Kostenloses Tool

Video verkleinern, ohne Upload

Dieses Werkzeug verkleinert ein Handyvideo im Browser auf eine Zielgröße, etwa 25 MB für den E-Mail-Anhang oder 100 MB für WhatsApp, ohne das Video hochzuladen, und sagt vor dem Start, welche Auflösung und Bildqualität dabei herauskommt. Das Ergebnis ist ein MP4 mit H.264-Bild und AAC-Ton, das praktisch jedes Gerät abspielt; ist es größer als das Ziel, rechnet das Werkzeug einen zweiten Durchlauf mit weniger Bitrate.

Von · · · Datenquelle: Google-Hilfe (Gmail-Anhänge), WhatsApp-Hilfe (Medien senden), W3C WebCodecs · Methodik

Video auswählen

Hinweis

Das Werkzeug läuft in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen und Ihre Dateien bleiben auf Ihrem Gerät. Öffnen Sie das Ergebnis, bevor Sie es weitergeben, und prüfen Sie, ob alles Nötige drin ist und nichts mehr, was raus sollte. Behalten Sie das Original, bis Sie das wissen. Für Verluste an Qualität oder Inhalt übernehmen wir keine Gewähr; die technische Grundlage nennt die Seite, Stand siehe „Zuletzt geprüft“.

So rechnet das Werkzeug die Zielgröße aus

Ein Video besteht fast nur aus zwei Spuren: Bild und Ton. Wie groß die Datei wird, legt die Bitrate fest, also wie viele Bits je Sekunde gespeichert werden. Größe in Byte = Bitrate × Dauer ÷ 8. Wer eine Zielgröße vorgibt, kann deshalb rückwärts rechnen: Vom Ziel zieht das Werkzeug den Ton und einen kleinen Anteil für den MP4-Container ab, den Rest teilt es durch die Spieldauer. Das ist die Bitrate für das Bild.

Ein Beispiel mit echten Zahlen: Ein Handyvideo von 60 Sekunden in 1080p mit Ton in AAC (128 kbit/s) soll als E-Mail-Anhang unter 25 MB bleiben. Das Werkzeug verplant 96 % des Ziels, also 24 MB, und hält 4 % als Luft zurück, weil kein Encoder die Bitrate auf das Byte genau trifft. Der Ton belegt 0,96 MB, der Container rund 48 kB. Für das Bild bleiben (24 MB − 0,96 MB − 0,05 MB) × 8 ÷ 60 s ≈ 3.066 kbit/s. In unserem Test am 02.10.2026 kam in Chrome und Firefox eine Datei von 24,0 MB heraus, in der Safari-Engine WebKit eine von knapp 20 MB.

Diese Rechnung sehen Sie, bevor die Arbeit beginnt: Nach der Auswahl zeigt die Seite die erwartete Größe, die Auflösung, die Bitrate und eine Einschätzung der Bildqualität. Nach dem Lauf misst sie die fertige Datei nach. Liegt sie trotzdem über dem Ziel, startet automatisch ein zweiter Durchlauf mit entsprechend weniger Bitrate, höchstens drei insgesamt. Bei einfachen Bildinhalten bleibt die Datei oft deutlich unter dem Ziel, weil der Encoder dort nicht jedes erlaubte Bit braucht.

Grenzen für E-Mail und WhatsApp

Gmail erlaubt bei privaten Konten Anhänge bis 25 MB, und zwar für alle Anhänge einer Mail zusammen. Größere Dateien verschickt Gmail nicht als Anhang, sondern fügt einen Link auf Google Drive ein (Google-Hilfe, abgerufen am 02.10.2026). Andere Anbieter setzen eigene Grenzen. Kennen Sie die Grenze Ihres Postfachs, tragen Sie sie unter „Eigene Größe“ ein. Diese Seite rechnet mit 1 MB = 1.000.000 Byte; das ist die strengere Lesart, ein Ziel von 25 MB passt damit auch dann, wenn ein Anbieter 25 × 1.048.576 Byte meint.

Für WhatsApp nennt die WhatsApp-Hilfe „Medien, Kontakte und Standort senden“ zwei Werte: Bei schneller Internetverbindung gilt standardmäßig eine maximale Videodateigröße von 100 MB bei 720p, bei langsamer Verbindung 64 MB bei 480p. Als Dokument dürfen Dateien bis 2 GB groß sein. Die Voreinstellungen oben übernehmen diese Paare aus Größe und Auflösung. Die 16 MB, die viele Ratgeber noch nennen, stehen in der Hilfe nicht mehr.

