So entstehen die Tischkarten
Ein Beispiel: Zur Hochzeit kommen 46 Gäste an sieben Tischen. Die Gästeliste liegt in Excel, Spalte A Vorname, Spalte B Nachname, Spalte C Tisch. Sie laden die .xlsx, das Werkzeug erkennt die drei Spalten an ihren Überschriften und setzt Vor- und Nachname zusammen. Mit dem Format DIN A7 quer passen vier Karten auf einen A4-Bogen, 46 Karten ergeben also zwölf Bögen, auf dem letzten bleiben zwei Plätze frei. Mit dem Haken „Nach Tischnummer sortieren“ liegen die Karten nach dem Schneiden schon in der Reihenfolge, in der Sie die Tische eindecken.
Wer keine Tabelle hat, tippt die Namen untereinander ins Textfeld. Hinter einem Semikolon darf eine zweite Zeile stehen, etwa „Trauzeugin“, „Geschäftsführung“ oder der Firmenname, dahinter die Tischnummer. Eine reine Zahl wird zu „Tisch 3“, ein Wort wie „Brauttisch“ bleibt, wie es ist. Unter der Vorschau steht, mit welcher Schriftgröße jeder Name gesetzt wurde und warum.
Formate und Maße
Die Faltkarten werden flach gedruckt und in der Mitte gefalzt. Die Namensschild-Formate folgen den Word-Vorlagen von Avery Zweckform, abgerufen am 04.10.2026; die Maße dort sind in Twips angegeben (1 Twip = 1/1440 Zoll) und hier auf Millimeter umgerechnet. DIN A7 ist nach DIN EN ISO 216 74 × 105 mm groß.
| Format | sichtbar | flach gedruckt | je A4-Bogen |
|---|---|---|---|
| Tischkarte DIN A7 quer | 105 × 74 mm | 105 × 148 mm, Falz bei 74 mm | 4 (2 × 2) |
| Tischkarte schmal | 105 × 49,5 mm | 105 × 99 mm, Falz bei 49,5 mm | 6 (2 × 3) |
| Tischaufsteller | 210 × 74,25 mm | 210 × 148,5 mm, Falz bei 74,25 mm | 2 (1 × 2) |
| Einsteckschild, Avery Zweckform L4727 | 90 × 54 mm | Raster 2 × 5, oben 13,5 mm, links 10,2 mm | 10 |
| Namensetikett, Avery Zweckform L4785 | 80 × 50 mm | Raster 2 × 5, oben 12,6 mm, links 17,7 mm, 15 mm Spalten- und 5 mm Zeilenabstand | 10 |
Das Einsteckschild passt in Namensschild-Hüllen für 90 × 54 mm. Sie können es auf den mikroperforierten Bogen L4727 drucken oder auf Karton und mit den Schnittmarken selbst schneiden. Laut den Word-Vorlagen haben L4786 und L4787 dasselbe Raster wie L4785. Eine Vorlage für Avery L7418 bietet Avery Zweckform derzeit nicht zum Download an, deshalb fehlt dieser Bogen. Prüfen Sie vor dem Druck auf einen fremden Bogen die Maße auf der Packung.
Warum die Rückseite auf dem Kopf steht
Eine Faltkarte steht wie ein Dach auf dem Tisch, der Falz ist der First. Damit der Name auf beiden Seiten aufrecht erscheint, muss die obere Hälfte des flachen Bogens um 180 Grad gedreht gedruckt werden, gespiegelt wird nichts. Das Werkzeug setzt dazu im PDF die Textmatrix der oberen Hälfte auf −1 0 0 −1 statt 1 0 0 1 (ISO 32000-1, Abschnitt 9.4.2). Der Gast gegenüber liest dann denselben Namen, und auch Logo und Rahmen sind gedreht. Wer nur eine Seite beschriften möchte, setzt den Haken „Nur die Vorderseite beschriften“.
Gefalzt wird an der Mitte der Karte. Die kurzen Falzmarken am linken und rechten Rand zeigen, wo; wer lieber eine Linie sieht, stellt „gestrichelte Linie“ ein. Legen Sie ein Lineal an und ziehen Sie die Rückseite eines Messers oder ein Falzbein einmal entlang, dann bricht der Karton gerade.
