So läuft die Umwandlung in Ihrem Browser
Sie wählen eine oder mehrere WAV-Dateien aus oder ziehen sie in das Feld. Das Werkzeug liest jede Datei stückweise mit der Bibliothek Mediabunny und reicht die Tonwerte an LAME weiter, den bekanntesten freien MP3-Encoder. LAME läuft als WebAssembly in einem Hintergrund-Thread, die Seite bleibt bedienbar und zeigt den Fortschritt je Datei.
Gemessen am 02.10.2026: Eine zehnminütige WAV in CD-Qualität (100,9 MB) war in Chrome nach 7,3 Sekunden fertig, in der Safari-Engine WebKit nach 8,3 Sekunden. Heraus kam eine MP3 mit 13,7 MB bei 192 kbit/s; ffprobe misst 10:00 Minuten, Abweichung 0,06 Sekunden. Der Dateiname bleibt, nur die Endung wird .mp3. Ab zwei fertigen Dateien lädt „Alle als ZIP herunterladen“ alles in einem Archiv.
Kein Upload, und das können Sie selbst prüfen
Die Seite schickt keine Datei an einen Server, auch nicht an unseren. Beim Öffnen holt sie ihre Programmteile von dieser Domain, die beiden größten sind Mediabunny, das Audio- und Videodateien liest, und der MP3-Encoder LAME. Zusammen sind das rund 1 MB, komprimiert übertragen gut 300 KB. Danach geht nichts mehr hinaus. Prüfen lässt sich das in jedem Desktop-Browser: Entwicklerwerkzeuge öffnen (F12), Reiter „Netzwerk“, dann eine Datei umwandeln. Es erscheint keine Anfrage, die Ihre Datei enthält. Oder Sie laden die Seite, schalten das WLAN ab und wandeln erst dann um. Das klappt; wir haben es am 02.10.2026 in Chrome so getestet.
Wie groß wird die MP3? Rechenbeispiel
Eine WAV in CD-Qualität hat 44.100 Abtastwerte je Sekunde, zwei Kanäle und 16 Bit je Wert. Nach der Formel für WAVEFORMATEX (Abtastrate × Kanäle × Bit ÷ 8) sind das 176.400 Byte je Sekunde, also 1.411,2 kbit/s und rund 10,1 MB je Minute. Eine MP3 mit 192 kbit/s braucht davon ein Siebtel. Ein Song von vier Minuten schrumpft so von 40,4 MB auf 5,5 MB, mit 128 kbit/s auf 3,7 MB, mit 320 kbit/s auf 9,2 MB. Eine Stunde Sprachaufnahme in CD-Qualität (605,6 MB) wird mit 128 kbit/s zu rund 55 MB. In Mono bleibt sie bei derselben Bitrate gleich groß, denn die Größe hängt nur an der Bitrate. (MB hier wie in der Liste: 1 MB = 1.048.576 Byte.)
Welche Bitrate passt
Voreingestellt sind 192 kbit/s. Das Werkzeug schreibt eine konstante Bitrate, genau die gewählte; ffprobe hat das in unseren Tests für 128, 192 und 320 kbit/s bestätigt. Für Sprache, Hörbücher und Sprachnachrichten reichen 128 kbit/s. 192 kbit/s ist für Musik der übliche Wert. 256 und 320 kbit/s wählen Sie, wenn Musik mit vielen Höhen und Becken sauber bleiben soll; 320 kbit/s ist die höchste Stufe, die MP3 überhaupt kennt. Mehr Qualität als die WAV kann keine MP3 haben, MP3 bleibt verlustbehaftet.
24 Bit, 96 kHz und Mono-Aufnahmen
Aufnahmen aus Audio-Interface oder Diktiergerät sind oft nicht in CD-Qualität. Das Werkzeug nimmt WAV mit 8, 16, 24 und 32 Bit sowie 32 Bit Gleitkomma. MP3 kennt im MPEG-1-Standard die Abtastraten 32.000, 44.100 und 48.000 Hertz (Tabelle im MPEG-Audio-Rahmenkopf). Liegt die WAV darüber oder darunter, rechnet das Werkzeug um: 96.000 und 192.000 Hertz auf 48.000, 88.200 und 22.050 Hertz auf 44.100, eine Telefonaufnahme mit 8.000 Hertz auf 48.000. Die Liste schreibt dazu, was sie geändert hat. So bleibt jede Bitrate bis 320 kbit/s zulässig, denn bei 24.000 Hertz und darunter erlaubt MP3 höchstens 160 kbit/s.
