GIF in vier Schritten verkleinern
Ein GIF von 12 MB passt nicht in die E-Mail, der Messenger lehnt es ab, und die Seite lädt eine halbe Ewigkeit. So bekommen Sie es kleiner:
- Ziehen Sie das GIF in das Feld oder tippen Sie darauf. Die Datei wird im Browser gelesen und nirgends hingeschickt.
- Wählen Sie eine Voreinstellung: „Leicht“ reduziert nur Farben, „Mittel“ lässt zusätzlich jedes zweite Bild weg und verkleinert auf 75 Prozent, „Stark“ geht auf 64 Farben und die halbe Kantenlänge.
- Prüfen Sie rechts Vorher und Nachher und die Dateigröße. Mit den vier Reglern stellen Sie nach und drücken erneut auf „GIF verkleinern“.
- Laden Sie die Datei herunter. Sie heißt wie das Original mit dem Zusatz „-klein“, zum Beispiel
urlaub-klein.gif.
Das Original bleibt unverändert. Wenn das Ergebnis nicht kleiner ist als die Eingabe, sagt das Werkzeug es und bietet keinen Download an.
Was die vier Einstellungen bewirken
Farben. Ein GIF-Bild darf höchstens 256 Farben enthalten. Das Werkzeug bildet aus allen Bildern eine gemeinsame Palette mit der gewählten Zahl. Weniger Farben machen die Daten gleichmäßiger und damit besser komprimierbar. Bei Logos und Zeichentrick reichen oft 32 bis 64 Farben, bei Fotos und Verläufen zeigen sich unter 128 sichtbare Farbstufen.
Bilder überspringen. Bei „jedes 2.“ bleibt jedes zweite Bild stehen, die Wartezeit der übersprungenen Bilder wird dem behaltenen zugeschlagen. Die Animation dauert gleich lang, läuft aber mit halber Bildrate. Das spart bei bewegten Szenen am meisten und wirkt dort am wenigsten störend, wo die Bewegung langsam ist.
Größe. Die Dateigröße wächst grob mit der Pixelzahl. Bei 50 Prozent Kantenlänge hat jedes Bild nur noch ein Viertel der Pixel. Für Vorschaubilder, Chat und Newsletter genügen oft 480 Pixel Breite.
Verlustgrad. Ab dem zweiten Bild schreibt das Werkzeug nur Pixel neu, die sich gegenüber dem Vorgängerbild sichtbar ändern; alle anderen werden als „unverändert“ markiert. Der Verlustgrad legt fest, wie groß ein Farbunterschied sein muss, damit er als Änderung zählt. Bei 0 zählt schon der kleinste Unterschied, bei 100 erst ein deutlicher Sprung (Farbabstand 60 von höchstens 441). Das wirkt vor allem bei Animationen mit ruhigem Hintergrund oder leichtem Bildrauschen, bei einem durchlaufend bewegten Motiv kaum.
Wie viel spart das? Ein gemessenes Beispiel
Gemessen am 23.10.2026 mit einem von ffmpeg erzeugten Testbild (320 × 240 Pixel, 36 Bilder, 12 Bilder je Sekunde, 210.866 Byte). Es ist ein künstliches Motiv mit viel Bewegung; echte Animationen verhalten sich je nach Inhalt anders.
| Einstellung | Ergebnis | Ersparnis | Abmessungen, Bilder |
|---|---|---|---|
| Leicht (128 Farben, alle Bilder, 100 %, Verlust 20) | 206.247 Byte | 2 % | 320 × 240, 36 Bilder |
| Mittel (128 Farben, jedes 2. Bild, 75 %, Verlust 20) | 71.145 Byte | 66 % | 240 × 180, 18 Bilder |
| Stark (64 Farben, jedes 2. Bild, 50 %, Verlust 30) | 31.686 Byte | 85 % | 160 × 120, 18 Bilder |
Die Zeile „Leicht“ zeigt eine Grenze: Dieses GIF war bereits dicht gepackt, allein die Farbzahl bringt wenig. Den großen Sprung machen das Weglassen von Bildern und das Verkleinern. Wie viel es bei Ihrer Datei bringt, sehen Sie sofort im Ergebnisfeld.
So arbeitet das Werkzeug im Browser
Das Lesen übernimmt die Bibliothek gifuct-js 2.1.2, das Schreiben gifenc 1.0.3, beide unter MIT-Lizenz und als Kopie auf dieser Domain, ohne Nachladen von Fremdservern. Zuerst setzt das Werkzeug die Einzelbilder zu vollständigen Bildern zusammen, denn viele GIFs speichern nur den geänderten Ausschnitt und eine Anweisung, was danach mit dem Bildbereich geschieht (Disposal-Methode aus der GIF89a-Spezifikation). Danach verkleinert es mit einem Flächenmittel, bildet die gemeinsame Palette und schreibt die Bilder neu.
Die Wartezeit je Bild bleibt erhalten. Einträge von 0 oder 10 Millisekunden behandelt es wie die Browser als 100 Millisekunden. Ob die Animation endlos läuft oder nur einmal, übernimmt es aus der Quelldatei. Hat das GIF durchsichtige Stellen, schreibt das Werkzeug jedes Bild vollständig und markiert die Stellen weiter als durchsichtig; der Verlustgrad wirkt dann nicht.
Kein Upload, und das können Sie selbst prüfen
Die Seite schickt keine GIF-Datei an einen Server, auch nicht an unseren. Öffnen Sie in einem Desktop-Browser die Entwicklerwerkzeuge (F12), wechseln Sie auf „Netzwerk“ und verkleinern Sie ein GIF: Es erscheint keine Anfrage mit Ihren Bilddaten. Oder trennen Sie nach dem Laden der Seite die Internetverbindung; das Verkleinern funktioniert weiter. Die Werbung und die Besucherzählung der Seite laufen unabhängig davon, sie bekommen Ihr GIF aber nicht zu sehen.
Grenzen und Alternativen
Das Werkzeug nimmt GIF-Dateien bis 50 MB. Zusätzlich darf Breite × Höhe × Bilderzahl 80 Millionen Pixel nicht übersteigen, das sind allein für die zusammengesetzten Bilder rund 320 Megabyte Arbeitsspeicher. Ein 800 × 600 Pixel großes GIF darf also bis zu 166 Bilder haben. Bei größeren Dateien erscheint eine Meldung statt eines Absturzes. Auf dem Handy rechnet der Browser langsamer, bei sehr großen GIFs dauert es entsprechend länger.
Nicht eingebaut sind Dithering (Rasterung zur Täuschung von Farbstufen), die Wahl einer festen Zielgröße in kB und Animationsformate wie animiertes WebP oder APNG. Für reine Größenvorgaben bei Einzelbildern gibt es Bild komprimieren. Wenn der Empfänger kein GIF verlangt, ist ein Video meist kleiner: Das Testbild von oben wurde mit ffmpeg als MP4 (H.264) nur 89.365 Byte groß, also 58 Prozent kleiner als das Original-GIF. Welches Format wofür taugt, steht im Bildformate-Vergleich. Weitere Werkzeuge für Dateien sammelt die Seite Bilder & Dateien.