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Barcode erstellen: kostenlos online, in Excel und Word

Wer einen Barcode braucht, hat meist ein konkretes Etikett vor sich: ein Lagerfach, ein Versandetikett, ein Produkt für den eigenen Shop oder die Inventarliste im Verein. Der Weg dorthin ist kurz, wenn man weiß, welcher Code-Typ passt und wo das Werkzeug liegt. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie einen Barcode kostenlos online erzeugen, in Excel mit einer Barcode-Schriftart darstellen und in Word per Feldfunktion oder Seriendruck auf Etiketten bringen. Wie ein EAN-13 aufgebaut ist, was die Länderkennung bedeutet und woher die Nummer kommt, erklärt der Schwesterbeitrag EAN-Code und Barcode: Aufbau und Prüfziffer. Hier geht es ums Erzeugen.

Barcode online erstellen, kostenlos und ohne Anmeldung

Unser Barcode-Generator erzeugt Code 128, EAN-13, EAN-8 und Code 39 direkt im Browser. Sie tippen den Inhalt ein, wählen den Typ und laden das Bild als PNG oder SVG. Niemand muss sich anmelden, die Daten verlassen den Browser nicht. Bei EAN-13 genügen die ersten zwölf Ziffern, die Prüfziffer rechnet der Generator selbst aus.

Für die meisten Anwendungen im eigenen Betrieb reicht Code 128. Er nimmt Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen in variabler Länge auf. Wer eine Artikelnummer für den Eigenbedarf braucht, gibt sie ein und lädt das Bild. Für ein Produkt, das in den Handel soll, brauchen Sie stattdessen eine GTIN als EAN-13, und die Nummer dürfen Sie sich dann nicht selbst ausdenken. Dazu mehr in den Fragen am Ende.

Barcode in Excel erstellen

Excel kann keine Strichcodes zeichnen. Der übliche Weg führt über eine Barcode-Schriftart: In der Zelle steht Text, die Schriftart macht daraus Striche. Kostenlos sind die Libre-Barcode-Schriften bei Google Fonts. Herunterladen, installieren, Excel neu starten, die Zelle mit der Schrift formatieren. Ob der Code danach lesbar ist, hängt vom Typ ab.

Code 39 ist der einfache Fall. Libre Barcode 39 braucht nur ein Sternchen am Anfang und am Ende. Das sind die Start- und Stoppzeichen: *LAGER-12*. Mit einer Formel setzen Sie sie automatisch, etwa ="*"&A2&"*". Code 39 kennt nur Großbuchstaben, Ziffern, das Leerzeichen und die Zeichen - . $ / + %. Kleinbuchstaben wandeln Sie vorher mit GROSS() um.

Code 128 ist mit der Schriftart allein nicht lesbar. Wer seine Artikelnummer in eine Zelle schreibt und Libre Barcode 128 wählt, sieht zwar Striche, aber kein Scanner liest sie. Ein Code-128-Symbol besteht aus Startzeichen, Daten, einer Prüfsumme und dem Stoppzeichen. Die Prüfsumme ist eine gewichtete Summe aller Zeichen, Modulo 103, und muss vor dem Stoppzeichen stehen. Diese Umrechnung erledigt ein Encoder. Der Entwickler der Schrift stellt einen im Browser bereit (Libre Barcode, Code-128-Dokumentation), in Excel selbst geht es nur mit einem Makro. Für ein paar Etiketten ist das Bild aus dem Online-Generator deshalb der kürzere Weg: Inhalt eingeben, PNG laden, über Einfügen › Bilder in die Tabelle setzen.

EAN-13: die Prüfziffer per Formel. Die 13. Ziffer eines EAN-13 wird aus den zwölf davor berechnet. Stehen diese zwölf Ziffern als Text in A2, liefert die folgende Formel in einem deutschen Excel die vollständige Nummer:

=A2&REST(10-REST(SUMMENPRODUKT(TEIL(A2;{1;2;3;4;5;6;7;8;9;10;11;12};1)*{1;3;1;3;1;3;1;3;1;3;1;3});10);10)

Aus 400638133393 wird so 4006381333931. Warum die Gewichte 1 und 3 abwechseln, steht im Beitrag EAN-Code und Barcode. Die fertige Nummer setzen Sie anschließend im Online-Generator in ein Bild um.

