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Untermietvertrag kündigen

Dieser Generator schreibt die Kündigung eines Untermietvertrags als Brief nach DIN 5008 und rechnet das Vertragsende taggenau nach dem Fall: bis zum 15. zum Monatsende beim möblierten Zimmer in der Wohnung des Hauptmieters, drei Monate zum dritten Werktag sonst, drei Monate mehr bei einer Kündigung ohne Grund nach § 573a BGB. Den Satz, den § 573a Abs. 3 BGB im Schreiben verlangt, setzt er selbst.

Von · · · Datenquelle: § 573c BGB, § 573a BGB, § 549 BGB · Methodik

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Nach dem Erstellen erscheinen hier das Vertragsende mit Rechenweg, die Hinweise und der Brief als PDF.

14 Tage Kündigungsfrist? Meistens nicht

Wer „Kündigung Untermietvertrag“ sucht, bekommt oft den Vorschlag „14 Tage“. Eine solche Frist gibt es im Gesetz für Wohnraum nicht. Die kürzeste Frist ist die für das möblierte Zimmer in der Wohnung des Hauptmieters: Kündigung spätestens am 15. eines Monats, Ende mit Ablauf dieses Monats (§ 573c Abs. 3 BGB). Wer am 15. Oktober kündigt, ist am 31. Oktober raus, das sind im besten Fall gut zwei Wochen. Wer am 16. kündigt, wartet bis Ende November. In allen anderen Fällen gelten drei Monate oder mehr. Der Generator rechnet das Ende taggenau und schreibt es in den Brief.

Die Fristen im Überblick

FallHauptmieter kündigtUntermieter kündigtNorm
Möbliertes Zimmer, Untermieter alleinbis 15. zum Monatsende, kein Grundbis 15. zum Monatsende§ 573c Abs. 3, § 549 Abs. 2 Nr. 2 BGB
Zimmer, unmöbliert oder mit Familie3 Monate mit Grund, 6 Monate ohne Grund; nach 5 und 8 Jahren je +33 Monate§ 573a Abs. 2, § 573c Abs. 1 BGB
Ganze Wohnung3, 6 oder 9 Monate, nur mit Grund3 Monate§§ 573, 573c Abs. 1 BGB

„Drei Monate“ heißt im Gesetz: Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Monats ankommen und wirkt zum Ablauf des übernächsten Monats. Bei Kündigungen zählt der Samstag als Werktag (BGH, VIII ZR 206/04), Sonntage und Feiertage nicht. Ein Beispiel aus Niedersachsen: Im Oktober 2026 ist der 1. ein Donnerstag, der 3. als Tag der Deutschen Einheit ein Feiertag. Der dritte Werktag ist deshalb Montag, der 05.10.2026. Kommt die Kündigung an diesem Tag an, endet der Vertrag am 31.12.2026; kommt sie am Dienstag, erst am 31.01.2027. Die Rechnung stammt aus demselben Kern wie der Kündigungsfrist-Rechner dieser Website (Rechtsstand § 573c BGB, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 28.09.2026).

Ohne Grund kündigen: § 573a Abs. 2

Wohnt der Hauptmieter selbst in der Wohnung, darf er einem Untermieter auch ohne berechtigtes Interesse kündigen, wenn das Zimmer nicht schon wegen Möblierung vom Kündigungsschutz ausgenommen ist. Der Preis ist eine um drei Monate längere Frist (§ 573a Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 BGB). Und eine Formvorschrift, an der viele Kündigungen scheitern: Das Schreiben muss ausdrücklich sagen, dass die Kündigung auf § 573a gestützt wird (§ 573a Abs. 3 BGB). Setzen Sie im Generator den Haken „Ohne Grund kündigen“, steht dieser Satz im Brief, und das Ende rückt drei Monate nach hinten. Beispiel: Untermieter seit 01.01.2024, Zugang 05.10.2026, reguläres Ende 31.12.2026, mit § 573a der 31.03.2027.

Kündigung mit Grund

Ist die ganze Wohnung untervermietet, hat der Untermieter vollen Kündigungsschutz. Der Hauptmieter braucht einen Grund aus § 573 BGB, etwa dass er selbst zurückziehen will oder dass der Untermieter die Miete wiederholt schuldig geblieben ist, und er muss den Grund im Schreiben nennen (§ 573 Abs. 3 BGB). Der Generator lässt die Kündigung ohne Grund in diesem Fall nicht zu. Der Brief enthält außerdem den Hinweis auf das Widerspruchsrecht nach § 574 BGB, den § 568 Abs. 2 BGB vom Vermieter verlangt. Beim möblierten Zimmer entfällt beides.

