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Zahlungserinnerung schreiben, mit Girocode

Dieser Generator schreibt eine freundliche Zahlungserinnerung zu einer offenen Rechnung als Brief nach DIN 5008 und setzt einen Girocode über den offenen Betrag hinein, damit der Kunde in der Banking-App nur noch scannt. Er prüft, ob und ab wann nach § 286 BGB Verzug besteht, und rechnet auf Wunsch die Verzugszinsen tageweise zum Basiszinssatz der Bundesbank, bei Geschäftskunden mit der Pauschale von 40 €. Brief und PDF entstehen im Browser.

Von · · · Datenquelle: § 286 BGB, § 288 BGB, Basiszinssatz (Bundesbank)

Offene Rechnung

Woher kommt der Termin?
Sie schreiben als
Kunde ist

Sie

Ihre Zahlungserinnerung

Nach dem Erstellen erscheinen hier der Stand des Verzugs, die Vorschau des Briefs nach DIN 5008 und der Knopf für das PDF.

Zahlungserinnerung oder Mahnung: rechtlich dasselbe

Im Alltag klingt „Zahlungserinnerung“ freundlicher als „Mahnung“. Das Gesetz kennt nur die Mahnung, und es kommt nicht auf das Wort an. Nach § 286 Abs. 1 BGB gerät ein Schuldner in Verzug, wenn er auf eine Mahnung nach Fälligkeit nicht zahlt. Eine Mahnung ist jede eindeutige Aufforderung, jetzt zu zahlen. Ein Schreiben, das Rechnung, Betrag und eine Bitte um Zahlung nennt, erfüllt das auch dann, wenn „Zahlungserinnerung“ darübersteht. Eine Pflicht zu drei Mahnstufen gibt es nicht. Wer nach der ersten Erinnerung kein Geld sieht, darf den gerichtlichen Mahnbescheid beantragen.

Die erste Erinnerung vor der Fälligkeit wirkt dagegen nicht. Der Generator lehnt deshalb ein Datum ab, an dem die Rechnung noch gar nicht fällig war.

Wann der Kunde ohne Mahnung in Verzug ist

Zwei Fälle regelt § 286 BGB ausdrücklich, und der Generator prüft beide. Steht der Zahlungstermin nach dem Kalender fest, etwa „zahlbar am 15. September“ im Vertrag, beginnt der Verzug am Tag nach diesem Termin, ganz ohne Mahnung (Abs. 2 Nr. 1). Ein Zahlungsziel, das nur einseitig auf der Rechnung steht, reicht dafür nach verbreiteter Ansicht nicht; dann greift der zweite Fall.

Bei Rechnungen gilt die 30-Tage-Regel aus Abs. 3: Wer 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung nicht gezahlt hat, ist in Verzug. Bei Unternehmen gilt das immer. Bei Privatleuten nur, wenn die Rechnung auf genau diese Folge hingewiesen hat. Fehlt der Hinweis, tritt Verzug bei Verbrauchern erst mit der Mahnung ein, also mit dieser Zahlungserinnerung.

FallBeispielVerzug abNorm
Termin im Vertragzahlbar am 15.09.202616.09.2026§ 286 Abs. 2 Nr. 1
Rechnung an ein Unternehmenfällig und zugegangen am 01.09.202602.10.2026§ 286 Abs. 3
Rechnung an Privatperson mit Hinweisfällig 01.09., zugegangen 05.09.202606.10.2026§ 286 Abs. 3
Rechnung an Privatperson ohne Hinweisfällig 01.09.2026mit Zugang der Mahnung§ 286 Abs. 1

Die Tage zählt der Generator nach § 187 Abs. 1 BGB: Der Tag des Zugangs zählt nicht mit. Ist die Rechnung am 1. September fällig und zugegangen, endet die 30-Tage-Frist am 1. Oktober, und der Verzug beginnt am 2. Oktober.

Verzugszinsen und 40 € Pauschale

Ab Verzug darf der Gläubiger Zinsen verlangen. § 288 BGB setzt sie über dem Basiszinssatz an, den die Bundesbank zum 1. Januar und 1. Juli neu bekannt gibt. Seit dem 01.07.2026 beträgt er 1,52 %, im ersten Halbjahr 2026 lag er bei 1,27 % (Bundesbank, abgerufen am 28.09.2026).

