug rechnet beide Werte aus den Posten in ganzen Cent, damit keine Rundungsfehler entstehen, und prüft jede IBAN mit dem MOD-97-Verfahren aus dem IBAN-Prüfer. Die Gläubiger-ID wird nach der Regel aus Anlage 3 geprüft: Die Stellen 5 bis 7 (Geschäftsbereich, meist ZZZ) zählen nicht mit, der Rest geht wie bei der IBAN durch MOD 97-10.

Danach läuft die fertige Datei durch libxml2, dasselbe Programm, das hinter dem Befehl xmllint steckt, hier als WebAssembly (xmllint-wasm 5.3.0, MIT-Lizenz, rund 0,8 MB, liegt auf dieser Domain). Geprüft wird gegen das Technical Validation Subset der Deutschen Kreditwirtschaft, also die XSD-Dateien pain.001.001.09_GBIC_5 und pain.008.001.08_GBIC_5 vom 01.04.2025. Erst wenn die Prüfung „gültig“ meldet, lässt sich die Datei herunterladen.

Was das Werkzeug nicht wissen kann: ob ein Konto existiert, ob ein Mandat wirksam ist, welches Tageslimit Ihre Bank für Datei-Einreichungen setzt und bis zu welcher Uhrzeit sie Aufträge für den gewünschten Tag annimmt. Das steht in den Bedingungen Ihrer Bank.

Welche Version nimmt Ihre Bank?

Die Deutsche Kreditwirtschaft legt das Format für Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und private Banken gemeinsam fest. Für SEPA gilt seit dem 05.10.2025 die Anlage 3 in Version 3.9 mit pain.001.001.09 für Überweisungen und pain.008.001.08 für Lastschriften (ISO-20022-Version 2019). Diese Versionen erzeugt das Werkzeug. Die älteren Formate pain.001.001.03 und pain.008.001.02 sind laut DK-Übersicht der Formatversionen vom 24.09.2026 „vorübergehend weiter verwendbar“: Die für November 2026 geplante Abkündigung hat die DK ausgesetzt, ein neues Enddatum steht noch nicht fest. Die nächste Fassung der Anlage 3 (Version 26.11) gilt ab dem 15.11.2026; diese Seite wird dann neu gegen sie geprüft.

Lastschrift: Gläubiger-ID, Mandat und Sequenz

Wer per Lastschrift einzieht, braucht eine Gläubiger-ID der Deutschen Bundesbank (beantragt online und kostenlos) und von jedem Zahler ein unterschriebenes Mandat. Die Mandatsreferenz vergeben Sie selbst, etwa die Mitgliedsnummer. Das Datum der Unterschrift gehört in die Datei. Seit dem 20.11.2016 unterscheiden Banken nicht mehr zwischen Erst- und Folgelastschrift; die DK empfiehlt, auch den ersten Einzug als RCUR zu kennzeichnen. OOFF steht für ein Mandat, das nur einen einzigen Einzug erlaubt, FNAL für den letzten. Das Werkzeug erzeugt Basislastschriften (CORE). Firmenlastschriften (B2B) und Echtzeitüberweisungen baut es nicht.

Umlaute, Sonderzeichen und 140 Zeichen Verwendungszweck

SEPA erlaubt grundsätzlich nur Buchstaben ohne Akzent, Ziffern, Leerzeichen und die Zeichen ' : ? , - ( + . ) /. Deutsche Banken müssen laut Anlage 3 zusätzlich Ä, Ö, Ü, ä, ö, ü, ß, &, *, $ und % annehmen, dürfen sie aber umsetzen. Geht die Zahlung ins Ausland oder wollen Sie sichergehen, lassen Sie die Voreinstellung „ersetzen“ stehen: Aus „Müller & Söhne“ wird „Mueller + Soehne“. Akzente fallen weg (é → e), € wird EUR, alles andere wird zu einem Punkt. Jede Ersetzung zeigt das Ergebnis mit Zeile und Feld an, damit Sie entscheiden können, ob der Text so stehen bleiben soll.

Sammelbuchung oder Einzelbuchung

Mit Sammelbuchung erscheint die ganze Datei auf Ihrem Kontoauszug als eine Zeile über die Gesamtsumme; das ist der Standard. Einzelbuchung zeigt jeden Posten einzeln. Laut Anlage 3 gilt sie nur, wenn Sie das mit Ihrer Bank vereinbart haben, sonst bucht die Bank trotzdem gesammelt. Fertig erstellte oder fremde Dateien kontrolliert der SEPA-XML-Prüfer.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich kostenlos eine SEPA-XML-Datei?

Auf dieser Seite Überweisung oder Lastschrift wählen, Ihren Namen, Ihre IBAN und das Datum eintragen, die Posten eintippen oder als Excel- bzw. CSV-Liste laden und auf „SEPA-XML erstellen“ klicken. Die Datei wird gegen das Prüfschema der Deutschen Kreditwirtschaft geprüft und lässt sich danach herunterladen. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung und keine Gebühr.

Kann ich eine SEPA-XML-Datei aus Excel erstellen?

Ja. Speichern Sie die Liste als .xlsx oder als CSV und laden Sie sie über „Liste laden“. Spalten wie Name, IBAN, Betrag, Verwendungszweck, Mandatsreferenz und Mandatsdatum erkennt das Werkzeug an der Kopfzeile. Eine passende leere Vorlage gibt es über „CSV-Vorlage laden“.

Wie sieht eine SEPA-XML-Datei aus?

Sie hat einen Kopf (Group Header) mit Kennung, Erstellungszeit, Anzahl und Gesamtsumme, darunter einen oder mehrere Zahlungsblöcke (Payment Information) mit Ihrem Konto und dem Datum und darin die einzelnen Posten mit Name, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Nach dem Erstellen können Sie die ganze Datei unter „XML ansehen“ lesen.

Schickt das Werkzeug die Datei an meine Bank?

Nein. Es erzeugt nur die Datei. Sie laden sie selbst im Online-Banking oder in Ihrer Banking-Software hoch und geben den Auftrag dort frei. Ob Ihr Online-Banking das Hochladen von SEPA-Dateien anbietet, entscheidet Ihre Bank.

Was bedeuten FRST, RCUR, OOFF und FNAL?

Das ist die Sequenz einer Lastschrift: FRST erster Einzug, RCUR wiederkehrender Einzug, OOFF einmaliger Einzug, FNAL letzter Einzug. Seit dem 20.11.2016 darf auch der erste Einzug als RCUR laufen, und die Deutsche Kreditwirtschaft empfiehlt das so.

Werden meine IBANs hochgeladen?

Nein. Liste, Prüfung und XML entstehen im Browser. Vom Server geladen werden nur das Prüfprogramm und die Schemadateien von dieser Domain. Das können Sie im Netzwerkprotokoll Ihres Browsers nachsehen: Beim Erstellen gibt es keine Anfrage, die Ihre Daten enthält.

Das Werkzeug baut Dateien nach Anlage 3 des DFÜ-Abkommens, Version 3.9, und prüft sie gegen das Prüfschema der DK (GBIC_5). Es prüft Form und Prüfziffern, nicht aber, ob Konten existieren, Mandate wirksam sind oder Ihre Bank den Auftrag annimmt. Kontrollieren Sie Anzahl und Summe vor der Freigabe im Online-Banking. Keine Rechts- oder Steuerberatung.