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Video schneiden ohne Upload

Dieses Werkzeug schneidet Anfang und Ende eines MP4- oder MOV-Videos ab, dreht es um 90, 180 oder 270 Grad oder entfernt den Ton, direkt im Browser, ohne Upload und ohne Neukodierung, kostenlos. Bild und Ton bleiben Bit für Bit gleich. Weil ohne Neukodierung nur an einem Schlüsselbild (Keyframe) geschnitten werden kann, zeigt es vor dem Schnitt, wo das Video tatsächlich beginnt, und misst die fertige Datei nach.

Von · · · Quellen: ISO/IEC 14496-12, mediabunny-Doku · Methodik

Video wählen

Hinweis

Das Werkzeug läuft in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen und Ihre Dateien bleiben auf Ihrem Gerät. Öffnen Sie das Ergebnis, bevor Sie es weitergeben, und prüfen Sie, ob alles Nötige drin ist und nichts mehr, was raus sollte. Behalten Sie das Original, bis Sie das wissen. Für Verluste an Qualität oder Inhalt übernehmen wir keine Gewähr; die technische Grundlage nennt die Seite, Stand siehe „Zuletzt geprüft“.

So schneiden Sie ein Video ohne Upload

Wählen Sie oben ein MP4-, MOV- oder M4V-Video aus oder ziehen Sie es in das Feld. Das Werkzeug liest das Inhaltsverzeichnis der Datei, zeigt Länge, Auflösung, Codec und die Lage der Schlüsselbilder und spielt das Video in der Vorschau ab. Anfang und Ende stellen Sie mit den beiden Reglern ein, tippen sie als Zeit ein (etwa 1:05,3 für eine Minute, fünf Komma drei Sekunden) oder setzen sie mit „aktuelle Stelle“ auf den Punkt, an dem die Vorschau gerade steht. Darunter steht sofort, wo der Schnitt tatsächlich beginnt. Optional drehen Sie das Video oder entfernen den Ton. „Schneiden“ erzeugt die neue Datei, die Sie in der Vorschau prüfen und dann herunterladen.

Brauchen Sie aus einem langen Video mehrere Stücke, fügen Sie mit „Weiteren Abschnitt hinzufügen“ bis zu zehn Abschnitte hinzu. Jeder wird eine eigene Datei, ab zwei Dateien gibt es alle zusammen als ZIP. Die Abschnitte werden nicht aneinandergehängt. Der Dateiname zeigt die Schnittzeiten, aus „Urlaub.mov“ wird etwa „Urlaub_0m04s-0m20s.mov“.

Warum der Schnitt an einem Keyframe beginnt

Ein Video speichert nicht jedes Bild vollständig. Nur einzelne Schlüsselbilder (Keyframes) sind komplette Bilder, die Bilder dazwischen enthalten bloß die Änderungen gegenüber ihren Nachbarn. Ein Abspielprogramm kann deshalb nur an einem Keyframe anfangen. Die MP4-Norm führt diese Bilder in einer eigenen Liste, der Sync Sample Box (ISO/IEC 14496-12, Abschnitt 8.6.2). Wer ohne Neukodierung schneidet, muss also an einem Keyframe beginnen. Dieses Werkzeug liest die Liste beim Laden und legt den Anfang auf das letzte Keyframe vor Ihrer Wunschzeit. So fehlt nichts von dem, was Sie behalten wollten, das Video beginnt nur etwas früher.

Ein Beispiel aus unserem Test: Ein 60 Sekunden langes Video mit einem Keyframe alle 2 Sekunden, gewünscht ist der Teil von 0:05,3 bis 0:20,0. Das Werkzeug meldet „Tatsächlicher Anfang 0:04,0“, die fertige Datei ist 16,0 Sekunden lang, und ihr erstes Bild ist Pixel für Pixel das Bild bei 4,0 Sekunden im Original. Stellen Sie „Anfang am Keyframe“ auf „danach“, beginnt der Schnitt beim nächsten Keyframe (hier 0:06,0). Das ist sinnvoll, wenn am Anfang etwas zu sehen ist, das nicht mitgeschickt werden soll. Wie weit die Keyframes in Ihrem Video auseinanderliegen, steht nach dem Laden in der Infozeile, und die Striche auf der Zeitleiste zeigen jedes einzelne. Das Ende braucht kein Keyframe; es liegt bis auf wenige Bilder genau dort, wo Sie es setzen. Bei Videos mit B-Bildern, wie sie HEVC-Encoder gern erzeugen, kann das Ergebnis am Ende ein paar Bilder länger sein, im Test waren es 0,1 Sekunden.