Eine Mono-WAV bleibt Mono, solange „wie im Original“ eingestellt ist. Stellen Sie „Stereo“ ein, liegt derselbe Ton auf beiden Seiten. WAV-Dateien mit mehr als zwei Kanälen mischt das Werkzeug auf Stereo herunter.
Was bei der Umwandlung verloren geht
Marker, Cue-Punkte und Schleifenangaben aus Audioprogrammen kennt MP3 nicht, sie fallen weg. Steht ein Titel oder Interpret im WAV-Kopf (LIST-INFO), übernimmt das Werkzeug ihn als ID3-Tag; sonst setzt es den Dateinamen als Titel. Den Haken „Titel und Interpret übernehmen“ können Sie abschalten, dann bleibt die MP3 ohne Angaben.
Am Anfang jeder MP3 stehen etwa 25 Millisekunden Stille (bei 48 kHz gut 23). Die legt der Encoder technisch bedingt vor den Ton, und das Werkzeug schreibt keinen Info-Rahmen, der sie für den Player markiert. Beim Anhören einer einzelnen Datei hört man das nicht. Für Titel, die ohne Pause ineinander übergehen, etwa ein Live-Album oder ein DJ-Mix in Spuren, ist die MP3 von hier deshalb nichts: An jedem Übergang entsteht eine kurze Lücke. Dafür nehmen Sie besser das Kommandozeilenprogramm lame selbst, das den Info-Rahmen von sich aus schreibt.
Eine Datei darf bis 1 GB groß sein, die Liste nimmt bis 200 Dateien und wandelt sie nacheinander um. Ab 500 MB weist die Liste darauf hin, dass der Browser bei wenig freiem Arbeitsspeicher abbrechen kann. Gelesen wird die Datei stückweise, auch eine große Datei liegt also nie komplett im Arbeitsspeicher. Unsere größte Testdatei, eine WAV mit 952 MB und 94 Minuten, war in Chrome nach knapp zwei Minuten fertig.
FLAC dekodieren Safari und alle Browser auf iPhone und iPad nicht; am Computer gehen FLAC-Dateien in Chrome, Edge und Firefox. Eine Datei, die nur die Endung .wav trägt, aber keine WAV ist, meldet die Liste als unbekanntes Format. Ist eine WAV abgeschnitten, weil eine Aufnahme oder Kopie abgebrochen ist, wandelt das Werkzeug den vorhandenen Teil um und schreibt dazu, wie viele Sekunden im Kopf angegeben waren und wie viele wirklich da sind.
Am Handy: etwas Geduld und den Bildschirm anlassen
Die Seite ist für Safari auf dem iPhone und Chrome auf Android gebaut. Getestet haben wir am Rechner mit Chrome und mit WebKit, der Technik hinter Safari, nicht an einem Handy. Ein Handy rechnet langsamer. Rechnen Sie mit einem Mehrfachen, bei einer Stunde Ton also eher mit Minuten als mit Sekunden. Lassen Sie den Bildschirm an und bleiben Sie auf der Seite: Wechseln Sie die App, hält das Handy den Browser an. Die fertige MP3 liegt danach auf dem iPhone in der App „Dateien“ unter Downloads, auf Android im Ordner Download. Ältere Browser ohne die Schnittstelle WebCodecs können den AAC-Ton aus Videos nicht dekodieren; die Liste meldet das dann. WAV-Dateien gehen auch dort.
Wann Sie das WAV behalten sollten
MP3 ist verlustbehaftet: Was die Kompression entfernt, kommt nicht zurück. Behalten Sie die WAV, wenn die Aufnahme noch geschnitten, gemischt oder gemastert wird. Jede weitere Bearbeitung einer MP3 mit erneutem Speichern legt Verluste übereinander. Dasselbe gilt für Archivkopien von Interviews und eigener Musik. Speicherplatz ist billiger als eine verlorene Originalaufnahme. Umgekehrt bringt es nichts, eine MP3 in WAV zu wandeln: Die Datei wird groß, der Klang bleibt der der MP3.
WAV in MP3 unter Windows und am Mac
Unter Windows 10 und 11 hilft der kostenlose VLC Media Player: „Medien“, „Konvertieren/Speichern“, Datei hinzufügen, Profil „Audio – MP3“. Der Windows Media Player erzeugt MP3 nur beim Kopieren von Audio-CDs, vorhandene WAV-Dateien wandelt er nicht um. Am Mac geht es mit der App Musik: In den Einstellungen unter „Dateien“ und „Importeinstellungen“ den MP3-Codierer wählen, dann die Titel markieren und „Ablage“, „Konvertieren“, „MP3-Version erstellen“. Beides geht, braucht aber mehr Klicks; für viele Dateien auf einmal ist dieses Werkzeug schneller.