Bild auf 200 kB verkleinern – so geht's
Ein Online-Formular lehnt Ihr Foto ab, weil es „höchstens 200 kB“ groß sein darf, und das Handyfoto hat vier Megabyte. Mit diesem Werkzeug sind das vier Schritte:
- Bild oben in das Feld ziehen oder antippen und auswählen. JPG, PNG, WebP und GIF gehen; das Bild bleibt auf Ihrem Gerät.
- Auf „200 kB“ tippen. Für andere Grenzen gibt es 100 kB, 500 kB und 1 MB, oder Sie tragen einen eigenen Wert ein, etwa 250 kB oder 2 MB.
- Kurz warten. Das Werkzeug zeigt danach Dateigröße, Abmessungen, Qualitätsstufe und eine Vorschau.
- „Herunterladen“ antippen. Die Datei heißt wie das Original mit dem Ziel im Namen, zum Beispiel
urlaub-200kB.jpg, damit Sie sie im Download-Ordner wiederfinden.
Schauen Sie sich die Vorschau an, bevor Sie die Datei verschicken. Bei Ausweis- oder Bewerbungsfotos sollte das Gesicht scharf bleiben; wirkt es verwaschen, ist das Ziel für die Bildgröße zu knapp, und ein Zuschnitt auf den wichtigen Ausschnitt hilft mehr als weitere Kompression.
Was das Werkzeug beim Rechnen tut
Die Dateigröße eines JPG hängt von zwei Stellschrauben ab: von der Qualitätsstufe, mit der das Bild gespeichert wird, und von der Zahl der Pixel. Welche Größe bei welcher Stufe herauskommt, lässt sich nicht vorher ausrechnen, weil es vom Motiv abhängt. Ein blauer Himmel komprimiert viel besser als eine Wiese mit Tausenden Grashalmen. Deshalb probiert das Werkzeug aus und misst jedes Mal die fertige Datei in Byte.
Zuerst speichert es das Bild in voller Größe mit 92 % Qualität. Passt das schon, ist es fertig. Sonst halbiert es den Bereich zwischen 50 % und 92 % sieben Mal und landet so auf der höchsten Stufe, deren Datei noch unter dem Ziel liegt. Reicht auch 50 % nicht, verkleinert es die Abmessungen. Weil die Dateigröße grob mit der Pixelzahl wächst, schätzt es den neuen Maßstab aus der Wurzel von Ziel durch gemessener Größe und sucht dann erneut die beste Qualität. Das Seitenverhältnis bleibt dabei immer gleich.
Die Reihenfolge ist Absicht. Ein Foto mit 2.000 Pixeln Breite und 80 % Qualität sieht auf dem Bildschirm meist besser aus als eines mit 4.000 Pixeln und 20 % Qualität, obwohl beide gleich groß sein können. Wenn die Abmessungen fest vorgegeben sind, etwa für ein Formular mit Mindestauflösung, setzen Sie das Häkchen bei „Abmessungen beibehalten“. Dann senkt das Werkzeug nur die Qualität, notfalls bis 5 %.
Unter „Rechenweg“ steht nach jedem Durchgang, wie viele Probe-Kodierungen nötig waren, ob verkleinert wurde und wie viel Prozent kleiner die Datei ist als das Original.
kB oder KiB: wie viel sind 200 kB?
Das Werkzeug rechnet 1 kB als 1.000 Byte und 1 MB als 1.000.000 Byte. So legen es die SI-Präfixe fest (kilo = 103, mega = 106, SI-Broschüre des BIPM, 9. Auflage) und die Norm IEC 80000-13, die für 1.024 Byte eigens die Einheit KiB (Kibibyte) vorsieht. Windows zeigt Dateigrößen dagegen in 1.024er-Schritten an und schreibt trotzdem „KB“.
| Ziel | dezimal (dieses Werkzeug) | binär (1.024er-Schritte) |
|---|---|---|
| 100 kB | 100.000 Byte | 102.400 Byte |
| 200 kB | 200.000 Byte | 204.800 Byte |
| 500 kB | 500.000 Byte | 512.000 Byte |
| 1 MB | 1.000.000 Byte | 1.048.576 Byte |
Die dezimale Lesart ist die strengere. Eine Datei mit höchstens 200.000 Byte passt durch jedes Formular, das 200 kB verlangt, gleich wie es zählt. Andersherum wäre das nicht sicher.
JPG oder WebP
JPG ist die richtige Wahl, wenn die Datei an ein Formular, eine Behörde oder eine Person geht, die sie mit irgendeinem Programm öffnen will. Jedes Gerät kann JPG anzeigen. WebP erreicht bei gleicher Dateigröße oft eine sichtbar bessere Qualität, vor allem bei Grafiken und Screenshots, wird aber nicht von jedem Upload-Formular und nicht von jeder älteren Software angenommen. Für die eigene Website ist WebP gut geeignet.
Das Werkzeug speichert immer verlustbehaftet als JPG oder WebP, auch wenn Sie ein PNG hineingeben. Bei JPG werden durchsichtige Flächen weiß, weil das Format keine Transparenz hat; WebP behält sie. Kann Ihr Browser kein WebP erzeugen, ist die Option ausgegraut.
Wenn das Ziel nicht erreichbar ist
Jede Bilddatei hat einen festen Anteil, den keine Qualitätsstufe verkleinert: den Dateikopf mit Quantisierungs- und Huffman-Tabellen. Ein Ziel von 2 kB für ein großes Foto ist deshalb mit festen Abmessungen nicht zu schaffen. In diesem Fall gibt das Werkzeug keine zu große Datei aus, sondern meldet, welche Größe es mindestens erreicht hat. Dann haben Sie drei Wege: das Häkchen bei „Abmessungen beibehalten“ entfernen, ein größeres Ziel wählen oder das Bild vorher auf den wichtigen Ausschnitt zuschneiden. Kleiner als 64 Pixel an der längsten Seite skaliert das Werkzeug nicht, weil dann vom Motiv nichts mehr zu erkennen ist.
Datenschutz: Das Bild verlässt Ihr Gerät nicht
Viele Seiten zum Verkleinern laden das Bild auf einen Server, rechnen dort und schicken das Ergebnis zurück. Hier passiert alles im Browser: Die Datei wird lokal geöffnet, auf ein Canvas-Element gezeichnet und mit dessen eingebauter Kodierfunktion neu gespeichert. Für Ausweiskopien, Scans von Zeugnissen oder private Fotos ist das der Unterschied, auf den es ankommt. Beim Neu-Speichern fallen außerdem die EXIF-Daten weg, also auch GPS-Koordinaten und Kameramodell. Prüfen können Sie es selbst: Seite laden, WLAN und mobile Daten ausschalten, Bild verkleinern. Das Werkzeug arbeitet weiter.
Qualität selbst wählen
Wer keine feste Grenze hat, sondern einfach eine kleinere Datei möchte, schaltet oben auf „Qualität selbst wählen“. Der Regler reicht von 5 bis 95 %, die Vorschau und die Dateigröße ändern sich beim Schieben. 75 bis 85 % sind für Fotos ein guter Ausgangspunkt. Mit „Längste Seite höchstens“ begrenzen Sie zusätzlich die Abmessungen, zum Beispiel auf 1.920 Pixel für eine Website oder eine Präsentation. Das wirkt in beiden Modi.