Genauer Schnitt nur mit Neukodierung, und warum das hier fehlt

Bildgenau ab 0:05,3 ginge nur, wenn das Werkzeug die Bilder bis zum nächsten Keyframe neu berechnet. Das hieße neu kodieren, mit Qualitätsverlust und je nach Browser in einem anderen Codec als der Rest der Datei. Ein Video, das an der Nahtstelle anders kodiert ist, spielen nicht alle Geräte sauber ab. Das bauen wir lieber nicht, als es halb zu bauen. Wer bildgenau schneiden muss, nimmt am iPhone die Fotos-App (Bearbeiten, dann die Ränder der Zeitleiste ziehen) oder am Computer ein Schnittprogramm. Beide kodieren dabei neu.

Video drehen um 90, 180 oder 270 Grad

Gedreht wird ohne Neukodierung: Das Werkzeug schreibt die Drehung in die Transformationsmatrix der Videospur (Feld „matrix“ im Track Header, ISO/IEC 14496-12, Abschnitt 8.3.2). Bei 90 Grad im Uhrzeigersinn stehen dort die Werte 0, 1, −1, 0 statt 1, 0, 0, 1. Die Bilddaten selbst bleiben unverändert, das Abspielprogramm dreht beim Zeigen. Ein Hochkant-Video vom Handy trägt meist schon eine Drehung von 90 Grad; wählen Sie zusätzlich 90 Grad, liegt es danach auf der Seite (gespeichert sind dann 180 Grad). Soll es auf dem Kopf stehen, wählen Sie 180 Grad. Die Vorschau dreht entsprechend mit, die Infozeile nennt die gespeicherte Drehung.

Die Matrix ist Teil der Norm, und Browser werten sie aus; in unserem Test zeigten Chromium und WebKit (die Engine von Safari) das gedrehte Video richtig herum. Programme, die die Angabe übergehen, zeigen das Video weiter in der alten Lage. Prüfen Sie das Ergebnis deshalb auf dem Gerät, auf dem es laufen soll.

Ton entfernen

Mit „Ton entfernen“ lässt das Werkzeug die Tonspur einfach weg. Die Datei hat danach keine Audiospur mehr, nicht bloß eine stille. Das spart auch Platz. Sie können den Ton für das ganze Video entfernen, ohne etwas abzuschneiden: Anfang und Ende stehen nach dem Laden auf dem Anfang und dem Ende des Videos.

Was mit Qualität, Datum und Ort passiert

Bild und Ton werden nicht neu kodiert, sondern Paket für Paket in eine neue Datei kopiert. Die Qualität bleibt deshalb gleich, und es geht schnell: In unserem Test am 02.10.2026 brauchte ein 300 MB großer Ausschnitt aus einem 380-MB-Video in Chromium 1,3 Sekunden, in WebKit 1,9 Sekunden. Der Codec bleibt: H.264 bleibt H.264, HEVC bleibt HEVC. Ein MOV-Video bleibt ein MOV, ein MP4 ein MP4. Zum Umwandeln von MOV in MP4 gibt es ein eigenes Werkzeug.

Das Aufnahmedatum übernimmt das Werkzeug aus dem Kopf des Originals in alle Zeitfelder der neuen Datei, sonst stünde dort der Zeitpunkt des Schnitts. Hat das Original kein Datum, bleibt das Feld leer. Ortsangaben, Gerätemodell und andere Zusatzangaben schreibt es nicht in die neue Datei. Das ist Absicht: Ein geschnittenes Video wird meist weitergeschickt, und dabei soll der Aufnahmeort nicht mitreisen. Nachgeprüft haben wir das am 02.10.2026 mit ffprobe an iPhone-artigen MOV- und Android-artigen MP4-Dateien.

