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Steuererklärung 2026: Abgabefrist, Pflicht und Pauschalen

Die Steuererklärung für 2026 geben Sie 2027 ab. Hier sehen Sie die Frist ohne und mit Steuerberater, ob Sie nach § 46 EStG überhaupt abgeben müssen, was ein Verspätungszuschlag kostet und welche Pauschalen für 2026 gelten, jeweils mit Fundstelle.

Von · · · Datenquelle: § 149 AO, gesetze-im-internet.de · Methodik

1. Abgabefrist

2. Muss ich abgeben?

Gründe aus § 46 Abs. 2 EStG. Setzen Sie ein Häkchen, was auf Sie zutrifft.

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3. Verspätungszuschlag schätzen

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Ergebnis

Abgabefrist

Abgabepflicht

Verspätungszuschlag

Pauschalen und Freibeträge für das Steuerjahr 2026

Alle Werte gelten für die Einkommensteuer 2026, also für die Erklärung, die Sie 2027 abgeben. Die Fundstelle steht jeweils dabei. Pauschalen werden automatisch angesetzt, wenn Sie keine höheren Kosten nachweisen.

PostenBetrag 2026Fundstelle und Hinweis
Arbeitnehmer-Pauschbetrag1.230 Euro§ 9a Satz 1 Nr. 1 Buchst. a EStG. Werbungskosten bei nichtselbstständiger Arbeit, die ohne Nachweis abgezogen werden.
Entfernungspauschale0,38 Euro je Kilometer§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG, erstmals für 2026 anzuwenden (§ 52 Abs. 1 EStG). Sie gilt ab dem ersten Kilometer der einfachen Strecke. Höchstens 4.500 Euro im Jahr, wenn Sie nicht mit dem eigenen oder einem zur Nutzung überlassenen Kfz fahren.
Tagespauschale Homeoffice6 Euro je Tag, höchstens 1.260 Euro§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6c EStG. Der Höchstbetrag entspricht 210 Tagen.
Jahrespauschale häusliches Arbeitszimmer1.260 Euro§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, als Alternative zur Tagespauschale.
Sparer-Pauschbetrag1.000 Euro (Ehepaare 2.000 Euro)§ 20 Abs. 9 EStG. Kapitalerträge bis zu diesem Betrag bleiben steuerfrei.
Grundfreibetrag12.348 Euro§ 32a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG, anzuwenden ab dem Veranlagungszeitraum 2026. Bei Zusammenveranlagung das Doppelte (Splittingverfahren, § 32a Abs. 5 EStG).
Sonderausgaben-Pauschbetrag36 Euro (Ehepaare 72 Euro)§ 10c EStG. Gilt für bestimmte Sonderausgaben wie Kirchensteuer, Kinderbetreuungskosten und Spenden, wenn Sie keine höheren Aufwendungen nachweisen. Versicherungsbeiträge sind davon getrennt (§ 10 EStG).

Stand der Gesetzestexte: 23.10.2026 (gesetze-im-internet.de). Für 2027 sind in einigen Punkten Änderungen geplant, siehe Änderungen 2027. Die Zahlen dort sind, soweit sie nicht beschlossen sind, ausdrücklich als Entwurf gekennzeichnet.

Hinweis

Das Werkzeug läuft in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen. Angewendet wird die gesetzliche Regel auf Ihre Angaben; Ihren Vertrag, einen Tarifvertrag oder Ihren Bescheid kennt das Werkzeug nicht, und Ihren Einzelfall prüft es nicht. Gleichen Sie das Ergebnis mit Ihren Unterlagen ab. Läuft eine Frist oder geht es um mehr als 1.000 Euro, lassen Sie sich beraten, etwa von einer Anwältin, Ihrer Gewerkschaft, einem Sozialverband oder der Verbraucherzentrale. Für das Ergebnis übernehmen wir keine Gewähr; Grundlage sind die auf dieser Seite genannten Vorschriften, Stand siehe „Zuletzt geprüft“.

Wann Sie die Steuererklärung 2026 abgeben müssen

Die Steuererklärung für das Jahr 2026 geben Sie 2027 ab. Wer zur Abgabe verpflichtet ist und sie ohne Steuerberater erstellt, hat dafür sieben Monate nach Ablauf des Kalenderjahres Zeit (§ 149 Abs. 2 AO). Das wäre der 31. Juli 2027. Weil dieser Tag ein Samstag ist, endet die Frist nach § 108 Abs. 3 AO erst am Montag, den 2. August 2027.

