So läuft die Umwandlung in Ihrem Browser
MOV und MP4 sind Container: Sie verpacken eine Videospur, eine oder mehrere Tonspuren und Angaben wie Drehung und Aufnahmezeit. Beide Formate haben denselben Aufbau aus Boxen, denn Apples QuickTime-Format war die Vorlage für die ISO-Norm, auf der MP4 beruht (ISO/IEC 14496-12, frei bei der ISO abrufbar). Steckt im MOV ein Bild in H.264 oder HEVC und Ton in AAC, darf beides unverändert in eine MP4-Datei. Genau das macht dieses Werkzeug: Es liest die Datei stückweise, kopiert die Bild- und Tondaten in einen neuen MP4-Container und schreibt das Inhaltsverzeichnis an den Anfang, damit das Video im Netz sofort abspielt.
Dafür nutzt die Seite die freie Bibliothek mediabunny (Mozilla Public License 2.0). Sie liegt als Kopie auf dieser Domain und wird kurz nach dem Öffnen der Seite geladen, rund 690 KB, komprimiert übertragen etwa 180 KB. Danach prüft das Werkzeug zu jedem Ergebnis die Spieldauer gegen das Original. Weicht sie ab, gibt es keine Datei, sondern eine Fehlermeldung. Der Dateiname bleibt, nur die Endung wird .mp4. Mehrere Videos laufen nacheinander, ab zwei fertigen Dateien gibt es alle als ZIP.
Kein Upload, und das können Sie selbst prüfen
Beim Umverpacken schickt die Seite kein Video an einen Server, auch nicht an unseren. Prüfen lässt sich das am Computer: Entwicklerwerkzeuge öffnen (F12), Reiter „Netzwerk“, dann ein Video umwandeln. Es erscheint keine Anfrage, die Ihr Video enthält. Oder Sie laden die Seite, schalten das WLAN ab und wandeln dann um. Das funktioniert; wir haben es am 02.10.2026 in Chrome so getestet.
Eine Ausnahme gibt es, und das Werkzeug sagt sie Ihnen vorher: Passt ein Video nicht ohne Neukodierung in MP4, bietet die Seite den Weg über unseren Server an. Hochgeladen wird erst, wenn Sie bei genau diesem Video auf „Hochladen und auf dem Server neu kodieren“ tippen.
Welche Videos im Browser gehen und welche nicht
Im Browser geht jedes MOV, dessen Bild in H.264 oder HEVC (H.265) und dessen Ton in AAC vorliegt. Das sind praktisch alle iPhone-Videos: Unter Einstellungen › Kamera › Formate nimmt „High Efficiency“ in HEVC auf, „Maximale Kompatibilität“ in H.264, der Ton ist in beiden Fällen AAC. Mehrere AAC-Tonspuren kommen alle mit, ein Video ohne Ton bleibt ohne Ton. Fehlt das Inhaltsverzeichnis der Datei, etwa weil eine AirDrop-Übertragung abgebrochen ist oder das Video noch in der iCloud liegt, meldet die Liste die Datei als beschädigt oder unvollständig; dann hilft nur, sie erneut zu übertragen. Eine MOV-Datei, die nur Ton enthält, wird nicht zum Video, auch nicht über den Server.
Nicht im Browser gehen ProRes-Videos, wie sie iPhone-Pro-Modelle auf Wunsch und Schnittprogramme aufnehmen, Videos mit PCM- oder Apple-Lossless-Ton und Dateien ganz ohne Videospur. Diese Codecs lassen sich nicht einfach in eine MP4-Datei kopieren, die überall abspielt; sie müssten neu kodiert werden. Das Werkzeug lehnt solche Dateien deshalb ab, statt eine MP4 zu bauen, die Ihr Fernseher dann nicht öffnet. Zusatzspuren ohne Bild und Ton, etwa eine Zeitcode-Spur, übernimmt es nicht. Untertitel auch nicht.
Drehung, Aufnahmedatum und Ort
Ein Hochkant-Video vom iPhone ist meist quer gespeichert und trägt eine Drehung um 90 Grad als Angabe im Kopf der Datei. Diese Angabe kopiert das Werkzeug mit, das MP4 steht also genauso aufrecht wie das MOV. Das Aufnahmedatum übernimmt es aus dem Kopf des MOV (Feld „creation_time“) in alle Zeitfelder des MP4; ohne diesen Schritt würde dort der Zeitpunkt der Umwandlung stehen. Hat das MOV kein Datum, etwa bei manchen Kameras oder Schnittprogrammen, bleiben die Zeitfelder im MP4 leer (Wert 0). Ein Datum denkt sich das Werkzeug nicht aus. Die QuickTime-Angaben des iPhones zu Ort, Gerät und Aufnahmezeit schreibt es in denselben Schlüsseln in das MP4.
