So läuft die Umwandlung in Ihrem Browser
Sie wählen eine oder mehrere AVIF-Dateien aus oder ziehen sie in das Feld. Das Werkzeug prüft an den ersten Bytes, ob es wirklich AVIF ist, nicht nur an der Endung. Dann öffnet der Browser das Bild mit seinem eigenen Dekoder, zeichnet es auf eine unsichtbare Zeichenfläche (Canvas) und schreibt daraus eine JPG-Datei. Das läuft in einem eigenen Hintergrund-Thread, damit die Seite bedienbar bleibt.
Kann der Browser AVIF nicht öffnen, lädt die Seite einen Ersatz-Dekoder von dieser Domain nach: @jsquash/avif 2.1.1 mit libavif und libaom, gut 1,1 MB, mit Prüfsumme. Er entpackt das Bild, der Rest läuft wie oben. In der Liste steht dann „mit Ersatzdekoder geöffnet“. Steht im AVIF eine Drehung oder Spiegelung (Kennzeichen irot und imir), wendet der Ersatzweg sie ebenfalls an. Fertige Dateien laden Sie einzeln oder ab zwei Stück gemeinsam als ZIP herunter; aus „foto.avif“ wird „foto.jpg“.
Kein Upload, und das können Sie selbst prüfen
Die Seite schickt keine Datei an einen Server, auch nicht an unseren. Prüfen lässt sich das in jedem Desktop-Browser: Entwicklerwerkzeuge öffnen (F12), Reiter „Netzwerk“, dann eine Datei umwandeln. Es erscheint keine Anfrage, die Ihre Datei enthält. Beim Öffnen holt die Seite einige Programmteile von dieser Domain, etwa den ZIP-Packer, den Ersatz-Dekoder nur bei Bedarf, danach nichts mehr. Wer es ganz genau wissen will, lädt die Seite, wählt einmal eine Testdatei, schaltet dann das WLAN ab und wandelt weiter um. Das funktioniert; wir haben es am 02.10.2026 in Chrome so getestet.
Welche Browser AVIF selbst öffnen
AVIF ist das Bildformat der Alliance for Open Media und beruht auf dem Videoverfahren AV1 (AVIF-Spezifikation). Chrome liest es seit Version 85 aus dem Jahr 2020, Firefox seit Version 93 (2021). Safari kann es seit Version 16: auf dem iPhone mit iOS 16 ab September 2022, auf dem Mac ab macOS Ventura (WebKit-Blog). Auf älteren iPhones, iPads und Macs greift der Ersatz-Dekoder. Er ist langsamer als der eingebaute Dekoder des Browsers.
Was mit 10-Bit-, HDR- und transparenten Bildern passiert
AVIF kann 8, 10 oder 12 Bit je Farbkanal speichern. JPG, wie es Browser schreiben, kennt nur 8 Bit (JFIF 1.02). Ein 10-Bit-Bild wird deshalb auf 8 Bit gebracht. Bei normalen Fotos sieht man das nicht; in sehr feinen Farbverläufen, etwa einem Abendhimmel, können leichte Stufen entstehen. Wir haben ein 10-Bit-AVIF am 02.10.2026 in Chrome und WebKit umgewandelt und die Farben mit einem unabhängigen Programm (Pillow) gegen das Original gehalten: Abweichung höchstens wenige Stufen von 255.
HDR-Bilder werden in den normalen Farbbereich (sRGB) gebracht. Wie der Browser dabei die hellen Lichter behandelt, entscheidet der Browser selbst, Ergebnisse unterscheiden sich daher leicht zwischen Chrome, Firefox und Safari. AVIF kann außerdem Transparenz speichern, JPG nicht. Durchsichtige Flächen füllt das Werkzeug mit Weiß, auf Wunsch mit Schwarz. Brauchen Sie die Transparenz, ist JPG das falsche Ziel; dann bleibt das Bild besser AVIF oder wird WebP.
Warum das JPG größer wird als das AVIF
AVIF komprimiert Fotos deutlich stärker als JPEG. Beim Umwandeln wird das Bild vollständig entpackt und mit dem älteren JPEG-Verfahren neu gespeichert. Die Datei wächst dabei, obwohl das Bild nicht besser wird. Unser Testbild mit 4.032 × 3.024 Pixeln hatte als AVIF 260 KB und als JPG in Qualität 85 gut 900 KB, also etwa das Dreieinhalbfache (gemessen am 02.10.2026 in Chrome). Voreingestellt ist Qualität 85; für E-Mail und Web reichen 75 bis 85. Spürbar kleiner wird das JPG, wenn Sie unter „Größe“ eine längste Seite von 1.920 oder 1.280 Pixeln wählen. Ein JPG, das danach noch zu groß ist, verkleinern Sie mit Bild komprimieren.
Grenzen der Umwandlung im Browser
Eine Datei darf bis 100 MB groß sein. Die Liste nimmt bis 200 Dateien auf einmal. Ab 50 Megapixeln weist sie auf knappen Arbeitsspeicher hin. Im Browser auf iPhone und iPad ist eine Zeichenfläche höchstens 8.192 × 8.192 Pixel groß (WebKit-Quelltext, CanvasBase.cpp, Stand 02.10.2026); größere Bilder verkleinert das Werkzeug dort automatisch und schreibt das dazu.
Was nicht geht: Animierte AVIF ergeben nur das erste Bild. EXIF- und XMP-Daten landen nicht im JPG. Ein eingebettetes Farbprofil übernimmt das Werkzeug nicht: Der Browser rechnet die Farben nach sRGB um, das JPG ist sRGB (Chrome legt dafür ein kleines sRGB-Profil bei). Die Auflösung bleibt erhalten, solange Sie „Originalgröße“ eingestellt lassen: Ein AVIF mit 4.032 × 3.024 Pixeln ergibt ein JPG mit 4.032 × 3.024 Pixeln. Für andere Ausgangsformate gibt es WebP in JPG und HEIC in JPG.