Was nach dem Scannen passiert
Ein E-Mail-Code enthält eine Adresse im Format mailto:. Die Kamera-App erkennt das und bietet an, das Mailprogramm zu öffnen. Dort steht dann eine neue Nachricht mit Ihrer Adresse als Empfänger, und wenn Sie es im Formular angegeben haben, auch mit Betreff und Text. Nichts geht automatisch raus. Die Person entscheidet selbst, ob sie den Text ergänzt und abschickt.
Sinnvoll ist das überall, wo jemand Ihnen schreiben soll, aber keine Lust hat, eine Adresse abzutippen: auf dem Aushang für eine Ferienwohnung, am Fundbüro-Zettel im Vereinsheim, auf dem Rückmeldebogen nach einer Veranstaltung. Für vollständige Kontaktdaten mit Telefon und Anschrift passt der QR-Code für die Visitenkarte besser.
Betreff und Text vorbelegen
Ein vorbelegter Betreff hat einen praktischen Nutzen: Alle Anfragen aus diesem Code kommen mit derselben Zeile an und lassen sich im Postfach sofort filtern. Der Text kann eine kurze Vorlage sein, die der Absender nur noch ergänzt, etwa „Hallo, ich interessiere mich für Ihre Wohnung im Mai.“
In einer URI dürfen Leerzeichen, Umlaute und viele Satzzeichen nicht einfach so stehen. RFC 6068 verlangt, sie als UTF-8 zu schreiben und prozentkodiert einzusetzen. Das Werkzeug erledigt das beim Erzeugen. Aus dem Beispiel oben wird dieser Inhalt:
mailto:info@beispiel.de?subject=Anfrage%20Ferienwohnung&body=Hallo%2C%20ich%20interessiere%20mich%20f%C3%BCr%20Ihre%20Wohnung%20im%20Mai.
Das ü wird zu %C3%BC, das Leerzeichen zu %20, das Komma zu %2C. Einen Zeilenumbruch im Text schreibt die Seite als %0D%0A, so wie die Norm es für E-Mail-Texte festlegt.
Das Feld „Kopie an“ ist für Fälle gedacht, in denen zwei Stellen dieselbe Anfrage sehen sollen, etwa Vermieterin und Hausverwaltung oder Trainer und Vereinsvorstand. Im Code steht die zweite Adresse dann als ?cc=buero@beispiel.de hinter der ersten. Die Person, die scannt, sieht beide Empfänger und kann die Kopie vor dem Absenden auch wieder löschen. Verlassen Sie sich also nicht darauf, dass jede Nachricht beide Postfächer erreicht.
Die Felder im mailto-Code
Welche Eingabe an welcher Stelle landet und nach welcher Regel. Stand: 28.09.2026.
| Feld | Format im Code | Quelle/Regel |
|---|---|---|
| E-Mail-Adresse | mailto:info@beispiel.de | RFC 6068, Pflichtteil |
| Sonderzeichen in der Adresse | % ? & # als %25 %3F %26 %23 | RFC 6068, Abschnitt 2 und 5 |
| Kopie an (CC) | ?cc=… | RFC 6068, hfield |
| Betreff | subject=Anfrage%20Ferienwohnung | UTF-8, prozentkodiert |
| Text | body=…, Umbruch als %0D%0A | RFC 6068, Abschnitt 5 |
| Absenden | kein Feld | erledigt die Person, die scannt |
Kurzer Text, grobe Module
Jedes Zeichen im Text landet im Code, bei Umlauten sogar als sechs Zeichen. Das hat Folgen für den Druck. Die blanke Adresse mailto:info@beispiel.de hat 23 Byte und passt in Version 2 mit 25 × 25 Modulen. Das Beispiel mit Betreff und Satz hat 137 Byte und braucht Version 8 mit 49 × 49 Modulen (DENSO WAVE: Versionen). Auf 20 mm gedruckt, samt Ruhezone von 4 Modulen je Seite, ist ein Modul im ersten Fall 0,61 mm groß, im zweiten nur 0,35 mm. DENSO WAVE nennt für einen Laserdrucker mit 600 dpi 0,17 mm als kleinstes Modul; das Werkzeug warnt, wenn Ihre Wahl darunter fällt. Den passenden Druck für einen bestimmten Abstand finden Sie im Größenrechner. Faustregel für diesen Code: Betreff ja, den Text lieber auf einen Satz begrenzen.
Welche Adresse in den Code gehört
Der Code ist statisch. Die Adresse steht fest darin und läuft nicht über einen Weiterleitungsdienst, der irgendwann eingestellt oder kostenpflichtig wird. Umgekehrt heißt das: Wechseln Sie später die Adresse, müssen Sie neu drucken. Nehmen Sie deshalb eine Adresse, die bleibt, etwa ein Funktionspostfach wie info@ oder anfrage@ statt der persönlichen Adresse einer Mitarbeiterin.
Bedenken Sie auch: Wer scannt, sieht die Adresse im Klartext. Für einen Aushang im öffentlichen Raum ist ein eigenes Postfach für diesen Zweck oft die ruhigere Wahl. Landet dort irgendwann Werbung, legen Sie das Postfach still und drucken einen neuen Code, ohne dass Ihre eigentliche Adresse betroffen ist.
Zum Drucken gibt es zwei Formate mit Beschriftung: die Karte in 85 × 55 mm und den Aufsteller in A6 (105 × 148 mm). Als Titel setzt die Seite Ihre Adresse ein, darunter den Satz „Code scannen, E-Mail ist vorbereitet“. So weiß auch jemand ohne Erfahrung mit QR-Codes, was nach dem Scan passiert. Für Flyer und Plakate aus der Druckerei laden Sie das SVG, das bei jeder Größe scharf bleibt.
Wenn ein anderer Code besser passt
Wer lieber angerufen werden möchte, nimmt den QR-Code für die Telefonnummer, wer im Chat antworten will, den QR-Code für WhatsApp. Eine Adresse als reinen Text, ohne dass sich das Mailprogramm öffnet, erzeugt der allgemeine QR-Generator. Vor dem Druck liest die Seite jeden Code mit jsQR selbst wieder ein und vergleicht den Inhalt Byte für Byte; einen Probescan mit dem eigenen Handy ersetzt das trotzdem nicht.
Beim Probescan lohnt ein Blick auf zwei Dinge: Steht die Adresse richtig im Empfängerfeld, und kommen Umlaute im Betreff als Umlaute an und nicht als Zeichensalat? Wenn beides stimmt, schicken Sie sich die Testmail selbst und prüfen, ob sie im richtigen Ordner landet.
Was mit Ihren Angaben passiert
Adresse, Betreff und Nachrichtentext bleiben auf Ihrem Gerät, bis Sie den Code selbst weitergeben. Code, Lesetest, PNG und SVG entstehen in Ihrem Browser; die QR-Bibliothek und der Leser liegen als Dateien auf dieser Website. Im Browsertest vom 28.09.2026 ging beim Erzeugen, Herunterladen und Drucken genau eine Anfrage hinaus: die anonyme Zählung, dass das Werkzeug benutzt wurde, mit dem Namen der Seite und ohne Ihre Eingaben. Gespeichert wird nichts. Google Analytics und AdSense lädt die Seite je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog; Ihre Eingaben erhalten auch sie nicht. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.