Was macht ein biometrisches Passbild aus?
Deutsche Passbilder müssen 35×45 mm groß sein. Das Gesicht nimmt etwa 70–80 % der Bildhöhe ein (Kinn bis Oberkante Kopf ca. 32–36 mm). Der Blick geht geradeaus in die Kamera, der Mund ist geschlossen, der Hintergrund einfarbig hell. Eine Brille ist erlaubt, wenn die Augen klar erkennbar bleiben: Der Rahmen darf die Augen nicht verdecken, die Gläser dürfen nicht spiegeln und nicht getönt sein (Anlage 8 der Passverordnung).
Ist ein selbstgemachtes Passbild erlaubt?
Das hängt vom Dokument ab. Für Personalausweis, Reisepass und elektronischen Aufenthaltstitel nicht mehr. Seit dem 01.05.2025 ist das Lichtbild nach § 6 Abs. 2 Passgesetz und § 9 Abs. 3 Personalausweisgesetz entweder von einem Dienstleister elektronisch anzufertigen und über ein sicheres Verfahren an die Behörde zu übermitteln oder direkt im Amt aufzunehmen. Die Passverordnung (§§ 4 und 5 PassV) schreibt dafür die verschlüsselte Übermittlung über einen Cloudanbieter mit zertifizierten Komponenten vor. Einen Ausdruck, auch einen selbst gemachten, nimmt das Amt für diese Dokumente nicht mehr an; die Übergangsfrist für Papierfotos endete am 31.07.2025.
Für den Führerschein ja. Die Fahrerlaubnis-Verordnung verweist in § 21 Abs. 3 Nr. 2 auf die Passverordnung in der Fassung von 2021, also vor der Digitalpflicht. Wie das genau begründet ist und welche Maße gelten, steht auf der Seite Führerschein-Foto selbst machen. Auch für Bewerbung, Vereins-, Schüler- und Firmenausweise dürfen Sie das Foto selbst machen. Für Visa anderer Staaten gelten deren Vorgaben, oft als Datei zum Hochladen: Visumfoto USA 600×600 px, Visumfoto Indien.
So nutzen Sie das Tool
Laden Sie ein Frontalfoto hoch (am besten vor hellem Hintergrund aufgenommen). Passen Sie mit den Reglern Zoom und Position an, bis Ihr Gesicht zwischen den Hilfslinien liegt. Das Tool erzeugt automatisch ein Einzelbild (413×531 Pixel bei 300 dpi) und einen Druckbogen mit sechs Bildern zum Ausdrucken auf 10×15 cm Fotopapier.
Sechs Passbilder auf einem 10 × 15-Abzug
Das Fotoformat 10 × 15 cm ist der Standardabzug an jedem Automaten im Drogeriemarkt und in jedem Fotodrucker. Ein Passbild ist 35 mm breit und 45 mm hoch. Zwei nebeneinander brauchen 70 mm, auf 100 mm Blattbreite bleiben 30 mm für Rand und Schnitt. Drei untereinander brauchen 135 mm von 150 mm Höhe. Es passen also sechs Bilder, und genau so legt das Tool den Druckbogen an: zwei Spalten, drei Zeilen, dazwischen 3 mm zum Schneiden.
Bis zum 26.09.2026 hat diese Seite nur vier Bilder auf den Bogen gelegt, wie viele andere Vorlagen auch. Das hat pro Abzug zwei Passbilder verschenkt. Bei rund 30 Cent für den Abzug ist das kein Vermögen, aber wer fünf Bilder braucht, musste zweimal drucken. Schneiden Sie mit Lineal und Cutter an den dünnen grauen Rahmen entlang; mit der Schere wird es selten gerade.
Wichtig beim Drucken: Wählen Sie am Automaten oder im Druckdialog „Originalgröße“ oder „100 %“, nicht „an Seite anpassen“ oder „randlos füllen“. Sonst skaliert das Gerät den Bogen leicht, und aus 35 × 45 mm werden 36 × 46 mm. Der Bogen hat 1181 × 1772 Pixel, das ist 10 × 15 cm bei 300 dpi.
Millimeter und Pixel
Ein Passbild hat keine feste Pixelzahl, nur ein Maß in Millimetern. Wie viele Pixel das sind, hängt von der Druckauflösung ab: Millimeter geteilt durch 25,4 ergibt Zoll, mal dpi ergibt Pixel. Bei 300 dpi, dem Standard für Fotodruck, sind 35 × 45 mm genau 413 × 531 Pixel. Bei 600 dpi wären es 827 × 1063 Pixel, auf 35 mm Papier sieht man den Unterschied aber nicht.
Ihr Ausgangsfoto sollte deutlich größer sein als das Ergebnis, sonst zieht der Zuschnitt das Bild auf und es wird unscharf. Ein Handyfoto aus normalem Abstand hat mindestens 3.000 Pixel Kantenlänge und reicht damit auch dann, wenn Sie nur den Kopfbereich behalten.
Datenschutz
Ihr Foto wird nicht hochgeladen und verlässt Ihr Gerät nicht. Die gesamte Verarbeitung findet lokal im Browser statt.