Auflösung und Bildqualität

Wenige Bits auf viele Pixel verteilt ergeben ein blockiges Bild. Deshalb wählt „automatisch“ die Auflösung nach der Bitrate, die übrig bleibt: Das Werkzeug teilt die Bitrate durch Pixel je Bild und Bilder je Sekunde und nimmt die größte Stufe bis 1080p, bei der mindestens 0,08 Bit je Pixel und Bild herauskommen. Als Faustregel für H.264 gilt bei uns: ab 0,1 gut, zwischen 0,05 und 0,1 brauchbar, darunter sieht man Blöcke, vor allem bei Bewegung. Das ist ein Erfahrungswert, kein Normwert, und die Seite nennt ihn auch so.

Im Beispiel oben ergäbe 1080p nur 0,049 Bit je Pixel, 720p dagegen 0,111. Ein 720p-Video mit sauberem Bild sieht auf dem Handy besser aus als ein 1080p-Video voller Blöcke. Wer trotzdem eine bestimmte Auflösung will, stellt sie selbst ein: 1080p, 720p, 540p, 480p oder 360p meint immer die kürzere Bildseite, bei einem Hochkant-Video also die Breite. Größer als das Original wird nichts. Videos mit 60 Bildern je Sekunde rechnet „automatisch“ auf 30 Bilder um; so bekommt jedes Bild doppelt so viel Bitrate.

Kein Upload, und das können Sie selbst prüfen

Die Umwandlung nutzt die Video-Encoder Ihres Browsers über die Schnittstelle WebCodecs (W3C). Das Lesen und Schreiben der MP4-Datei übernimmt die freie Bibliothek mediabunny (Mozilla Public License 2.0), die als Kopie auf dieser Domain liegt. Das Video verlässt Ihr Gerät nicht. Prüfen lässt sich das am Computer: Entwicklerwerkzeuge öffnen (F12), Reiter „Netzwerk“, dann ein Video verkleinern. Es erscheint keine Anfrage, die Ihr Video enthält. Oder Sie laden die Seite, schalten das WLAN ab und starten dann; das funktioniert, wir haben es am 02.10.2026 in Chrome so getestet.

Ton, Drehung und Aufnahmedatum

Ist der Ton schon AAC, wie bei iPhone- und den meisten Android-Videos, kopiert das Werkzeug ihn unverändert. Nur wenn er für das Ziel zu viel Platz belegt oder in einem anderen Format vorliegt, etwa Opus in einer WebM-Datei, wird er neu kodiert: mit 128 kbit/s, bei knappem Ziel mit 96 kbit/s. Weniger nimmt das Werkzeug nicht: Chrome brach in unserem Test am 02.10.2026 bei 64 kbit/s ab. Lehnt der Browser den Ton trotzdem ab, versucht es die Seite von selbst noch einmal mit 128 kbit/s. Manche Browser können keinen AAC-Ton erzeugen; das betraf in unserem Test Firefox. Dann bleibt AAC-Ton unverändert, anderer Ton wird als Opus gespeichert, und die Seite sagt das vor dem Start. Wer den Ton nicht braucht, wählt „entfernen“ und gibt dem Bild mehr Bitrate.

Hochkant-Videos bleiben hochkant. Behält das Video seine Auflösung, übernimmt das Werkzeug die Drehangabe aus dem Kopf der Datei; wird die Auflösung kleiner, speichert es die Bilder gleich aufrecht. Beides zeigen Player richtig an. Das Aufnahmedatum übernimmt das Werkzeug aus dem Original; ohne diesen Schritt stünde dort der Zeitpunkt der Umwandlung. Andere Angaben aus dem Kopf, etwa Aufnahmeort und Gerätemodell vom iPhone, kommen nicht mit. Das haben wir am 02.10.2026 mit ffprobe an den Ergebnisdateien nachgesehen, die Ausrichtung zusätzlich mit einem Bildvergleich. Wer ein Video weitergibt, verschickt so keinen Standort.

Wie lange es dauert, und was am Handy anders ist

Neukodieren ist Rechenarbeit. In unserem Test am 02.10.2026 auf einem Mac brauchte Chrome rund 4 Sekunden, Firefox rund 9 Sekunden und die Safari-Engine WebKit in unserem Testaufbau rund 37 Sekunden für das 60-Sekunden-Video in 1080p. Am Handy dauert es meist länger, bei langen Videos auch länger als das Video selbst. Die Seite zeigt Fortschritt und geschätzte Restzeit und hält den Bildschirm wach, sofern der Browser das erlaubt. Lassen Sie den Tab im Vordergrund; schickt das Handy ihn in den Hintergrund, bremst oder beendet das Betriebssystem die Arbeit. „Abbrechen“ stoppt sofort, eine halbe Datei entsteht nicht.