Schriftgröße nach Namenslänge
Jeder Name wird einzeln vermessen, mit den Zeichenbreiten der Schrift. Bei Helvetica und Times stammen sie aus den Adobe-Metrikdateien der PDF-Standardschriften, bei Great Vibes und Liberation Sans aus der Schriftdatei selbst. Das Werkzeug nimmt die größte Schrift, die mit dem Randabstand in die Breite passt, auf der A7-Karte höchstens 30 pt. „Anna Müller“ steht dort in 30 pt. Fiele ein Name in einer Zeile unter 70 % dieser Größe, bricht das Werkzeug ihn an einem Leerzeichen oder nach einem Bindestrich in zwei Zeilen um, wenn er dadurch größer wird: „Maximiliane von Hohenzollern-Sigmaringen“ steht mit doppeltem Rahmen in zwei Zeilen mit 19,3 pt statt in einer mit knapp 12 pt. Rolle und Tischnummer werden kleiner gesetzt und passen sich ebenfalls der Breite an.
Umlaute, ß und Namen aus anderen Sprachen
Helvetica und Times sind die Standardschriften jedes PDF-Programms und werden deshalb nicht in die Datei gelegt. Sie kennen den westeuropäischen Zeichensatz Windows-1252, also ä, ö, ü, ß, é, ç, ñ und auch Œ oder Š. Polnische, tschechische oder türkische Buchstaben wie Ł, ę, ř oder ğ fehlen darin. Kommt ein solcher Name vor, setzt das Werkzeug genau diese Zeile in Liberation Sans, einer freien Schrift mit denselben Laufweiten wie Arial, und bettet die benötigten Buchstaben ins PDF ein. Die Seite nennt jede betroffene Zeile. Zeichen, die auch Liberation Sans nicht hat, etwa Emojis, lässt sie weg und sagt das ebenfalls. Die Zeile bleibt dann in der Schrift, die Sie gewählt haben.
Die Schreibschrift Great Vibes steht unter der SIL Open Font License 1.1 und liegt auf dieser Domain; ins PDF kommt nur der Teil, den Ihre Namen brauchen. Aus Excel-Dateien vom Mac kommen Umlaute manchmal zerlegt als Buchstabe plus Pünktchen. Das Werkzeug fügt sie vor dem Satz wieder zusammen, damit „Jörg“ nicht als „Jo¨rg“ gedruckt wird.
Drucken und schneiden
Drucken Sie zuerst die Probedruck-Seite auf Normalpapier. Sie zeigt die Kartenumrisse, die Falzlinien und zwei Linien von genau 100 mm. Messen Sie mit einem Lineal nach: Sind die Linien kürzer, ist im Druckdialog „An Seite anpassen“ eingestellt. Stellen Sie „Tatsächliche Größe“ oder 100 % ein. Das PDF schlägt dem Druckdialog außerdem „keine Skalierung“ vor; nicht jedes Programm folgt diesem Eintrag.
Für Tischkarten eignet sich Karton, der stehen bleibt. Welche Papierstärke Ihr Drucker verarbeitet, steht in seiner Anleitung; dickeres Papier geht meist besser über den hinteren oder manuellen Einzug. Die Faltkarten liegen ohne Abstand nebeneinander, Sie schneiden also nur entlang der Schnittmarken durch, je ein Schnitt zwischen zwei Karten. Bürodrucker lassen am Blattrand einige Millimeter frei; Rahmen und Text halten deshalb mindestens 4,5 mm Abstand zur Kartenkante.
Tischkarten-Vorlage in Word, Canva oder hier
Eine Word-Vorlage hat den Vorteil, dass Sie jede Karte frei gestalten können. Für 40 Namen bedeutet sie aber einen Seriendruck, eine von Hand gedrehte zweite Hälfte und das Nachkorrigieren aller Namen, die nicht in eine Zeile passen. Canva liefert schöne Motive, verlangt ein Konto und kennt die Maße eines Etikettenbogens nicht. Dieses Werkzeug macht weniger, das aber automatisch: Liste rein, PDF raus, mit gemessener Schrift, Drehung und Marken. Es ersetzt kein Grafikprogramm. Motive gibt es nur als eigenes Logo oder Bild über dem Namen, Farben gibt es nicht, die Schrift ist schwarz.
Die Gästeliste bleibt auf Ihrem Gerät
Liste lesen, Karten setzen, PDF schreiben: Alles läuft ohne Upload im Browser. Nachgeladen werden nur Schriften von dieser Domain, und nur wenn Sie sie brauchen. Im Netzwerkprotokoll des Browsertests vom 04.10.2026 ging beim Laden einer Excel-Liste, beim Einfügen eines Logos und beim Erzeugen des PDFs keine Anfrage mit Namen, Bild oder Dateiinhalt hinaus. Gezählt wird nur der Seitenaufruf und, ohne Inhalt, dass das Werkzeug benutzt wurde. Google Analytics und AdSense lädt die Seite je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog; Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung. Für Adressaufkleber gibt es Etiketten drucken, für Visitenkarten Visitenkarten drucken.