Welche Felder ein Überweisungsträger hat
Wie ein Überweisungsvordruck aussieht, legt keine einzelne Bank fest. Die Deutsche Kreditwirtschaft beschreibt es in den „Richtlinien für einheitliche Zahlungsverkehrsvordrucke“, gültig in der Fassung von 2016 und ergänzt durch ein Merkblatt von 2025. Die SEPA-Überweisung hat dort den Belegschlüssel 16. Ihr Mittelfeld besteht aus acht Teilfeldern in fester Reihenfolge, und genau diese Reihenfolge übernimmt der Generator. Die Tabelle nennt jedes Feld mit der Stellenzahl aus Ziffer 2.1.3.1.2 der Richtlinie (abgerufen am 28.09.2026).
| Teilfeld | Inhalt | Stellen |
|---|---|---|
| 1 | Zahlungsempfänger: Name, Vorname oder Firma | 27, maschinell 35 |
| 2 | IBAN des Empfängers | in Deutschland 22, sonst 15 bis 34 |
| 3 | BIC der Empfängerbank | 8 oder 11, entfällt innerhalb EU/EWR |
| 4 | Ankreuzfeld Echtzeitüberweisung (seit 2025) und Betrag in Euro und Cent | 1 und Betragsfeld |
| 5 und 6 | Kunden-Referenznummer oder Verwendungszweck | 2 Zeilen à 27, maschinell 2 × 35 |
| 7 | Kontoinhaber: Name, Vorname/Firma, Ort, ohne Straße | 27 |
| 8 | IBAN des Kontoinhabers | in Deutschland 22 |
| Fuß | Datum und Unterschrift(en) | frei |
Das Blatt selbst misst nach Ziffer 1.2 genau 105,83 × 149,86 mm, quer gelegt also knapp so groß wie eine Postkarte. Die krummen Maße kommen aus dem Zollsystem: 25 Schreibzeilen im Abstand von 1/6 Zoll (4,23 mm) und 59 Schreibschritte zu 1/10 Zoll (2,54 mm). Der Generator setzt Kopf, Mittelfeld und Fuß in diesem Raster. Die Maßblätter mit der genauen Lage jedes Kästchens liegen allerdings nur der gedruckten Broschüre bei, die Banken ausgeben. Unser Blatt ist deshalb ein eigenes Layout mit denselben Feldern, kein Nachbau eines Bankformulars.
Warum die Bank Ihren Ausdruck ablehnen kann
Ein echter Überweisungsträger ist ein Datenträger für einen Belegleser. Die Richtlinie verlangt dafür in Ziffer 1.1 Papier mit mindestens 90 g/m², ausdrücklich kein Recyclingpapier, und in Ziffer 1.4 einen Untergrund in Blindfarben (Orange und Rot), die der Scanner ausblendet. Neutrale Vordrucke, die Firmen selbst herstellen, dürfen sie nach Ziffer 3.1.3 erst verwenden, nachdem ihre Bank Probeabdrucke geprüft hat. Ein Laserausdruck auf 80-g-Papier erfüllt davon nichts.
Die gleiche Richtlinie erlaubt aber in Ziffer 2.1.2 eine Ausnahme: Wird die Überweisung nicht maschinell erfasst, darf vom Papier und von den Farben abgewichen werden. Manche Filialen tippen den Beleg ab, andere lehnen ihn ab. Welche Praxis Ihre Bank hat, erfahren Sie nur dort. Drei Wege funktionieren sicher:
- Sie übertragen die Angaben vom Ausdruck ins Online-Banking oder in die Banking-App.
- Der Zahler scannt den Girocode neben dem Beleg; die App füllt Empfänger, IBAN, Betrag und Zweck selbst aus.
- Sie holen bei der Bank Originalvordrucke und schreiben die Angaben vom Ausdruck von Hand ab.
Überweisungsträger richtig ausfüllen: Großbuchstaben, Betrag, IBAN
Von Hand gilt: ein Zeichen pro Kästchen, in deutlicher Druckschrift. Großbuchstaben schreibt die Richtlinie nicht vor, Groß- und Kleinschreibung dürfen Sie so lassen, wie der Name geschrieben wird. Den Betrag setzt der Generator rechtsbündig ins Betragsfeld, mit Komma vor den Cent und ohne Tausenderpunkt, also 1250,00. So passt jede Ziffer in ein Kästchen. Ein Euro-Zeichen braucht es nicht, der Leittext sagt schon „Euro, Cent“.