Lassen Sie die Erklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein erstellen, gilt die längere Frist nach § 149 Abs. 3 AO: der letzte Tag des Februars im zweiten Jahr nach dem Steuerjahr. Für 2026 ist das der 29. Februar 2028, ein Dienstag. Das gilt für Beauftragte nach den §§ 3 sowie 4 bis 4d des Steuerberatungsgesetzes. Voraussetzung ist, dass Sie zur Abgabe verpflichtet sind. Für die freiwillige Antragsveranlagung nimmt § 149 Abs. 3 Nr. 1 AO diese Erklärungen ausdrücklich aus.

Das Finanzamt kann die Erklärung früher verlangen. Nach § 149 Abs. 4 AO darf es die Abgabe vor dem Ende der Beraterfrist anordnen, etwa wenn Sie die Erklärung im Vorjahr verspätet abgegeben haben oder eine Außenprüfung vorgesehen ist. Dafür setzt es Ihnen eine Frist von vier Monaten nach Bekanntgabe.

Frist in den Vorjahren

Für die Jahre 2020 bis 2024 galten wegen der Pandemie verlängerte Fristen (Art. 97 § 36 Abs. 3 EGAO). Ohne Berater betrug sie für 2022 neun Monate, für 2023 acht Monate. Mit Berater endete sie für 2022 am 31. Juli 2024, für 2023 am 31. Mai 2025 und für 2024 am 30. April 2026. Ab dem Steuerjahr 2025 gilt die dauerhafte Regel mit dem letzten Februartag. Der Rechner oben kennt diese Sonderfristen für die Jahre 2022 bis 2030.

Muss ich als Arbeitnehmer überhaupt abgeben?

Wer nur Arbeitslohn bezieht, muss nur in den Fällen des § 46 Abs. 2 EStG abgeben. Die häufigsten sind: Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld, Elterngeld oder Krankengeld über 410 Euro (Nr. 1, Progressionsvorbehalt), andere Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug über 410 Euro (Nr. 1), Lohn von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig (Nr. 2) und bei Ehepaaren die Steuerklassenkombination III und V oder die Klasse IV mit Faktor (Nr. 3a). Dazu kommt der eingetragene Freibetrag mit einem Arbeitslohn über der Schwelle aus Nr. 4: 2026 sind das 13.614 Euro (12.348 Euro Grundfreibetrag plus 1.230 Euro Arbeitnehmer-Pauschbetrag plus 36 Euro Sonderausgaben-Pauschbetrag), bei Ehegatten 25.998 Euro.

Die Steuerklassenkombination IV und IV ohne Faktor löst allein keine Pflicht aus. Hat das Finanzamt Sie aufgefordert, müssen Sie unabhängig von diesen Gründen abgeben (§ 149 Abs. 1 Satz 2 AO).

Freiwillig abgeben: vier Jahre Zeit

Wer nicht abgeben muss, kann die Erklärung freiwillig einreichen, in der Regel um zu viel gezahlte Lohnsteuer zurückzubekommen (Antragsveranlagung, § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG). Die Festsetzungsfrist beträgt vier Jahre (§ 169 Abs. 2 Nr. 2 AO). Sie beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem die Steuer entstanden ist (§ 170 Abs. 1 AO). Für 2026 endet sie danach am 31. Dezember 2030. Planen Sie trotzdem nicht bis zum letzten Tag.

Verspätungszuschlag nach § 152 AO

Gibt jemand die Erklärung nicht oder zu spät ab, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen (§ 152 Abs. 1 AO). In bestimmten Fällen muss es das. Nach § 152 Abs. 2 Nr. 1 AO ist der Zuschlag zwingend, wenn die Erklärung für ein Kalenderjahr nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Jahres vorliegt. Das gilt nicht, wenn die festgesetzte Steuer null oder negativ ist oder die Vorauszahlungen und Abzugsbeträge nicht übersteigt (§ 152 Abs. 3 AO).