Wer das Video weitergibt und den Aufnahmeort nicht mitschicken will, stellt bei „Metadaten“ auf „Ort und Gerät entfernen“. Dann fehlen im MP4 die Ortsangabe sowie Hersteller, Modell und Software, das Datum bleibt. So haben wir es am 02.10.2026 mit ffprobe an den Ergebnisdateien nachgesehen. Welche dieser Angaben ein Programm später anzeigt, entscheidet das Programm: Die Fotos-App, der Windows-Explorer und VLC lesen nicht alle dieselben Felder.
Wenn der Codec nicht passt: der Weg über den Server
Für Videos, die im Browser nicht gehen, erscheint unter der Liste ein eigener Kasten mit jedem betroffenen Video, seinem Codec und einem Knopf. Erst der Klick lädt die Datei zu unserem Konverter-Dienst in Deutschland hoch. Dort wandelt ffmpeg das Bild in H.264 und den Ton in AAC um, mit den Standardeinstellungen (CRF 23, Stereo-Ton rund 128 kbit/s). Das kostet etwas Qualität, bei Handyvideos meist nicht sichtbar, und es kommen nur eine Video- und eine Tonspur mit. Der Server nimmt bis 95 MB an, denn Cloudflare als Zwischenstation zu unserem Server im kostenlosen Tarif lässt höchstens 100 MB je Anfrage durch (Stand: 02.10.2026). Größere Dateien weist die Seite schon vor dem Hochladen ab. Nach drei Minuten Rechenzeit bricht der Server ab, lange 4K-Videos also vorher kürzen. Jeder Auftrag bekommt einen eigenen Arbeitsordner, der direkt nach der Auslieferung des MP4 gelöscht wird, bei einem Fehler sofort.
Grenzen: Dateigröße und Handy
Eine Datei darf im Browser bis 2 GB groß sein, die Liste nimmt bis 200 Dateien auf einmal. Das MP4 entsteht vollständig im Arbeitsspeicher, bevor Sie es herunterladen. Am Computer ist das selten ein Problem: In unserem Test am 02.10.2026 brauchte Chrome für ein 150-MB-Video 0,2 Sekunden und für eine 1,1-GB-Datei 1,1 Sekunden, WebKit (die Engine von Safari) für das 150-MB-Video 1 Sekunde. Ab 500 MB weist die Liste darauf hin, dass der Browser abbrechen kann, ab 1 GB erscheint zusätzlich ein Hinweis für Handys. Auf iPhone, iPad und vielen Android-Geräten ist der Speicher je Browser-Tab knapper; große Videos wandeln Sie dort besser am Computer um. Auf einem echten iPhone haben wir die 1-GB-Grenze nicht gemessen.
HEVC oder H.264: was in Ihrem MP4 steckt
Umverpacken ändert den Codec nicht. Ein HEVC-Video bleibt HEVC und wird im MP4 als „hvc1“ gekennzeichnet, so wie Apple-Geräte es zum Abspielen erwarten. Das ist meist gewollt, denn HEVC braucht bei gleicher Bildqualität deutlich weniger Platz. Es hat aber eine Folge: Windows 10 und 11 spielen HEVC erst mit der HEVC-Videoerweiterung aus dem Microsoft Store ab, und ältere Fernseher können es gar nicht. Wer für so ein Gerät H.264 braucht, bekommt es aus einem HEVC-Video hier nicht. Ein Punkt betrifft HDR-Videos: iPhones ab dem iPhone 12 filmen standardmäßig in HDR mit Dolby Vision. Die Bilddaten und die HDR-Farbangaben (HLG) kommen unverändert ins MP4, die zusätzlichen Dolby-Vision-Angaben aber nicht. Das MP4 spielt dann als normales HDR-Video (HLG), nicht als Dolby Vision. Mit einem echten iPhone-HDR-Video haben wir das nicht getestet, nur mit einer HLG-Probedatei. Am iPhone lässt sich das für künftige Videos vermeiden: Einstellungen › Kamera › Formate › „Maximale Kompatibilität“.
Wann sich MP4 statt MOV lohnt
Wenn ein Gerät oder Formular nur .mp4 annimmt: manche Upload-Masken von Behörden, Schulen und Arbeitgebern, Fernseher und Mediaplayer, die Videos vom USB-Stick lesen, ältere Android-Player und der Windows Media Player ohne Zusatz. Am iPhone und am Mac selbst brauchen Sie das MP4 nicht, dort spielt MOV ohnehin. Und wer das Video noch schneiden will, behält das MOV-Original; das MP4 ist für die Weitergabe.