Bei der IBAN hilft der dicke Strich nach der 22. Stelle. Eine deutsche IBAN endet genau dort. Steht Ihre letzte Ziffer davor oder dahinter, fehlt eine Stelle oder ist eine zu viel. Der Generator prüft zusätzlich die Prüfziffer nach dem MOD-97-Verfahren (ISO 7064) mit demselben Kern wie der IBAN-Prüfer und meldet einen Zahlendreher, bevor er auf Papier steht.
Beim Kontoinhaber verlangt der Leittext Name, Vorname oder Firma und den Ort, aber ausdrücklich keine Straße und kein Postfach. „Erika Mustermann, Hannover“ reicht. Längere Namen kürzen Sie am Vornamen ab: Für dieses 7. Teilfeld nennt die Richtlinie nur 27 Stellen, ohne Ausnahme für gedruckte Belege. Mehr lehnt der Generator ab.
Gedruckt dürfen es 35 Stellen sein
Die Stellenzahlen haben zwei Werte. Von Hand passen 27 Zeichen in Name und Verwendungszweckzeile, bei maschineller Beschriftung erlaubt die Richtlinie 35 (Ziffer 2.1.3.1.2, nur im 1. und im 5./6. Teilfeld). Weil dieses Blatt aus dem Drucker kommt, gilt die maschinelle Grenze. Bleibt der Name bei 27 Zeichen oder darunter, setzt der Generator jeden Buchstaben mittig in ein eigenes Kästchen. Wird er länger, schreibt er ihn als durchgehende Zeile und weist darauf hin. Beim Verwendungszweck bricht er an Leerzeichen um und nimmt höchstens zwei Zeilen: 54 Zeichen von Hand, 70 gedruckt. Was darüber hinausgeht, lehnt er ab, statt es still abzuschneiden. Eine Rechnungsnummer, die am Ende fehlt, sucht der Empfänger sonst vergeblich.
Echtzeitüberweisung auf Papier
Seit dem 9. Oktober 2025 können Kunden eine Echtzeitüberweisung auch mit einem Papiervordruck beauftragen; so steht es im Vorwort des Merkblatts 2025 unter Verweis auf die Verordnung (EU) 2024/886. Das Merkblatt der Deutschen Kreditwirtschaft baut dafür links im 4. Teilfeld ein Ankreuzfeld ein: „Zur Ausführung als Echtzeit-Überweisung bitte ankreuzen.“ Das Kreuz setzt nur der Zahler. Ein Zahlungsempfänger darf es nach dem Merkblatt nicht vorbelegen, deshalb bleibt das Feld im Generator immer leer. Banken dürfen stattdessen auch einen mit „Echtzeitüberweisung“ beschrifteten Briefumschlag anbieten; ob Ihre das tut, steht in ihren Bedingungen.
Girocode auf dem Beleg
Rechts neben dem Beleg druckt der Generator auf Wunsch einen Girocode nach der EPC-Richtlinie EPC069-12. Er enthält Empfänger, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck in derselben Schreibweise wie auf dem Beleg. Die Banking-App liest ihn und füllt die Überweisung aus; der Zahler kontrolliert und gibt frei. Das ist der Weg, der ohne Papierfrage funktioniert. Lassen Sie den Betrag leer, trägt ihn der Zahler in der App selbst ein. Mehr Einstellungen, etwa eine RF-Referenz oder den Code einzeln als PNG, bietet der Girocode-Generator.
Blatt II: der Beleg für den Kontoinhaber
Ein Durchschreibesatz vom Bankschalter hat zwei Blätter: Blatt I geht an die Bank, Blatt II bleibt beim Kontoinhaber. Aufbau und Gestaltung von Blatt II sind nach Ziffer 2.1.3.2 freigestellt. Der Generator setzt es unter eine Schnittlinie auf dasselbe A4-Blatt, mit allen Angaben in lesbarer Schrift und der IBAN in Vierergruppen. So haben Sie einen Nachweis, was Sie wann überwiesen haben, auch wenn Blatt I in den Briefkasten der Bank wandert.
Ihre Daten bleiben im Browser
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