Das Original wird stückweise gelesen, Videos bis 4 GB nimmt die Seite an. Die fertige Datei entsteht im Arbeitsspeicher und ist so groß wie das Ziel, beim E-Mail-Ziel also höchstens 25 MB. Das schont den Speicher auch auf älteren Handys.

Was das Werkzeug nicht kann

Das Ergebnis ist immer ein MP4 mit H.264-Bild in 8 Bit. HDR-Videos, wie sie neuere iPhones aufnehmen, verlieren dabei ihren erweiterten Farbumfang. Videos in HEVC (H.265) öffnet nicht jeder Browser; klappt es nicht, meldet die Seite das gleich nach der Auswahl. Kürzen kann das Werkzeug nicht. Ist ein Video so lang, dass für das Ziel keine 100 kbit/s fürs Bild bleiben, lehnt es ab und nennt die nötige Mindestgröße. Ein Video wird je Lauf verkleinert, keine Stapel. Und Neukodieren kostet immer etwas Qualität: Behalten Sie das Original, bis Sie das Ergebnis angesehen haben. Ist das Original schon kleiner als das Ziel, sperrt die Seite den Knopf; käme beim Neukodieren keine kleinere Datei heraus, bekommen Sie das Original zurück.

Zu den Farben: Safari kennzeichnet sein Ergebnis falsch als Vollbereich, dann wirkt Schwarz grau. Die Seite berichtigt diese Kennzeichnung nach dem Kodieren auf BT.709 im TV-Bereich. Fehlt im Original die Farbraum-Angabe, wie bei manchen Bildschirmaufnahmen und Schnittprogrammen, können satte Farben im Ergebnis leicht verschoben sein, etwa ein kräftiges Rot einen Hauch ins Orange. Handyvideos von iPhone und Android tragen die Angabe und sind davon in unserem Test nicht betroffen.

Häufige Fragen

Wie verkleinere ich ein Video, um es per E-Mail zu senden?

Video oben auswählen, „E-Mail (Gmail): 25 MB“ antippen und „Video verkleinern“ starten. Das Werkzeug rechnet die Bitrate so, dass das MP4 unter 25 MB bleibt, und prüft die fertige Datei. Gmail nennt 25 MB als Grenze für alle Anhänge einer Mail zusammen; andere Anbieter haben eigene Grenzen, dann wählen Sie „Eigene Größe“.

Wie kann ich ein Video auf dem iPhone verkleinern?

Öffnen Sie diese Seite in Safari, tippen Sie auf das Feld und wählen Sie das Video aus der Mediathek. Das Neukodieren läuft auf dem iPhone selbst und dauert dort länger als am Computer; lassen Sie den Tab offen, bis der Download erscheint. Das fertige MP4 liegt danach in der App „Dateien“ unter Downloads.

Wie groß darf ein Video für WhatsApp sein?

Die WhatsApp-Hilfe nennt Stand 02.10.2026 für Videos standardmäßig höchstens 100 MB bei 720p, bei langsamer Verbindung 64 MB bei 480p. Als Dokument verschickt dürfen Dateien bis 2 GB groß sein. Die oft genannten 16 MB stehen dort nicht mehr.

Kann ich ein Video online kostenlos ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen verkleinern?

Ja. Diese Seite kostet nichts, verlangt keine Anmeldung und setzt kein Wasserzeichen ins Bild. Das Video wird auch nicht hochgeladen: Die Umwandlung läuft mit den Video-Encodern Ihres Browsers auf Ihrem Gerät.

Wie verkleinere ich ein Video unter Windows oder Android ohne Programm?

In Chrome oder Edge diese Seite öffnen, Video wählen, Zielgröße einstellen, starten. Installieren müssen Sie nichts. Firefox kann je nach System keinen AAC-Ton erzeugen; dann bleibt AAC-Ton unverändert oder wird als Opus gespeichert, und die Seite sagt das vorher.

Wie lange dauert das Verkleinern?

Das hängt vom Gerät ab. In unserem Test am 02.10.2026 brauchte Chrome auf einem Mac für ein 60 Sekunden langes 1080p-Video etwa 4 Sekunden; Firefox brauchte rund 9, die Safari-Engine WebKit in unserem Testaufbau rund 37 Sekunden. Am Handy dauert es meist länger, bei langen Videos auch deutlich länger als das Video selbst. Fortschritt und Restzeit stehen während des Laufs unter dem Knopf, „Abbrechen“ stoppt sofort.

Hinweis: Das Verkleinern läuft auf Ihrem Gerät, wir sehen Ihre Videos nicht. Neukodieren kostet immer etwas Bildqualität; behalten Sie das Original, bis Sie das Ergebnis angesehen haben. Grenzwerte der Dienste nach deren Hilfeseiten, Stand 02.10.2026, ohne Gewähr.