Schriftform und Zugang

Die Kündigung eines Mietvertrags über Wohnraum braucht Papier und eine eigenhändige Unterschrift (§ 568 Abs. 1 BGB). Eine E-Mail oder eine Nachricht im Messenger ist unwirksam, auch zwischen Mitbewohnern, die sich jeden Tag in der Küche sehen. Maßgeblich ist, wann das Schreiben ankommt. Am sichersten ist die persönliche Übergabe mit einem Zeugen oder gegen Unterschrift auf einer Kopie. Tragen Sie im Formular den Tag ein, an dem der Brief ankommt, nicht den Tag, an dem Sie ihn schreiben.

Wenn der Hauptvermieter kündigt

Endet der Hauptmietvertrag, endet das Recht des Untermieters zum Wohnen ebenfalls; der Eigentümer kann die Räume auch von ihm herausverlangen (§ 546 Abs. 2 BGB). Der Untermietvertrag besteht rechtlich weiter, und der Hauptmieter muss ihn trotzdem kündigen, sonst schuldet er dem Untermieter unter Umständen Schadensersatz. Kündigen Sie deshalb sofort, wenn Sie selbst die Kündigung erhalten. Den Vertrag für den nächsten Untermieter setzt der Untermietvertrag-Generator; für die Übergabe gibt es das Übergabeprotokoll.

Ihre Daten bleiben im Browser

Namen und Anschriften verlassen Ihren Rechner nicht. Fristberechnung, Brief und PDF entstehen im Browser. Im Browsertest vom 28.09.2026 ging beim Erstellen und Herunterladen genau eine Anfrage hinaus: die anonyme Zählung, dass das Werkzeug benutzt wurde, mit dem Namen der Seite und ohne Ihre Eingaben. Gespeichert wird nichts. Wie alle kostenlosen Tools dieser Website lädt die Seite außerdem Google Analytics und Google AdSense, je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog; Ihre Eingaben erhalten auch diese Dienste nicht. Mehr in der Datenschutzerklärung.

Das Werkzeug rechnet die Frist für eine einzelne Kündigung. Wer Fristen, Mieterhöhungen und Schreiben für mehrere Mietverhältnisse im Blick behalten will, kann dafür VermieterHeld nutzen, unsere Software für private Vermieter. Für den Brief hier braucht es kein Konto.

Häufige Fragen

Gilt beim Untermietvertrag eine Kündigungsfrist von 14 Tagen?

Nein. Die kürzeste gesetzliche Frist gilt für das möblierte Zimmer in der Wohnung des Hauptmieters: Kündigung bis zum 15. eines Monats zum Monatsende (§ 573c Abs. 3 BGB). Sonst gelten drei Monate oder mehr.

Kann der Hauptmieter dem Untermieter ohne Grund kündigen?

Beim möblierten Zimmer in seiner Wohnung ja. Wohnt er selbst mit, aber das Zimmer ist unmöbliert oder an eine Familie vermietet, ebenfalls, wenn er drei Monate länger wartet und sich im Schreiben auf § 573a BGB beruft. Bei der ganzen Wohnung braucht er einen Grund nach § 573 BGB.

Welche Frist hat der Untermieter?

Drei Monate zum dritten Werktag, unabhängig von der Wohndauer (§ 573c Abs. 1 BGB). Beim möblierten Zimmer in der Wohnung des Hauptmieters bis zum 15. zum Monatsende.

Reicht eine Kündigung per E-Mail oder WhatsApp?

Nein. Die Kündigung eines Mietvertrags über Wohnraum braucht Papier und eine eigenhändige Unterschrift (§ 568 Abs. 1 BGB). Das gilt auch zwischen Mitbewohnern.

Zählt der Samstag als Werktag?

Bei der Kündigung ja (BGH, VIII ZR 206/04). Kommt die Kündigung am dritten Werktag an, zählt der laufende Monat mit. Sonntage und gesetzliche Feiertage zählen nicht.

Was passiert, wenn der Hauptvermieter mir kündigt?

Dann endet auch das Wohnrecht des Untermieters; der Eigentümer kann die Räume von ihm herausverlangen (§ 546 Abs. 2 BGB). Kündigen Sie den Untermietvertrag trotzdem sofort, denn er endet nicht von selbst.

Die Fristen folgen §§ 549, 568, 573, 573a und 573c BGB in der am 28.09.2026 abgerufenen Fassung und der Feiertagsliste des gewählten Bundeslands. Ob ein Kündigungsgrund trägt oder der Fall richtig eingeordnet ist, prüft das Werkzeug nicht. Keine Rechtsberatung.