Koordinaten aus Google Maps holen
Öffnen Sie Google Maps am Rechner, zoomen Sie so weit hinein, dass Sie die Tür oder die Einfahrt erkennen, und klicken Sie mit der rechten Maustaste genau auf diese Stelle. In der ersten Zeile des Menüs stehen Breite und Länge, etwa 52.37439, 9.73836. Ein Klick darauf kopiert die Zahlen, und die setzen Sie ins Feld „Koordinaten“ ein. Das Formular versteht auch die Schreibweise mit Komma als Dezimalzeichen und Leerzeichen dazwischen oder ein Semikolon als Trenner.
Die erste Zahl ist die Breite, die zweite die Länge. Die Breite darf nach RFC 5870 zwischen −90 und 90 liegen, die Länge zwischen −180 und 180. Liegt ein Wert außerhalb, meldet das Werkzeug einen Fehler und fragt, ob Sie die beiden vertauscht haben. In Deutschland ist die Breite stets die größere der beiden Zahlen, ein Dreher fällt also schon beim Hinsehen auf.
Google-Maps-Link oder geo:-Adresse
Voreingestellt ist der Google-Maps-Link. Für das Beispiel lautet der Inhalt https://www.google.com/maps/search/?api=1&query=52.37439%2C9.73836. Der Parameter api=1 ist nach der Google-Dokumentation Pflicht, das Komma zwischen den Zahlen wird als %2C geschrieben. Weil es ein gewöhnlicher Weblink ist, öffnet ihn jedes Handy, das Links aus QR-Codes öffnet: in der Maps-App, wenn sie installiert ist, sonst im Browser. Die Route startet der Scanner selbst.
Die Alternative ist die geo-URI, ein eigenes Schema für Ortsangaben: geo:52.37439,9.73836,55. Die dritte Zahl ist freiwillig und bedeutet die Höhe in Metern, wie im Beispiel geo:48.2010,16.3695,183 der Norm. Bezugssystem ist WGS-84, dasselbe, das Google Maps anzeigt, deshalb braucht der Code keinen Zusatz. Der Vorteil: Keine Firma steckt im Inhalt, das Gerät darf die Karten-App wählen. Der Nachteil: Ob eine Kamera-App einen geo:-Code überhaupt weiterreicht, hängt vom Gerät ab. Testen Sie diese Variante mit den Handys Ihres Publikums. Eine eingetragene Höhe lässt der Maps-Link weg, das Werkzeug weist darauf hin.
Was im Code steht, Feld für Feld
Stand der Tabelle: 28.09.2026.
| Feld | Format im Code | Quelle/Regel |
|---|---|---|
| Breite, Länge (Maps) | …/maps/search/?api=1&query=52.37439%2C9.73836 | Google Maps URLs, api=1 Pflicht, URL höchstens 2.048 Zeichen |
| Breite, Länge (geo) | geo:52.37439,9.73836, Dezimalpunkt, Komma als Trenner | RFC 5870, Breite −90 bis 90, Länge −180 bis 180 |
| Höhe | dritte Zahl in Metern, geo:52.37439,9.73836,55; nur im geo:-Format | RFC 5870 |
| Bezugssystem | kein Zusatz, WGS-84 gilt als Standard | RFC 5870 |
| Genauigkeit | Warnung bei weniger als 4 Nachkommastellen | Regel des Werkzeugs, 1° Breite ≈ 111 km |
Nachkommastellen und Genauigkeit
Ein Grad Breite entspricht rund 111 km. Jede Nachkommastelle teilt diesen Abstand durch zehn: Bei fünf Stellen liegt der Punkt auf etwa 1,1 m genau, bei drei Stellen nur noch auf gut 100 m. Das reicht, um das richtige Dorf zu finden, aber nicht den richtigen Hof. Deshalb warnt das Formular, wenn eine der beiden Zahlen weniger als vier Nachkommastellen hat. Google Maps liefert beim Rechtsklick fünf Stellen, damit sind Sie auf der sicheren Seite.
Adresse statt Koordinaten?
Viele Betriebe teilen lieber den Link, den Google Maps über „Teilen“ erzeugt, oder die Adresse ihres Unternehmensprofils. Das geht, gehört aber nicht in dieses Formular: Einen kopierten Maps-Link verwandelt der Allzweck-Generator unverändert in einen Code. Koordinaten haben einen Vorteil, der auf dem Land zählt. Eine Hausnummer führt zur Mitte des Grundstücks oder zur Straße davor, ein Koordinatenpaar zum Tor, an dem die Gäste klingeln sollen. Für Ferienwohnungen lohnt sich eine Karte mit zwei Codes: einer zum Parkplatz, einer zum WLAN.
Wo ein Standort-Code Wege spart
Am meisten hilft der Code dort, wo Navigationsgeräte an der Hausnummer aufhören. Lieferanten finden die Laderampe auf der Rückseite eines Gewerbehofs, Gäste einer Gartenfeier das Tor zum Grundstück statt der Haustür des Nachbarn. Bei Veranstaltungen ohne Adresse, etwa auf einer Festwiese oder an einem Wanderparkplatz, gibt es oft gar keine andere Möglichkeit, den Ort eindeutig zu beschreiben. Auf Einladungen und in Gästemappen von Ferienwohnungen erspart der Code Anrufe mit der Frage, wo man parken darf.
Setzen Sie für jeden Zweck einen eigenen Punkt. Ein Code für „Eingang Praxis“ und einer für „Parkplatz“ sind besser als ein Punkt irgendwo dazwischen. Die Beschriftung auf der Druckkarte sagt dann, wohin der Code führt.
Drucken, prüfen, aufhängen
Nach dem Erzeugen liest die Seite den Code mit jsQR wieder ein und vergleicht das Ergebnis Byte für Byte mit dem Inhalt. Die Druckkarte trägt als Titel „So finden Sie uns“ oder Ihre eigene Beschriftung, darunter die Koordinaten im Klartext, damit auch jemand ohne Scanner sie abtippen kann. Sie wählen das Visitenkartenformat 85 × 55 mm oder den Aufsteller A6. Ein Maps-Link ist länger als eine geo:-Adresse und ergibt mehr Module; das Werkzeug zeigt bei Ihrer gewählten Druckgröße an, wie viel Millimeter auf ein Modul entfallen, und warnt unter 0,17 mm. Für Schilder am Zaun, die man aus einigen Metern scannt, hilft der Rechner für die QR-Code-Größe.
Ein Schild im Freien verblasst und wird nass. Der gedruckte Inhalt führt ohne Zwischendienst zum Ort; kein Anbieter kann ihn abschalten, und kein Abo muss weiterlaufen, wie es bei „dynamischen“ Codes mit Weiterleitung der Fall ist. Ändern lässt er sich allerdings auch nicht. Zieht der Eingang um, drucken Sie neu.
Was mit Ihren Angaben passiert
Die Koordinaten Ihres Ortes bleiben auf Ihrem Gerät. Code, Lesetest, PNG und SVG entstehen in Ihrem Browser; die QR-Bibliothek und der Leser liegen als Dateien auf dieser Website. Im Browsertest vom 28.09.2026 ging beim Erzeugen, Herunterladen und Drucken genau eine Anfrage hinaus: die anonyme Zählung, dass das Werkzeug benutzt wurde, mit dem Namen der Seite und ohne Ihre Eingaben. Gespeichert wird nichts. Google Analytics und AdSense lädt die Seite je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog; Ihre Eingaben erhalten auch sie nicht. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.