Was oft schiefgeht. Excel macht aus langen Ziffernfolgen eine Zahl, schneidet führende Nullen ab und ersetzt ab der 16. Stelle alles durch Nullen. Stellen Sie die Spalte deshalb vorher auf Text. Bei Code 39 fehlen oft die Sternchen, bei Code 128 die Prüfsumme. Testen Sie den Ausdruck immer mit dem Scanner, der später im Einsatz ist.

Barcode in Word einfügen

Word für Windows hat eine eingebaute Barcode-Funktion, die kaum jemand kennt: die Feldfunktion DISPLAYBARCODE. Sie zeichnet den Code selbst, ohne Schriftart und ohne Prüfsumme von Hand. So geht es:

  1. Drücken Sie Strg+F9. Word setzt zwei geschweifte Feldklammern.
  2. Schreiben Sie dazwischen DISPLAYBARCODE "LAGER-12" CODE128 \t.
  3. Drücken Sie F9. Word zeigt den Strichcode, Alt+F9 schaltet zwischen Feldcode und Ergebnis um.

Als Typ versteht Word unter anderem CODE128, CODE39, EAN13, EAN8, UPCA, ITF14 und QR. Der Schalter \t druckt den Inhalt als Klarschrift unter die Striche, \h legt die Höhe in Twips fest (1.440 Twips sind ein Zoll), \s skaliert in Prozent. Bei CODE39 ergänzt \d die Start- und Stoppzeichen, bei EAN-Codes korrigiert \x eine falsche Prüfziffer. So beschreibt es Microsoft in der Referenz zur Feldfunktion DisplayBarcode. Unterstützt wird sie laut Microsoft nur in Word für Windows. Auf dem Mac und in Word im Browser bleibt der Weg über die Schriftart oder das eingefügte Bild.

Seriendruck für Etiketten. Legen Sie die Inhalte als Excel-Liste an. In Word wählen Sie unter Sendungen › Seriendruck starten › Etiketten das Format, etwa Avery Zweckform L7160 (21 Etiketten je A4-Bogen), und verbinden die Liste als Empfänger. Für den Strichcode gibt es die Schwesterfunktion MERGEBARCODE, die statt eines festen Textes das Seriendruckfeld liest. Alternativ formatieren Sie das Seriendruckfeld mit Libre Barcode 39. Dann müssen die Sternchen schon in der Liste stehen. Ohne Word geht es mit unserem Werkzeug Etiketten drucken, das Avery-Bögen als PDF ausgibt.

Code 128 oder Code 39: welcher Barcode für den Eigenbedarf

Code 128 und Code 39 sind die beiden Typen, die für Lager, Inventar und Versand am häufigsten gebraucht werden. Für das Erstellen zählen vor allem zwei Zeilen der Tabelle: wie viel Vorarbeit Excel braucht und wie Word den Typ nennt.

EigenschaftCode 128Code 39
Zeichenalle 128 ASCII-Zeichen: Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen43 Zeichen: Großbuchstaben, Ziffern, Leerzeichen und - . $ / + %
Längevariabelvariabel
Breiteschmal, reine Ziffernfolgen besonders kompaktdeutlich breiter bei gleichem Inhalt
PrüfsummePflicht (Modulo 103)optional (Modulo 43), meist ohne
In Excel mit Schriftartnur mit Encoder oder MakroSchriftart plus Sternchen genügt
In Word (Windows)DISPLAYBARCODE … CODE128DISPLAYBARCODE … CODE39 \d
typischer EinsatzLager, Versand, Inventarältere Scanner und Software, die ihn vorgibt

Für neue Anwendungen ist Code 128 die bessere Wahl. Er ist schmaler und kann mehr Zeichen. Code 39 bleibt sinnvoll, wo eine bestehende Software oder ein älterer Scanner ihn verlangt, und er ist der einzige der beiden, den man in Excel ohne Encoder hinbekommt. Wer sich nicht sicher ist, fragt beim Hersteller der Lagersoftware nach. Wann EAN-13 oder ein QR-Code besser passt, vergleicht der EAN-Beitrag.