Wer schreibt an wenAufschlagZinssatz ab 01.07.2026Pauschale
Unternehmen an Privatperson5 Prozentpunkte (§ 288 Abs. 1)6,52 %keine
Privatperson an Unternehmen5 Prozentpunkte (§ 288 Abs. 1)6,52 %40 € (§ 288 Abs. 5)
Unternehmen an Unternehmen, Entgeltforderung9 Prozentpunkte (§ 288 Abs. 2)10,52 %40 € (§ 288 Abs. 5)

Der Generator rechnet taggenau: Jeder Verzugstag bekommt den Zinssatz, der an diesem Tag galt, geteilt durch die Tage des Kalenderjahres. Die 9 Prozentpunkte gelten nach § 288 Abs. 2 nur bei Geschäften, an denen kein Verbraucher beteiligt ist. Schreiben Sie als Privatperson an eine Firma, bleibt es bei 5 Punkten: 1.000 € für 90 Verzugstage ab dem 01.07.2026 ergeben dann 16,08 € statt 25,94 €. Deshalb fragt der Generator beide Seiten ab. Bei 1.000 € gegen ein Unternehmen vom 1. Juni bis 31. Juli 2026 sind das 30 Tage zu 10,27 % und 31 Tage zu 10,52 %, zusammen 17,38 €. Ob Sie Zinsen schon in der ersten Erinnerung verlangen, entscheiden Sie. Viele Betriebe verzichten beim ersten Schreiben darauf, um den Kunden nicht zu verärgern; der Anspruch geht dadurch nicht verloren. Die 40 € Pauschale steht nur gegenüber Unternehmen zu und nur bei Entgeltforderungen, also dem Preis für eine Ware oder Leistung (§ 288 Abs. 5). Sie wird auf spätere Anwaltskosten angerechnet.

Girocode: bezahlt in zwanzig Sekunden

Die meisten offenen Rechnungen sind vergessen, nicht bestritten. Was hilft, ist ein Weg, der keine Arbeit macht. Der Generator setzt deshalb einen Girocode nach EPC069-12 an den rechten Rand, auf Höhe der Bankverbindung. Größe und Rahmen folgen der Empfehlung der Deutschen Kreditwirtschaft für Rechnungsschreiben: Code 25 × 25 mm, schwarze Umrandung mit vier Modulen Abstand, rechts daneben „Zahlen mit Code“ (Richtlinien für einheitliche Zahlungsverkehrsvordrucke 2016, Anhang 4, Ziffer 2.3, die-dk.de, abgerufen am 28.09.2026). Er enthält Ihren Namen, die IBAN, den offenen Betrag und als Verwendungszweck die Rechnungsnummer. Der Kunde öffnet seine Banking-App, scannt und gibt frei. Weisen Sie Zinsen aus, steht im Code die Gesamtsumme, sonst der Rechnungsbetrag. Die Bankverbindung steht zusätzlich im Klartext im Brief, für alle, die lieber abtippen.

Der Brief: DIN 5008, Form B, eine Seite

Das Schreiben setzt der Generator nach DIN 5008 Form B, mit demselben Kern wie der Brief nach DIN 5008. Die Anschrift sitzt im Fenster eines DL-Umschlags, die Rechnungsnummer steht als „Unser Zeichen“ im Informationsblock, Falzmarken sind gesetzt. Der Text ist kurz: welche Rechnung offen ist, bis wann Sie das Geld erwarten, Ihre Bankverbindung und der Satz, dass sich das Schreiben mit einer Zahlung erledigt hat. Mit „ich“ oder „wir“ wählen Sie, ob Sie als Einzelperson oder als Betrieb schreiben. Wer privat etwas verkauft hat und auf den Kaufpreis wartet, nutzt dasselbe Formular: Die Rechnungsnummer ist dann etwa „Kaufvertrag Fahrrad vom 01.06.2026“, und bei „Sie schreiben als“ wählen Sie „Privatperson“.

Neue Frist: wie lang?

