So wird aus iPhone-Fotos ein PDF
- Fotos auswählen: am iPhone in Safari über „Fotomediathek“, am Computer per Dateiauswahl oder durch Ziehen in das Feld. Mehrere Fotos auf einmal sind kein Problem.
- Reihenfolge prüfen: Die Liste zeigt jedes Foto mit Miniatur und Pixelmaß. Am Griff links ziehen Sie ein Foto an eine andere Stelle, die Pfeile verschieben es um eine Position, das Kreuz entfernt es.
- Seitenformat, Ausrichtung, Rand und Qualität wählen. Die Voreinstellung A4, automatisch, 10 mm Rand und Qualität „Hoch“ passt für die meisten Fälle, etwa für Belege, Arztbriefe oder Fotos von Unterlagen.
- „PDF erstellen“ tippen und die Datei herunterladen. Ein einzelnes Foto behält seinen Namen (IMG_1234.HEIC wird IMG_1234.pdf), mehrere heißen „fotos“ mit dem heutigen Datum.
Ein Beispiel: Sie haben drei Seiten eines Mietvertrags und zwei Kontoauszüge mit dem iPhone fotografiert und sollen alles als ein PDF schicken. Fünf Fotos auswählen, in die richtige Reihenfolge ziehen, PDF erstellen. Heraus kommt eine Datei mit fünf A4-Seiten, die jedes E-Mail-Programm und jedes Upload-Portal annimmt.
HEIC: das Fotoformat des iPhones
HEIC ist die Dateiendung für Fotos im Format HEIF (High Efficiency Image File Format, Norm ISO/IEC 23008-12). Apple speichert Fotos laut eigener Supportseite seit iOS 11 in diesem Format, auf dem iPhone 7 und neueren Modellen. Der Vorteil ist die stärkere Kompression: Bei gleicher Bildqualität brauchen die Dateien weniger Platz als JPEG. Der Nachteil zeigt sich, sobald das Foto das Apple-Gerät verlässt. Windows öffnet HEIC ohne Zusatz-Erweiterung meist nicht, viele Behördenportale und Bewerbungsformulare nehmen nur PDF oder JPG an.
Dieses Werkzeug bringt deshalb einen eigenen Decoder mit: libheif, eine freie Bibliothek, die auch in vielen Bildprogrammen steckt. Sie läuft als WebAssembly in Ihrem Browser und ist rund 1,5 MB groß. Die Seite lädt sie erst, wenn Sie die erste HEIC-Datei auswählen, und prüft dabei die Prüfsumme. Für JPG und PNG braucht es den Decoder nicht, die liest der Browser selbst. Wer nur noch JPG-Fotos hat, kann auch JPG in PDF umwandeln nutzen; dieses ältere Werkzeug arbeitet über unseren Server, die Datei wird dort nach der Umwandlung gelöscht.
Hochkant oder quer: die Drehung steht in der Datei
Ein iPhone speichert die Pixel immer so, wie der Sensor sie liefert, und schreibt dazu, wie das Bild gedreht angezeigt werden soll. In HEIC-Dateien vom iPhone steht diese Angabe in der Regel zweimal: in der HEIF-Box „irot“ und zusätzlich als EXIF-Wert „Orientation“ (Tag 0x0112 nach CIPA DC-008; 6 heißt 90° im Uhrzeigersinn, 8 heißt 90° gegen den Uhrzeigersinn). Programme, die beide Angaben anwenden, drehen das Foto doppelt, und es liegt im PDF auf der Seite. libheif wendet die Drehung aus der HEIF-Box genau einmal an. Bei JPG-Fotos übernimmt der Browser die EXIF-Drehung.
Mit „Ausrichtung automatisch je Foto“ bekommt jedes Foto die passende Seite: ein Hochkantfoto eine Hochformatseite, ein Querfoto eine Querformatseite. Im PDF dürfen sich beide mischen. Wer alles einheitlich im Hochformat drucken will, wählt „immer hoch“; Querfotos werden dann kleiner auf die Seite gesetzt.
