Warum WebP-Bilder oft als JPG gebraucht werden
Viele Webseiten liefern Bilder heute als WebP aus. Speichert man so ein Bild mit Rechtsklick, landet eine .webp-Datei auf dem Rechner, und die lässt sich nicht überall öffnen: ältere Office-Versionen, manche Bildbearbeitungen, Fotodrucker und viele Upload-Formulare von Behörden oder Shops erwarten JPG oder PNG. Als JPG ist dasselbe Bild überall verwendbar.
So läuft die Umwandlung in Ihrem Browser
Sie wählen die WebP-Dateien aus oder ziehen sie in das Feld. Der Browser öffnet jedes Bild selbst, zeichnet es auf eine Zeichenfläche (Canvas) und schreibt daraus eine JPG-Datei, so wie es der HTML-Standard für Canvas beschreibt. Das passiert in einem Hintergrund-Thread (Web Worker), die Seite bleibt dabei bedienbar. Alle aktuellen Browser können WebP öffnen; schafft es einer nicht, steht in der Liste eine klare Meldung statt einer kaputten Datei.
Jede fertige Datei bekommt in der Liste eine Vorschau, die alte und neue Größe und einen Knopf zum Herunterladen. Ab zwei Dateien gibt es alles als ZIP. Der Dateiname bleibt, nur die Endung wird .jpg.
Ohne Upload und auch offline
Keine Bilddatei wird an einen Server geschickt, auch nicht an unseren. Prüfen können Sie das selbst: Entwicklerwerkzeuge öffnen (F12), Reiter „Netzwerk“, ein Bild umwandeln. Es erscheint keine Anfrage mit Ihrem Bild. Wenn die Seite einmal geladen ist, klappt die Umwandlung auch ohne Internet; wir haben das am 02.10.2026 in Chrome mit abgeschaltetem Netz getestet. Wer ein „Offline-Programm“ sucht, kann die Seite also laden und dann ohne Verbindung arbeiten, auch das ZIP-Archiv entsteht dann ohne Netz.
Transparenz und Animation
WebP kann wie PNG durchsichtige Flächen speichern, verlustbehaftet mit eigenem Alphakanal (Chunk ALPH) oder verlustfrei (VP8L), so steht es in der WebP-Spezifikation RFC 9649. JPG kennt keine Transparenz (JFIF 1.02). Durchsichtige Stellen werden deshalb weiß gefüllt, auf Wunsch schwarz.
Animierte WebP (Chunks ANIM und ANMF) werden zu einem Standbild: Das JPG enthält nur das erste Bild der Animation, und die Liste schreibt „nur erstes Einzelbild“ dazu. Wer die Bewegung behalten will, braucht ein Videoformat oder GIF; das kann dieses Werkzeug nicht.
Qualität und Dateigröße
WebP ist bei gleicher Bildqualität meist kleiner als JPG. Das JPG wird also in der Regel größer als die WebP-Datei, das ist normal und kein Fehler. Unser Testbild, ein Bildschirmfoto dieser Seite in 1.280 × 900 Pixeln, hatte als WebP 50,1 KB und als JPG in Qualität 85 99,6 KB (gemessen am 02.10.2026 in Chrome). Bei verlustbehafteten WebP-Bildern wird ein zweites Mal verlustbehaftet gespeichert. Mit Qualität 85 bis 90 sehen Sie davon bei Fotos nichts. Unter 60 werden Kanten an Schrift und Linien unscharf.
Der Regler reicht von 1 bis 100. Der Browser bekommt den Wert als Zahl zwischen 0 und 1; wie er daraus die JPEG-Tabellen baut, lässt der HTML-Standard offen. Dieselbe Stufe ergibt deshalb in Chrome, Firefox und Safari leicht unterschiedliche Größen.
Grenzen im Browser
Eine Datei darf bis 100 MB groß sein, die Liste nimmt bis 200 Dateien. Verlustfreie WebP-Bilder sind laut RFC 9649 höchstens 16.384 × 16.384 Pixel groß, und genau so groß darf eine Zeichenfläche in Chrome und Safari auf dem Desktop werden. Im Browser auf iPhone und iPad ist eine Zeichenfläche höchstens 8.192 × 8.192 Pixel groß, gut 67 Megapixel (WebKit-Quelltext, CanvasBase.cpp, Stand 02.10.2026). Größere Bilder verkleinert das Werkzeug dort und schreibt das dazu. Metadaten aus dem WebP (EXIF, XMP, Farbprofil) übernimmt es nicht; Farben werden nach sRGB umgerechnet.
Woher die WebP-Dateien kommen
Meist aus dem Browser selbst. Wer in Chrome, Edge oder Firefox mit der rechten Maustaste auf ein Bild klickt und „Bild speichern unter“ wählt, bekommt das Format, das die Webseite ausliefert, und das ist heute oft WebP. Der Browser rechnet beim Speichern nicht um. Dasselbe passiert bei Produktfotos aus vielen Online-Shops, bei Vorschaubildern aus Nachrichtenseiten und bei Grafiken aus Blogs, denn große Seiten und Baukästen liefern ihre Bilder gern als WebP aus, weil die Dateien kleiner sind. Die Datei ist dabei völlig in Ordnung, nur das Programm, in das sie als Nächstes soll, kennt das Format nicht. Genau dafür ist dieses Werkzeug gedacht: Bild hineinziehen, JPG herunterladen, weiterarbeiten.
Andere Wege und verwandte Werkzeuge
Unter Windows öffnet Paint WebP-Dateien, wenn die Microsoft-Erweiterung „WebP-Bilderweiterungen“ installiert ist, und speichert sie über „Speichern unter“ als JPEG. Am Mac öffnet die Vorschau WebP und exportiert über „Ablage“ und „Exportieren“ als JPEG. Beides geht nur Datei für Datei. Soll das Bild verlustfrei bleiben, ist PNG das bessere Ziel; das bietet der Datei-Konverter. Fotos vom iPhone liegen oft als HEIC vor, Bilder aus dem Netz auch als AVIF. Dafür gibt es AVIF in JPG und HEIC in JPG.