Das Gesetz schreibt für die Erinnerung keine Frist vor. Üblich sind 7 bis 14 Tage ab dem Datum des Schreibens. Der Generator schlägt 10 Tage vor und meldet sich, wenn Sie weniger als eine Woche setzen, damit Brief und Überweisung Zeit haben. Verstreicht auch die neue Frist, folgt eine Mahnung mit Hinweis auf den Mahnbescheid. Wie lange Sie danach Zeit haben, bevor die Forderung verjährt, zeigt der Verjährungsrechner.

Ihre Daten bleiben im Browser

Kundendaten, Beträge und Ihre IBAN gehören nicht auf einen fremden Server. Zinsberechnung, Brief, Girocode und PDF entstehen in Ihrem Browser; die QR-Bibliothek liegt auf unserem eigenen Server. Im Browsertest vom 28.09.2026 ging beim Erstellen und Herunterladen genau eine Anfrage hinaus: die anonyme Zählung, dass das Werkzeug benutzt wurde, mit dem Namen der Seite und ohne Ihre Eingaben. Gespeichert wird nichts. Wie alle kostenlosen Tools dieser Website lädt die Seite außerdem Google Analytics und Google AdSense, je nach Ihrer Auswahl im Einwilligungsdialog; Ihre Eingaben erhalten auch diese Dienste nicht. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Häufige Fragen

Ist eine Zahlungserinnerung dasselbe wie eine Mahnung?

Rechtlich ja, wenn sie eindeutig zur Zahlung auffordert. Das Gesetz kennt nur die Mahnung, und auf das Wort kommt es nicht an. Eine Zahlungserinnerung mit Rechnung, Betrag und der Bitte um Zahlung bis zu einem Datum ist eine Mahnung im Sinne von § 286 Abs. 1 BGB.

Wie formuliere ich eine freundliche Zahlungserinnerung?

Nennen Sie Rechnungsnummer, Datum, Betrag und die ursprüngliche Fälligkeit, gehen Sie von einem Versehen aus und setzen Sie ein neues Datum. Die Bankverbindung gehört in den Brief, am besten mit Girocode. Ein Satz, dass sich das Schreiben mit einer inzwischen erfolgten Zahlung erledigt hat, nimmt die Schärfe heraus.

Darf ich in der Zahlungserinnerung schon Zinsen verlangen?

Ja, sobald Verzug besteht. Bei Geschäftskunden tritt er 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung von selbst ein, bei Privatleuten nur, wenn die Rechnung darauf hingewiesen hat, sonst erst mit der Mahnung. Die Zinsen betragen 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. 9 Prozentpunkte gibt es nur, wenn Gläubiger und Schuldner beide Unternehmer sind (§ 288 Abs. 2 BGB). Ist der Schuldner ein Unternehmen, kommt bei Entgeltforderungen die Pauschale von 40 € dazu.

Wie viele Mahnungen muss ich schicken?

Keine bestimmte Zahl. Eine eindeutige Mahnung genügt, damit Verzug eintritt, und für den gerichtlichen Mahnbescheid ist gar keine vorherige Mahnung vorgeschrieben. Drei Mahnstufen sind eine kaufmännische Gewohnheit, kein Gesetz.

Kann ich als Privatperson eine Zahlungserinnerung schreiben?

Ja. Wer privat etwas verkauft hat und auf den Kaufpreis wartet, nutzt dasselbe Formular. Statt einer Rechnungsnummer tragen Sie eine Bezeichnung ein, etwa „Kaufvertrag Fahrrad vom 01.06.2026“, wählen „Sie schreiben als: Privatperson“ und die Schreibweise „ich“. Die Verzugszinsen betragen dann 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, auch gegenüber einer Firma.

Welche Frist setze ich in der Zahlungserinnerung?

Das Gesetz schreibt keine vor. Üblich sind 7 bis 14 Tage ab dem Datum des Schreibens. Der Generator schlägt 10 Tage vor und warnt bei weniger als einer Woche, weil Brief und Überweisung Zeit brauchen.

Verzugsbeginn und Zinsen folgen §§ 286, 288 BGB in der am 28.09.2026 abgerufenen Fassung und den Basiszinssätzen der Bundesbank ab 01.01.2024. Ob ein vertraglich bestimmter Termin vorliegt und ob die Forderung besteht, prüft der Generator nicht. Keine Rechtsberatung.