Grenzen: Formate, Dateigröße, Handy

Das Werkzeug öffnet MP4, MOV und M4V. Getestet haben wir es mit H.264 und HEVC mit AAC-Ton, so wie Handys aufnehmen. Andere Codecs in diesen Containern übernimmt es, wenn sie sich ohne Neukodierung kopieren lassen. WebM, MKV und AVI öffnet es nicht. Untertitel und Zeitcode-Spuren kommen nicht mit. Lässt sich eine Spur ohne Neukodierung nicht übernehmen, bricht es mit einer Meldung ab, statt still neu zu kodieren. Eine Datei darf bis 2 GB groß sein, denn das Ergebnis entsteht vollständig im Arbeitsspeicher, bevor Sie es herunterladen. Ab 1 GB erscheint ein Hinweis: Auf iPhone, iPad und vielen Android-Handys ist der Speicher je Browser-Tab knapp, große Videos schneiden Sie dort besser am Computer. Zeigt die Vorschau ein Video nicht an, etwa HEVC in Firefox, geht der Schnitt trotzdem. Dann tippen Sie die Zeiten von Hand ein.

Kein Upload, und das können Sie selbst prüfen

Das Video verlässt Ihr Gerät nicht. Die Seite lädt einmal die freie Bibliothek mediabunny (Mozilla Public License 2.0, als Kopie auf dieser Domain, rund 180 KB übertragen) und liest damit die Datei stückweise im Browser. Prüfen lässt sich das am Computer: Entwicklerwerkzeuge öffnen (F12), Reiter „Netzwerk“, dann ein Video schneiden. Es erscheint keine Anfrage mit Ihrem Video. Oder Sie laden die Seite, schalten das WLAN ab und schneiden dann. Das funktioniert; wir haben beides am 02.10.2026 in Chromium getestet.

Häufige Fragen

Kann ich ein Video online kostenlos schneiden, ohne Wasserzeichen und ohne Anmeldung?

Ja. Dieses Werkzeug ist kostenlos, setzt kein Wasserzeichen ins Bild und braucht kein Konto. Es läuft im Browser, das Video wird nicht hochgeladen. Weil es nicht neu kodiert, könnte es auch gar kein Wasserzeichen einfügen.

Warum beginnt das geschnittene Video etwas früher als gewählt?

Ohne Neukodierung kann ein Video nur an einem Schlüsselbild (Keyframe) beginnen. Das Werkzeug nimmt das letzte Keyframe vor Ihrer Wunschzeit und zeigt den tatsächlichen Anfang vor dem Schnitt an. Mit der Einstellung „danach“ beginnt es stattdessen am nächsten Keyframe.

Wird die Qualität beim Kürzen schlechter?

Nein. Bild und Ton werden unverändert kopiert, der Codec bleibt derselbe. Die neue Datei ist kleiner, weil sie kürzer ist, nicht weil sie stärker komprimiert wäre.

Wie drehe ich ein Video um 90 Grad und speichere es?

Video wählen, bei „Drehen“ 90°, 180° oder 270° im Uhrzeigersinn anklicken und „Schneiden“ tippen. Wollen Sie nichts abschneiden, lassen Sie Anfang und Ende stehen. Die Drehung steht danach als Angabe in der Datei. Browser werten sie aus (getestet in Chromium und WebKit); ein Abspieler, der sie übergeht, zeigt das Video in der alten Lage.

Wie entferne ich den Ton aus einem Video?

Video wählen, „Ton entfernen“ ankreuzen und „Schneiden“ tippen. Die neue Datei hat keine Tonspur mehr. Anfang und Ende können Sie dabei auf dem ganzen Video lassen.

Geht das auch auf dem iPhone und auf Android?

Ja, in Safari auf dem iPhone und in Chrome auf Android. Das Video wählen Sie aus der Mediathek oder aus „Dateien“, die geschnittene Datei landet nach dem Herunterladen im Download-Ordner. Bei Videos über 1 GB kann der Browser-Tab auf dem Handy abbrechen; die schneiden Sie besser am Computer.

Hinweis: Der Schnitt läuft auf Ihrem Gerät, wir sehen Ihre Videos nicht. Das Ergebnis ist ohne Gewähr. Prüfen Sie die geschnittene Datei, bevor Sie das Original löschen.