Die Höhe: 0,25 Prozent der Nachzahlung je angefangenen Monat, mindestens 25 Euro je Monat (§ 152 Abs. 5 Satz 2 AO). Der Betrag wird auf volle Euro abgerundet und ist auf 25.000 Euro begrenzt (§ 152 Abs. 10 AO). Bei einer Nachzahlung bis 10.000 Euro gilt also der Mindestbetrag. Der Rechner oben geht von der Nachzahlung und der Monatszahl aus, die Sie eintragen. Er ersetzt nicht den Bescheid.

Was die Seite nicht prüft

Die Fristen gelten für Einkommensteuererklärungen nach § 25 EStG. Für Land- und Forstwirte gilt eine eigene Frist (§ 149 Abs. 2 Satz 2 AO). Landesfeiertage sind im Rechner nicht berücksichtigt, nur die bundesweiten. Fällt das Fristende in Ihrem Bundesland auf einen Feiertag, etwa den Reformationstag, verschiebt sich die Frist dort zusätzlich. Fristverlängerungen auf Antrag, die das Finanzamt im Einzelfall gewährt (§ 109 AO), sind ebenfalls nicht enthalten.

Lohnt sich die Erklärung?

Wer nicht abgeben muss, fragt sich, ob eine Erstattung zu erwarten ist. Eine erste Einschätzung liefert der Steuer-Schätzer. Er rechnet aus Bruttolohn, Pendelstrecke und Homeoffice die zu erwartende Erstattung. Wie viel vom Gehalt netto bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner, und mit dem fertigen Bescheid können Sie die Festsetzung im Steuerbescheid-Prüfer nachrechnen.

Häufige Fragen

Bis wann muss ich die Steuererklärung 2026 abgeben?

Ohne Steuerberater bis Montag, den 2. August 2027. Der gesetzliche Termin 31. Juli 2027 ist ein Samstag, deshalb gilt § 108 Abs. 3 AO. Mit Steuerberater endet die Frist am 29. Februar 2028 (§ 149 Abs. 3 AO).

Muss ich als Arbeitnehmer eine Steuererklärung abgeben?

Nur in den Fällen des § 46 Abs. 2 EStG, zum Beispiel bei Lohnersatzleistungen über 410 Euro, Lohn von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig, der Steuerklassenkombination III und V oder IV mit Faktor oder einem eingetragenen Freibetrag bei höherem Lohn. Der Check auf dieser Seite prüft die häufigsten Gründe. Wer aufgefordert wird, muss immer abgeben (§ 149 Abs. 1 Satz 2 AO).

Wie lange kann ich die Steuererklärung freiwillig abgeben?

Vier Jahre nach dem Ende des Steuerjahres. Für 2026 ist das der 31. Dezember 2030 (§ 169 Abs. 2 Nr. 2, § 170 Abs. 1 AO). Die längere Frist mit Steuerberater gilt für freiwillige Erklärungen nicht.

Wie hoch ist der Verspätungszuschlag?

Er beträgt 0,25 Prozent der Nachzahlung je angefangenen Monat, mindestens 25 Euro je Monat, höchstens 25.000 Euro insgesamt (§ 152 Abs. 5 und 10 AO). Zwingend ist er, wenn die Erklärung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Jahres vorliegt und es eine Nachzahlung gibt.

Wie hoch ist die Entfernungspauschale für 2026?

0,38 Euro je Entfernungskilometer ab dem ersten Kilometer (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG, erstmals für 2026). Der Höchstbetrag von 4.500 Euro gilt nicht, wenn Sie mit dem eigenen oder einem überlassenen Kfz fahren.

Wie hoch ist der Arbeitnehmer-Pauschbetrag 2026?

1.230 Euro (§ 9a Satz 1 Nr. 1 Buchst. a EStG). Das Finanzamt zieht ihn automatisch ab, wenn Sie keine höheren Werbungskosten nachweisen.

Die Angaben beruhen auf dem Gesetzesstand vom 23.10.2026 (Abgabenordnung, Einkommensteuergesetz, Einführungsgesetz zur Abgabenordnung). Der Rechner ersetzt weder den Bescheid des Finanzamts noch eine Steuerberatung. Landesfeiertage und individuelle Fristverlängerungen sind nicht berücksichtigt. Maßgeblich ist, was das Finanzamt für Ihren Fall festsetzt.