Barcode als Etikett drucken

Ein Barcode auf dem Bildschirm nützt nichts, wenn der Scanner ihn nicht liest. Vier Punkte entscheiden über den Druck:

  • Format. Speichern Sie das Bild als PNG oder SVG, nicht als JPG. Die JPG-Kompression verwischt die Strichkanten. Mehr dazu im Beitrag Dateien umwandeln: welches Format wofür?
  • Auflösung. Ein Pixelbild nur verkleinern, nie hochziehen, sonst werden die Kanten weich. Für den Druck sind 300 dpi ein guter Richtwert. Die Angabe im Bild ändern Sie mit dem Werkzeug Bild-DPI ändern.
  • Größe. Ein EAN-13 darf laut GS1 auf 80 Prozent seiner Nenngröße schrumpfen, nicht kleiner. Code 128 ist flexibler, braucht aber ausreichend Strichbreite für den Scanner.
  • Ruhezone. Links und rechts vom Strichfeld muss ein weißer Rand frei bleiben. Wer den Code im Layout beschneidet, schneidet genau diese Zone ab. Die Maße für EAN-13 stehen im EAN-Beitrag unter „Drucken“.

Für ganze Etikettenbögen liefert unser Werkzeug Etiketten drucken Avery-Formate als PDF. Wer statt eines Strichcodes einen QR-Code braucht, findet alles weitere unter QR & Codes. Was bei QR-Codes sicherheitsrelevant ist, steht im Beitrag QR-Codes sicher erstellen und scannen.


Häufige Fragen zum Barcode erstellen

Kann ich einen Barcode kostenlos erstellen?

Ja. Unser Barcode-Generator erzeugt Code 128, EAN-13, EAN-8 und Code 39 kostenlos im Browser. Niemand muss sich anmelden, die Daten werden nicht hochgeladen.

Welche Barcode-Schriftart für Excel?

Kostenlos sind die Libre-Barcode-Schriften von Google Fonts. Mit Libre Barcode 39 genügt es, den Inhalt in Sternchen zu setzen: *123456*. Libre Barcode 128 zeigt nur dann einen lesbaren Code, wenn der Text vorher mit Startzeichen, Prüfsumme und Stoppzeichen kodiert wurde. Das schafft Excel nur per Makro, einfacher ist das Bild aus dem Online-Generator.

Brauche ich eine GS1-Nummer für den eigenen Gebrauch?

Nein. Für Lager, Inventar und den eigenen Betrieb bestimmen Sie die Nummern selbst, Code 128 mit Ihren eigenen Artikelnummern reicht. Geht das Produkt in den Handel oder auf einen Marktplatz, brauchen Sie eine GS1-Basisnummer, aus der Sie Ihre GTINs bilden. Laut GS1 Germany akzeptieren viele Händler und Online-Marktplätze nur offiziell vergebene Nummern.

Kann ich Barcode und QR-Code mit demselben Gerät scannen?

Ein klassischer Laserscanner liest nur Strichcodes, keine QR-Codes. Ein Kamerascanner (2D-Imager) oder ein Smartphone liest beides. Wer für den Eigenbedarf einen Scanner kauft, nimmt deshalb besser einen 2D-Scanner.

Warum liest der Scanner meinen gedruckten Barcode nicht?

Die häufigsten Ursachen: Der Code ist zu klein, der weiße Rand wurde abgeschnitten, die Striche sind farbig statt schwarz, oder das Bild wurde als JPG gespeichert. Prüfen Sie zuerst den Druck mit dem Gerät, das später im Einsatz ist.

Mein Rat aus der Praxis:

Klären Sie zuerst, wer den Code liest, und fragen Sie dort nach dem erwarteten Typ. Ein Anruf beim Händler oder ein Blick in das Handbuch der Lagersoftware kostet weniger als der Neudruck aller Etiketten.

Scanner, Etikettendrucker und Warenwirtschaft arbeiten bei Ihnen nicht zusammen? Ich sehe mir das an, vor Ort in Hannover, Sehnde und der Region. Mehr dazu unter IT-Service für Betriebe in Hannover.

Schreiben Sie mir , welche Geräte und welches Programm im Einsatz sind.