Entscheidungshilfe

JPG, PNG oder WebP — welches Format wofür?

Konvertieren kann jedes Werkzeug. Die schwierigere Frage ist, wohin — und die falsche Antwort kostet entweder Qualität oder Ladezeit.

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Wofür brauchen Sie das Bild?

Zwei Angaben genügen.

Die kurze Antwort

Fotos gehören ins JPG (oder WebP fürs Web), Grafiken mit klaren Kanten ins PNG, Logos und Icons ins SVG. Das deckt neun von zehn Fällen ab. Der Grund dahinter ist immer derselbe: JPG komprimiert verlustbehaftet und ist damit gut für weiche Farbverläufe, aber schlecht für harte Kanten. PNG arbeitet verlustfrei — perfekt für Kanten, verschwenderisch bei Fotos.

Die Formate im Vergleich

FormatKompressionTransparenzStärkeSchwäche
JPGverlustbehaftetneinFotos, überall lesbarKanten und Text franst aus, Generationsverlust
PNGverlustfreijaGrafiken, Screenshots, Transparenzbei Fotos sehr große Dateien
WebPbeides möglichja25–35 % kleiner als JPG, alle Browseraußerhalb des Webs teils unhandlich
AVIFbeides möglichjabis 50 % kleiner als JPG~92 % Browserunterstützung, Fallback nötig
SVGverlustfrei (Vektor)jain jeder Größe scharf, winzignur für Formen, nicht für Fotos
HEICverlustbehaftetjaStandardformat von iPhones, sehr effizientaußerhalb von Apple oft nicht lesbar

Der Fehler, den fast jeder einmal macht

JPG wirft beim Speichern Bildinformation weg — und zwar jedes Mal. Wer ein JPG öffnet, den Ausschnitt minimal ändert und wieder speichert, hat danach ein schlechteres Bild als vorher. Beim zweiten Mal wieder, beim dritten Mal wieder. Das nennt sich Generationsverlust, und es ist der Grund, warum Bilder, die ein paarmal durch WhatsApp und zurück gelaufen sind, irgendwann matschig aussehen.

Die Konsequenz für die Praxis: Das Original nie als JPG weiterbearbeiten. Bewahren Sie die Kameradatei oder eine verlustfreie Fassung auf und erzeugen Sie das JPG jedes Mal neu aus dem Original. Ein JPG, das aus einem JPG entsteht, ist immer schlechter als eines, das direkt aus dem Original kommt — auch bei gleicher Qualitätseinstellung.

Nebenbei: Ein PNG, das aus einem JPG erzeugt wurde, ist nicht wieder scharf. Die Information ist weg; PNG konserviert nur noch den bereits beschädigten Zustand — und braucht dafür deutlich mehr Speicher. Konvertieren stellt nie wieder her, was ein früherer Schritt entfernt hat.

WebP und AVIF: lohnt der Umstieg?

Für Websites: ja, und zwar deutlich. WebP ist bei vergleichbarer Qualität etwa 25 bis 35 Prozent kleiner als JPG und wird von allen aktuellen Browsern unterstützt — Chrome, Firefox, Safari ab Version 14, Edge. Es ist damit die risikoärmste Verbesserung, die man an den Bildern einer Website vornehmen kann.

AVIF geht weiter und spart gegenüber JPEG bis zu 50 Prozent, bei manchen Motiven auch mehr. Die Browserunterstützung liegt 2026 bei rund 92 Prozent — gut, aber nicht vollständig. Wer AVIF einsetzt, sollte deshalb ein WebP oder JPG als Rückfallebene mitliefern; über das <picture>-Element geht das ohne Aufwand, und der Browser wählt selbst.

Für alles außerhalb des Webs ist die Antwort nüchterner: Wer ein Bild per E-Mail verschickt oder in ein Dokument einfügt, fährt mit JPG besser. Nicht weil es besser ist, sondern weil es garantiert überall aufgeht.

Wenn das nicht hilft

  • Das Bild wird nach dem Konvertieren größer statt kleiner. Meist wurde ein Foto nach PNG umgewandelt. PNG speichert verlustfrei — bei Millionen Farbnuancen eines Fotos ist das das Gegenteil von sparsam. Zurück zu JPG oder WebP.
  • Der transparente Hintergrund ist weg. JPG kann keine Transparenz. Wird ein PNG mit freigestelltem Logo nach JPG konvertiert, füllt das Werkzeug den Hintergrund — meist weiß, manchmal schwarz. Das ist kein Fehler des Konverters, sondern eine Eigenschaft des Zielformats.
  • Text im Bild ist unscharf. Klassischer Fall für JPG bei Screenshots. Harte Schwarz-Weiß-Kanten sind genau das, wofür die JPG-Kompression nicht gebaut ist. Screenshots gehören ins PNG.
  • Das iPhone-Foto lässt sich nicht öffnen. Das ist HEIC. Am schnellsten geht die Umwandlung mit dem HEIC-in-JPG-Konverter; dauerhaft lässt sich am iPhone unter Einstellungen → Kamera → Formate auf „Maximale Kompatibilität" stellen.

Wenn Sie wissen, wohin Sie wollen, erledigt den Rest der Dateikonverter — er beherrscht über 50 Formate und arbeitet ohne Anmeldung. Für Bilder, die anschließend noch kleiner werden sollen, gibt es zusätzlich den Bild-Kompressor.

Häufige Fragen

JPG oder PNG — was ist besser?

Es kommt auf den Inhalt an. Fotos: JPG. Grafiken mit klaren Kanten, Text im Bild oder Transparenz: PNG. Ein Logo als JPG bekommt unschöne Ränder, ein Foto als PNG wird unnötig groß.

Was ist Generationsverlust?

JPG wirft bei jedem Speichern Bildinformation weg — auch wenn nichts verändert wurde. Mehrfaches Öffnen und Speichern verschlechtert das Bild schrittweise. Originale deshalb verlustfrei aufbewahren.

Sollte ich auf WebP oder AVIF umstellen?

WebP ist der sichere Standard: alle aktuellen Browser, 25–35 % kleiner als JPG. AVIF spart bis zu 50 %, erreicht aber „nur" rund 92 % Browserunterstützung — dort gehört ein Fallback dazu.

Wann brauche ich SVG statt PNG?

Wenn die Grafik aus Formen besteht statt aus Pixeln: Logos, Icons, Diagramme. SVG bleibt in jeder Größe scharf. Für Fotos ist es ungeeignet.

Die Größenangaben sind typische Werte aus Vergleichsmessungen. Die tatsächliche Ersparnis hängt stark vom Motiv ab — flächige Bilder profitieren deutlich mehr als sehr detailreiche.