Seitenformat, Rand und Qualität
| Einstellung | Seitenmaß | im PDF |
|---|---|---|
| A4 (ISO 216) | 210 × 297 mm | 595,28 × 841,89 pt |
| US Letter | 8,5 × 11 Zoll = 215,9 × 279,4 mm | 612 × 792 pt |
| Seite wie Foto | Seitenverhältnis des Fotos, lange Kante 297 mm | bei 4:3 quer: 841,89 × 631,42 pt |
Ein PDF-Punkt (pt) ist 1/72 Zoll, so legt es die PDF-Norm ISO 32000-1 fest. Daraus ergeben sich die Werte in der rechten Spalte. Das Foto wird mit erhaltenem Seitenverhältnis so groß wie möglich in die Seite gesetzt und mittig ausgerichtet. Bei 10 mm Rand bleiben auf A4 hoch 190 × 277 mm für das Bild, bei 20 mm 170 × 257 mm. „Seite wie Foto“ hat keinen weißen Rand; die Seite ist genau so geformt wie das Foto.
Die Qualität bestimmt die lange Kante in Pixeln und die JPEG-Stufe: „Hoch“ bis 4.032 Pixel (das ist die volle Breite eines 12-Megapixel-iPhone-Fotos) bei 92 %, „Mittel“ 2.480 Pixel bei 85 %, „Klein“ 1.240 Pixel bei 75 %. Kleinere Fotos werden nie hochgerechnet. Fotos mit 24 oder 48 Megapixeln werden in der Stufe „Hoch“ auf 4.032 Pixel verkleinert, sonst würde das PDF für E-Mail und Upload-Portale schnell zu groß.
Standort und Kameradaten bleiben draußen
Ein iPhone-Foto trägt oft den GPS-Standort der Aufnahme, das Kameramodell und die Uhrzeit mit sich. Bei einem Foto der Wohnung oder eines Dokuments will man das meist nicht weitergeben. Das Werkzeug zeichnet jedes Foto neu und speichert es als JPEG ohne EXIF-Block; diese Daten kommen gar nicht erst ins PDF. Das PDF selbst hat kein Info-Feld, also keinen Erzeuger und kein Erstellungsdatum. Nach dem Erstellen durchsucht das Werkzeug die fertige Datei nach EXIF-Blöcken und meldet das Ergebnis unter dem Download-Knopf.
Farbprofile werden dabei nicht umgerechnet. iPhone-Fotos sind im Farbraum Display P3 aufgenommen; die Farbwerte werden ohne Umrechnung als sRGB gespeichert, kräftige Rot- und Grüntöne wirken deshalb manchmal eine Spur blasser als in der Fotos-App.
Was die Seite lädt und was nicht
Beim ersten HEIC-Foto holt die Seite zwei Dateien von www.moersbergerit.de: libheif.js (91 kB) und libheif.wasm (1,4 MB). Ihre Fotos gehen dabei nirgendwohin, das lässt sich im Netzwerkprotokoll der Entwicklertools nachsehen: Nach der Auswahl der Fotos und beim Erstellen des PDFs gibt es keine Anfrage, die eine Bilddatei enthält. Nach dem Erstellen meldet die Seite nur anonym, dass das Werkzeug benutzt wurde. Schließen Sie den Tab, ist alles weg; gespeichert wird nichts.
Ohne Werkzeug geht es auch: In der Dateien-App des iPhones lassen sich mehrere Bilder markieren und über das Menü „Mehr“ zu einem PDF zusammenfassen, am Mac öffnet man die Fotos in Vorschau und druckt sie als PDF. Beide Wege lassen allerdings Seitenformat und Rand offen. Wer das PDF danach noch unterschreiben muss, macht das mit PDF unterschreiben, ebenfalls ohne Upload.